Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 17.1902

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^g5> VON AUSSTELLUNGEN — KUNSTLITTERATUR <Öä=^

CRFURT. Als Grundstock für ein Museum, in
VON AUSSTELLUNGEN welchem die zahlreichen in der Stadt verstreut
aufbewahrten Kunstgegenstände und Altertümer ver-
UND SAMMLUNGEN einigt werden sollen, sind aus städtischen Mitteln
50000 M. bewilligt worden.
pvÜSSELDORF. Eines der Hauptwerke der Bild-
hauerkunst auf der Deutsch-Nationalen Kunst- DLAUEN. Das Ausstellungs-Programm des hie-
ausstellung, die (a. S. 569 abgebildete) Überlebens- * sigen Kunstvereins weist für Oktober eine Aus-
grosse Figur einer Steinklopferin von Prof. Karl Stellung von Studien, Gemälden seitens der Mit-
Janssen, ist von einem Düsseldorfer Kunstfreunde, gliedsdamen des Kunstvereins unter Führung der
dem Amtsgerichtsrat Dr. A. Marcus, erworben und Landschafterin P. Kell auf, im November und
der städtischen Gemäldegalerie als Geschenk über- Dezember wird die Dresdener Kunstgenossenschaft
wiesen worden. Die Figur soll in Marmor ausgeführt eine Kollektiv-Vorführung von Werken ihrer Mit-
werden, bis zur Fertigstellung kommt das Gips- glieder veranstalten,
modell in der Galerie zur Aufstellung. Für die
Ausstellungslotterie wurden neuerdings Gemälde im KUNSTLITTERATUR
Betrage von 63850 M. erworben. Die bis 31. Juli
an Kunstwerken erzielten Verkäufe beziffern sich Dr. jur. Drathen. Der Rechtsschutz des
im ganzen auf 396125 M. tz. bildenden Künstlers. (München, Verlag der
>Werkstatt der Kunst<, 2 M.)
DRAG. Die Künstlervereinigung „Manes" eröffnet Diese vortreffliche Arbeit — sie ist das mit dem
* am 1. September eine bis zum 2. November Preise ausgezeichnete Ergebniseines Ausschreibens —
dauernde Ausstellung moderner französischer Kunst. stellt in systematischer Weise sehr klar und über-
sichtlich alles das zusammen, was der bildende
]y/[OSKAU. Im September wird hiereine -Seces- Künstler vom Urheber- und Verlagsrecht wissen
sions -Austeilung für Architektur und Kunst- muss. Leider herrscht bei den Künstlern eine
gewerbe eröffnet, die bis Februar 1903 dauern soll. grosse Abneigung, sich mit derartigen rechtlichen
Auseinandersetzungen zu beschäftigen, das moderne
DARMSTADT. Als Geschenk des hiesigen Malers Wirtschaftsleben aber verlangt auch von dem Künst-
W. Bader ist in die Grossherzogliche Gemälde- 1er einige Vertrautheit mit der Gesetzgebung, und
Galerie eine Landschaft »Stilles Thal< des jüngst- wir wüssten in der That ihm in dieser Beziehung
verstorbenen Emil Lugo gelangt. nichts besseres zu empfehlen, als die obige Schrift,
die auch für das in Vorbereitung befindliche neue
ELBERFELD. Die Städtische Gemäldesammlung Kunstgesetz wichtige Anregungen giebt und somit
*^ erwarb ein Gemälde Hans Thoma's >Oelbäume nicht allein über das Bestehende unterrichtet, son-
bei Tivoli«. dern auch das noch zu Erstrebende bezeichnet.


MAX CLARENBACH STILLER TAG
Deutsch-Sationale Kunstausstellung zu Dusseldorf
Redaktionsschluss: 16. August 1902. Ausgabe: 28. August 1902.
Herausgeber: Friedrich Pecht. — Verantwortlicher Redakteur: Fritz Schwartz.
Verlagsanstalt F. Bruckmann a.-g. — Druck von Alphons Bruckmann. Sämtlich in München.
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