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Weiss, Gerd [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 22,2): Landkreis Lüneburg — Braunschweig, 1981

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https://doi.org/10.11588/diglit.44750#0092
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Ev. Kirche
Spätgotische Backsteinkirche mit polygo-
nalem Chorschluß und Strebepfeilern aus
dem Ende des 147 Anfang 15. Jh. Im 17. Jh.
(möglicherweise 1691) Erneuerung als Saal-
bau mit Balkendecke. 1873 wird die Kirche
durch neugotische Anbauten eines neuen
Westteils und Westturms erweitert.
Barocke Innenausstattung überwiegend
von 1691: Altaraufsatz mit Statuen und
Akanthusornamenten, Kanzel und Prieche,
Weihetafel von Wittorf, Epitaphe.
Gutshof von Spoercken
Seit derl. Hälfte des 13. Jh. nachgewiesenes
Rittergut, seit 1775 im Besitz der Familie von
Spoercken, davor in wechselndem Besitz
(unter anderem der von Wittorf).
Nördlich der Zufahrt der Wirtschaftshof mit
Nebengebäuden, südlich das barocke Her-
renhaus, ein stattlicher zweigeschossiger
Fachwerkbau unter Mansarddach aus der
Mitte des 18. Jh. Der symmetrische Gebäu-
deaufbau, dessen Mittelachse durch einen

Lüdersburg, ev. Kirche


Lüdersburg, Nr. 27, Pfarrhaus, 2. Drittel 19. Jh.


Dachreiter mit Glockendach und durch die
zweiläufige, leicht geschwungene Freitrep-
pe betont wird, ist durch Anbauten des 19.
und 20. Jh. gestört. Die südliche Längsseite
heute massiv in Ziegelmauerwerk. Schönes
Treppenhaus.
Die Nebengebäude sind überwiegend Roh-
ziegelbauten aus der 2. Hälfte des 19. Jh.
zum Teil mit reicher Gliederung und Dekor.
LÜDERSBURG-BOCKELKATHEN

Die Hofanlagen Bockelkathens liegen aus-
einandergezogen an der Straße Lüdersburg-
Scharnebeck und an einem nach Osten
abzweigenden Feldweg. Zwar entstand der
erste Hof 1654 in der Feldflur des von
Spoercken'schen Gutes in Lüdersburg, je-
doch fand eine eigentliche Aufsiedlung erst
im 19. Jh. statt. Aus dieser Zeit haben sich
einige der Zweiständerbauten (Nr. 40, 42,
47) weitgehend unverändert erhalten.

Südwestlich liegen mit Grevenhorn und
Walmsworth zwei einstellige Höfe des Gu-
tes sowie mit Nr. 15 die zugehörige Schäfe-
rei.

LÜDERSBURG-JÜRGENSTORF

1225 erstmals urkundlich erwähnte Siedlung
auf einer Talsanddüne im Urstromtal der
Elbe.
Die Hofanlagen sind beiderseits der in Nord-
Süd-Richtung kurvig durch den Ort führen-
den Landstraße unregelmäßig angeordnet.
Die Straße wird von den die Grundstücke
der Höfe umschließenden Mauern oder
Hecken begrenzt. Eine Erweiterung des
ursprünglichen Dorfbereiches fand seit
etwa der Mitte des 19. Jh. südlich der Höfe
Nr. 2, 14 entlang der Landstraße nach Ro-
senthal statt. Seit 1826 Entstehung des
Ortsteils Neu-Jürgenstorf.
Die Wohn-, Wirtschaftsgebäude sind bis in
die Mitte des 19. Jh. als Zweiständerbauten
errichtet worden und reichen bis in das

Lüdersburg, ev. Kirche, Innenraum nach Osten



Lüdersburg, Nr. 23, 1736

Lüdersburg, Gut von Spoercken, Herrenhaus


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