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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 23.1967

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https://doi.org/10.11588/diglit.44899#0082

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Christa Liebsdiwager

lanzettförmiger Fuß mit Mittelgrat, durch gerillten Sparrenwinkel abgesetzt; flacher,
runder Fußknopf, dem hochgebogenen Fußende schräg aufsitzend, Oberseite mit zwei
parallelen Doppelrillen, zwischen denen vier Querkerben sitzen, verziert; Nadelhalter
beschädigt; dunkelgrüne, braunfleckige, glänzende Patina; L. 7,8 cm; Dm. d. Fußknopfes
1X1,1 cm (Wa 60/501).
2. Kleine Bronzefibel vom Münsinger Typ (Taf. 34, 1), hochgeschweifter, rundstabiger
Bügel, Oberseite durch ein eingedelltes Zickzackband mit randbegleitender Rille verziert,
in den Winkeln je eine umrillte ovale Delle. Die muldenförmigen Verzierungselemente
wurden im Guß erzeugt. Kleine Spiralrolle mit vier Windungen, obere Sehne, Nadel
auf gespreizt, Spitze fehlt; kurzer Fuß, zurückgebogenes Ende gebrochen, kleine, runde
Fußscheibe, randlich umrillt, im Zentrum Nietloch, Auflage fehlt; kurzer, profilierter
Fortsatz; dunkle, braungrüne, glänzende Patina, Oberfläche etwas korrodiert; L. 4,9 cm
(Wa 60/503).
3. Bronzefibel vom Münsinger Typ auf dem linken Brustkorb (Taf. 34, 2), langgestreck-
ter, schmaler Bügel von spitzovalem Querschnitt, Seitengrate quergekerbt, Bügeloberseite
an den Rändern längsgerillt, dazwischen flachgegossene S-Spiralen und volutenartige
Gebilde (durch Korrosion stark zerstört); Spiralrolle mit vier Windungen, untere Sehne,
Nadel aufgespreizt, kurzer Nadelhalter, an der Unterseite dreimal schräg gerillt, Längs-
ränder quergekerbt; kurzes, wulstig profiliertes Fußende, angebrochen, kleine, runde Fuß-
scheibe mit erhabenem, senkrecht gekerbtem Rand, Unterseite radial gerillt; gewölbte,
runde Auflagescheibe aus weißgelber Masse, durch einen Bronzeniet mit kleinem, rundem
Köpfchen befestigt; kurzer, flacher, dreigliedriger Fortsatz mit feiner, tannenzweigartiger
Ritz Verzierung auf der Oberseite; dunkle, braungrüne, glänzende Patina, Oberfläche
korrodiert; L. 6,7 cm (Wa 60/502).
4. Bronzehohlring am rechten Unterarm (Taf. 34, 5), aus Bronzeblech über einen zu-
sammengebogenen Weidenzweig gearbeitet, an der Innenseite offene Stoßfuge; Steckver-
schluß mit schmaler, bandförmiger Muffe, Muffenränder von je zwei parallelen Ritzlinien
begleitet, dazwischen doppelliniges, geritztes Zickzackband; dunkelgrüne, glänzende
Patina, stark beschädigt, ergänzt; Dm. 6,4X6,6 cm; Di. 0,6X0,7 cm; Br. d. Muffe 1,1 cm
(Wa 60/505).
5. Bronzehohlring am linken Unterarm (Taf. 34, 4), wie Wa 60/505 geformt; Ring-
enden einmal randlich umrillt, Muffenränder von je einer Ritzlinie begleitet, dazwischen
doppelliniges, geritztes Zickzackband; dunkelgrüne, braunfleckige, glänzende Patina, stark
beschädigt, ergänzt; Dm. 6,6X6,8 cm; Di. 0,7X0,9 cm; Br. d. Muffe 0,65 cm (Wa 60/506).
6. Offener Bronzeknotenring am rechten Unterarm (Taf. 34, 7), in regelmäßigen Ab-
ständen 22 kleine rundliche Knoten, mit je fünf bis sechs Punzkreisen verziert; durch
scharfe Schrotlinien von geschweiften Zwischengliedern abgesetzt; kleine, konische Stempel-
enden, Rand durch eine umlaufende, tiefe Furche abgesetzt und mit einer umlaufenden
Reihe feiner Punzstiche verziert; vier über Kreuz stehende, prismatische Längsfurchen
enthielten — wie auch die Randfurche — ursprünglich eine Einlage aus roter Masse, die
in Resten erhalten ist; die Stege zwischen den Furchen tragen je zwei bis vier Längsreihen
feiner Punzstiche; hinter den Stempelenden zwei Wulstrippen, deren äußere mit einer
umlaufenden Punzstichreihe verziert ist; grüne bis braunfleckige, glänzende Patina, Ober-
 
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