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Lucka, Wilhelm [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 27): Landkreis Uelzen — Braunschweig, 1984

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https://doi.org/10.11588/diglit.44438#0137
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wenig jüngeren Vierständerbauten die trauf-
ständige Stellung bevorzugt wird (Golster
Straße 15,1828; 17,1838).
Das dichte dörfliche Erscheinungsbild unter-
stützen auch die zumeist traufständigen Fach-
werk- und Ziegelgebäude an der Nordseite,
sowie kleinere Ställe, Scheunen, Bäume,
Mauern und Zäune, die den Straßenverlauf
begleiten. Unter den Nebengebäuden sind ei-
ne Scheune an der Straße (Golster Straße 22,
1. Hälfte 19. Jh.) und die Scheune und der
Treppenspeicher des etwas abseits gelege-
nen Hofes Golster Straße 36 (1. Hälfte 19. Jh.)
zu erwähnen.
An seinen Rändern wurde der Ort nur unwe-
sentlich erweitert. Um 1870 baute das weiter
östlich gelegene Gut Golste zwei Arbeiter-
wohnhäuser mit zugehörigem Stall am Ost-
rand des Dorfes. Die Ziegelbauten gleichen in
ihrer Gestaltung den Gutsgebäuden (August-
Möller-Straße 4, 6). Um 1910 wurde der Hof
Brüggkamp 7 angelegt, dessen Wohnhaus ei-
ne repräsentative Eingangssituation besitzt.
Abgesehen von einer geschlossenen Gruppe

von Wohnhäusern aus der Zeit um 1910 an
der Straße nach Oldendorf sind die übrigen
Wohnhäuser jüngeren Datums.
NATENDORF-GUT GOLSTE

Ca. 1 km östlich von Natendorf zweigt eine
kurze Allee von der Straße nach Bad Beven-
sen ab und führt in den baumbestandenen Hof
des Gutes Golste. Das Gut wurde um 1870 auf
vorher nicht besiedeltem Gelände gegründet.
Aus der beginnenden 2. Hälfte des 19. Jh.
stammen mehrere Wirtschaftsgebäude und
Wohnhäuser, die weitgehend einheitlich aus
gelbem Ziegelmauerwerk mit roten Ziegelglie-
derungen erbaut sind. An der Nordseite des
Hofes steht, umgeben von alten Bäumen, das
Herrenhaus, ein zweigeschossiger Putzbau
mit klassizistischen Stilelementen (1911, Ar-
chitekt W. Matthies).

NATENDORF-HAARSTORF

Haarstorf ist ein kleines Dorf, dessen Bestand
an Höfen sich bis Mitte des 19. Jh. auf drei re-
duzierte. Die Gebäudegruppen liegen auf ent-
sprechend weitläufigen Grundstücken und
werden von üppigem Baumbestand einge-
grünt. Das Wohnhaus des gutsähnlichen Ho-
fes Nr. 3 (1904) ist ein durch verschiedenarti-
ge Zwerchgiebel, Risalite und Wintergarten
differenzierter Fachwerkbau. Schon 1921 er-
baute sein Besitzer davon eine anspruchsvol-
le Villa. Der Putzbau zeigt eine klare klassi-
zistische Gestaltung (heute Posterholungs-
heim).
NATENDORF-HOHENBÜNSTORF

Das Haufendorf blieb in seiner unregelmäßig
gegliederten, geschlossenen Anlage erhalten
und wurde lediglich am westlichen Ortsrand
durch zwei Hofstellen erweitert. Ein Netz en-
ger Erschließungsstraßen mit zahlreichen
Kreuzungen und Einmündungen durchzieht

Natendorf, Golster Straße 21,1787


Natendorf, Golster Straße nach Osten


Natendorf, Golster Straße 19, 1764


Natendorf, August-Möller Straße 4, 6. um 1870



Natendorf-Gut Golste, Herrenhaus, 1911,
Architekt W. Matthies

Natendorf, Golster Straße 23,1817 Natendorf-Nienbüttel, Gutshof


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