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Badische Fundberichte: amtl. Nachrichtenbl. für die ur- u. frühgeschichtl. Forschung Badens — 23.1967

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https://doi.org/10.11588/diglit.44899#0249

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Fundschau 1960—1963: Urnenfelderzeit

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Breisach (Freiburg), Münsterberg. Siedlung
1961: Bei Ausschachtung eines Kanalisationsgrabens auf Grundstück Lgb. Nr. 392/2 in
west-östlicher Richtung wurden drei urnenfelderzeitliche Siedlungsstellen (Hallstatt B)
durchschnitten.
Fundstelle 61/1: Im Südprofil des Grabens war in einer Tiefe von 1,75 m eine
dunklere Einfüllung erkennbar, die sich vom umgebenden Löß deutlich abhob. Aus-
dehnung 3,50 m, Boden der Einfüllung, der nach Westen etwas abgetreppt war, bei
— 3,50 m.
Funde: 1. Randstück eines lederbraunen, glatten Zylinderhalsgefäßes (Fr 61/40)
(Taf. 96, 1). — 2. Oberteil eines braunen, sehr feintonigen Trichterhalsgefäßes mit zwei
Kanneluren auf dem Hals (Fr 61/41) (Taf. 96, 2). — 3. Randstück eines braunen, glatten
Gefäßes mit ausgelegtem Schrägrand (Fr 61/42) (Taf. 96, 3). — 4. Randstück eines
braunen, eiförmigen Schrägrandbechers mit zwei umlaufenden Kanneluren auf dem
Halsfeld (Fr 61/43) (Taf. 96, 4). — 5. Wandstück eines schwarzen, glatten Gefäßes mit
Kanneluren und Schmalrillen (Fr 61/44) (Taf. 96, 5). — 6. Randstück, einer grauschwar-
zen Schale mit Innenrandkannelur und Schmalrillen zwischen zwei geritzten Zickzack-
linien (Fr 61/45) (Taf. 96, 11). — 7. Randstück einer lederbraunen, schwarz gefleckten
Schale mit geritzter Zickzacklinie auf der Innenrandkannelur (Fr 61/46) (Taf. 96, 8). —
8. Randstück einer schwarzen Schale mit tief eingeritzter Zickzacklinie auf der Innen-
randkannelur (Fr 61/47) (Taf. 96, 9). — 9. Randstück einer lederbraunen, glatten Schale
mit zwei Kanneluren unter dem Rand (Fr 61/48) (Taf. 96, 7). — 10. Randstück einer
rotbraunen Schale mit flacher Innenrandkannelur (Fr 61/49) (Taf. 96, 6). — 11. Rand-
stück eines braungrauen, glatten Gefäßes mit Fingernageleindrücken auf dem Rand und
Fingertupfen in der Halskehle (Fr 61/50) (Taf. 96, 10). — 12. Randstück eines braun-
grauen, groben Gefäßes mit Fingertupfen in der Halskehle (Fr 61/51) (Taf. 96, 13). —
13. Randstück eines grauen, groben Gefäßes mit Fingernageleindrücken auf dem Rand
und ovalen Eindrücken auf dem Halsfeld (Fr 61/52) (Taf. 96, 14). — 14. Bruchstück vom
Mittelteil eines mit Dreiecks- und Fischgrätenmustern verzierten Feuerbocks (Fr 61/53)
(Taf. 96, 12). — 15. Randstück eines braungrauen, großen Gefäßes mit Schrägrand
(Fr 61/54). — 16. Grobe, meist braunrote und glatte schwarz-lederbraune Wandscherben
(Fr 61/55). — 17. Hüttenlehmstücke mit Rutenabdrücken (Fr 61/56). — 18. Tier-
knochen zu Fr 61/40 bis Fr 61/56.
Fundstelle 61/2: Etwa 0,50 m östlich der Fundstelle 61/1 zeigte sich im Südprofil
ebenfalls in einer Tiefe von 1,75 m eine weitere, etwa 3,25 m lange Einfüllung, die bis
in eine Tiefe von 2,87 m reichte. Im Westen war die Einfüllung wieder abgetreppt. In
einer Tiefe von 2,50 m zeigten sich im Profil am Westende etwa 0,15 m starke inkohlte
Holzreste, die horizontal in das Profil hineinliefen; vielleicht handelte es sich, um den
Rest eines Balkens. Im Nordprofil waren noch Reste der Einfüllung erkennbar. Der
Kanalisationsgraben hatte also die Einfüllung durchschnitten. Zwischen den Fundstellen
61/1 und 61/2 wurden zwei 0,07 m starke Pfahllöcher beobachtet.
Funde: 1. Braunschwarze, glatte, gewölbte Schale mit einziehendem Unterteil (Fr
61/57) (Taf. 96, 15). — 2. Holzkohlenreste.

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