Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 17.1902

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Nach einer Aufnahme
aas dem Jahre 1902
WILHELM BUSCH
Zu seinem siebzigsten Geburtstag (15. April)
Von Theodor Pixis
Ueber Wilhelm Büsch sind bei Gelegenheit Im Herbst 1854 kam Busch nach München
seines55.GeburtstagesindiesenBlättern*) und wurde am 25. November bereits in den
so eingehende Schilderungen bezüglich seines Künstlerverein „Jung-München" aufgenom-
Lebens und Schaffens und seiner beispiellosen men. Anfangs zurückhaltend, kam ihm doch
Erfolge niedergelegt worden, dass es sich mir bald zum Bewusstsein, dass er sich im Kreise
erübrigen kann, darüber jetzt wiederholt zu dieser jungen Künstler mit ihrem frischen,
sprechen. Umsomehr, als seit dieser Zeit ein
Stillstand in seinem Schaffen eingetreten ist.
Es ist wenigstens nicht mehrviel an die Oeffent-
lichkeit gelangt. Der „Nöckergreis" (1893 dem
„Pater Filucus" beigegeben) ist wohl eines der
letzten Produkte in Versen, „Eduards Traum"
und „Der Schmetterling" (1895) sind die letzten
Prosa-Werke.
Wenn der Jubilar beim Herannahen seines
Ehrentages in aller Ruhe und Beschaulichkeit
sein ereignisvolles Leben nochmals im Geiste
an sich vorüberziehen lässt, so wird wohl
die Zeit seines ersten, nahezu zehnjährigen
Münchener Aufenthaltes, von 1854 angefangen,
nicht die letzte Stelle darin einnehmen; haupt-
sächlich dieser Zeit seines Lebens sollen diese
Zeilen gewidmet sein.
Und welch schöne Zeit war das! Die gol-
dene Jugendzeit! Wie Glockengeläute und
Vogelsang am sonnigen Frühlinastag!
b b & ° b WILHELM BUSCH SELBSTBILDNIS
Aus dem Karikaturen-Album der ehemaligen Künstler-
*) >K. f. A.<, II. Jahrg., Heft 14. Vereinigung »Jung-München"


Die Kunst für Alle XVII. 14. 15. April 1903.

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