Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 25.1909-1910

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VERMISCHTES — PERSONAL-NACHRICHTEN g

') den Eindruck des Ge- reliefs, welche eine Verherrlichung der Segnungen

N drückten zuvermeiden; des Friedens darstellen. Die hier abgebildeten KS

U sie steigt in gewaltiger, Hauptgruppen der ganzen Brunnenanlage sollen eine («

^^^^ kassettierter Wölbung allegorische Verkörperung und ein symbolischer t)

(l über dem Altarbau em- Hinweis auf den Ackerbau und die Viehzucht sein, M

K) por, um sich in voller die die Quellen bildeten, aus denen dem Lande u

\A Breite in einem Ober- Argentinien die materiellen Grundlagen seiner heu- \

/) licht zu öffnen. Die seit- tigen internationalen Bedeutung geflossen sind. (i

U| H| -•••^» U liehen und rückwärti- r\

() I een Teile des Frieses («

() Hb^l ^1 gen Teile de? Frieses [i

» W^M rrdnen den Tän" PERSONAL-NAGHRICHTEN §

\A den des Raumes abge- v

£) wickelt. Eine zweite DERL1N. Von der K. Akademie der Künste. Pro- «

U Skizze, die einen goti- O fessor Dr. Amersdorffer, der als Nachfolger K

?) sehen Kirchenraum des von Prof. Dr. Ludwig Justi zum ersten ständigen W

M Deutschen Museums Sekretär ernannt wurde, hat sein neues Amt nun-

(i .^HHIB^^^^^BiMj darstellt, gibt nur eine mehr angetreten und ist damit Mitglied des Senats \<

W allgemeinere Vorstel- geworden. Uebrigens erhält die Berliner Akademie r)

(i andreas achenbach lung. Es ist zu hoffen, in diesem Jahre auch einen neuen Präsidenten. Denn ff.

^ ,1. Apru laiu daß die Ausfuhrung der nach der Statutenänderung, die 1907 erfolgte, ist die U

U Plane, die in der Hand Wiederwahl des Präsidenten nur zweimal zulässig,

p) Ludwig Hoffmanns liegt, zu einer Weiterfuhrung so daß nach dreijähriger Amtsdauer eine Unter-

M und Verwirklichung im Sinne ihres Urhebers wird. brechung eintreten muß. So scheidet denn zum t)

U G"r- 1. Oktober Prof. Artur Kampf aus seiner Stellung, M

>\ CTUTTGART. Wie schon berichtet, ist der Ent- die er seit 1907 mit außerordentlichem Erfolg (wir f)

ß 0 wurf des hiesigen Bildhauers G. A. Bredow für erinnern nur an die Englische Ausstellung 1908 und N

K den Monumentalbrunnen in Buenos Aires mit dem Französische Ausstellung d. 1.) verwaltete. K

den Monumentalbrunnen in Buenos Aires mit dem Französische Ausstellung d.J.) verwaltete. K

ersten Preis ausgezeichnet worden. Der Entwurf „rcni-M D„- • _ a u-j j_a_»^i

►\ , r c •• ?oo\ „• . • r\RESDEN. Bei seinem Ausscheiden aus dem Amt *,)

>) (s. unsere Abbildungen auf Seite 383) zeigt eine Ii . , . ,. , , ,„. . ~ (i

(i ) 1 ,,• u jr ____ wurde Galenedirektor Woermann zum Ge- M

U langgestreckte elliptische Grundform, welche gewählt heimen Rat ernannt V)

() wurde, um der ganzen Anlage ohne erheblichere .. ' {4

ft Inanspruchnahme der zur Verfügung stehenden [NUSSELDORF. Andreas Achenbach f. Mit f\

(1 Mittel eine gewisse Großzügigkeit der Linienführung einer Würdigung Andreas Achenbachs eröffnete

►) zu sichern. diese Zeitschrift im Jahre 1885 ihren I. Jahrgang; t)

a Bredow hat mit großem Glück versucht, die schon was damals, zur Feier seines 70. Geburtstages über (<

}) vorhandene Freitreppe zur Terrasse, die ein für die selne Ku"st gesagt wurde, hat heute noch Gültig-

V< Gesamtwirkung des Denkmalsplatzes bestimmendes keiti auch heute noch behaupten sich seine Werke U

w architektonischesMotivdarstellt,mitdemzuerstellen- neben denen der Besten. >Mit Andreas Achenbach W

W den Brunnen dadurch in engere und bestimmte beginnt das Morgenrot des Realismus in Deutsch- \

(I Beziehung zu bringen, daß beide nahe zusammen- land> die Betrachtung und Darstellung der Natur in {i

gerückt wurden, so daß von diesem Ensemble, be- ihrer Wahrheit, um ihrer selbst willen*, schrieb da- ►)

(i sonders unter Voraussetzung eines entsprechend mals K- v°n Perfall in dieser Zeitschrift. In der

gärtnerischen Hintergrundes (Baumpflanzung usw.) eigenen Naturerkenntnis fand Achenbach den damals V)

U sowohl von der Terrasse als auch von der Haupt- noch neuen Kunstpfad in einer Zeit, da namentlich

Vi Straße Alvear aus eine ästhetisch einwandfreie ln Dusseldorf die Romantik die Landschaftsmalerei 0

N! Gruppierung der Massen und günstige Ueberschnei- ausschließlich beherrschte; auch das gerade für die f\

A dung der Konturen zu erwarten ist. Der Unterbau Landschaft so bedeutungsvolle Recht der Farbe wurde U

K des Brunnens ist in gestocktem Granit ausgeführt von inm laut und kräftig betont, als man an eine ►)

ö gedacht, die krönenden Figurengruppen in entspre- koloristische Epoche noch nicht dachte. Es muß vi

t) chend getöntem Marmor. Ueber dem langgestreckten, aber auch des gewaltigen schöpferischen Ideenreich- \)

W siebenteiligen Stufenunterbau erhebt sich mitWieder- tums, der fast unerreichbaren Produktionskraft des M

» holung der aufgenommenen Grundrißfigur das eigent- nun hingegangenen Kunstlers, der die deutsche Land- d

N liehe Brunnenbecken, dessen Längsachse durch zwei Schaftsmalerei als ein wirklicher Reformator in so N

d je auf kräftigem Unterbau sich erhebende Figuren- tiefgehender Weise beeinflußt hat, gedacht werden, (i

t) gruppen besondere Betonung erfährt, ein Aufbau- Kaum eine der größeren Galerien wird nicht seinen ►)

U motiv, das in entsprechend abgeschwächtem Maße Namen aufweisen. — Achenbach wurde am 29. Sep- (1

V) auf beiden Seiten in den auf dem Brüstungshalb- tember 18l5in Kasselgeboren und kam nach mancher- 5)

M kränz um eine Fruchtgarbe tanzenden Kinderfiguren Iel Reisen mit seinem Vater, die seinen Sinn für die M

/) ausklingt. Eine durch flache Pilaster und den leben- Landschaft weckten, 1827 an die Düsseldorfer Aka- ()

N digen Rhythmus fallender Wasserstrahlen aufgeteilte demie zu Schirmer. Einen mächtigen Impuls erfuhr

(l Rückwand des Brunnenbeckens verleiht den großen seine Kunst durch Reisen nach Holland und Skandi- d

£\ Figurengruppen der Anlage den notwendigen, tekto- navien und hier prägte sich wohl seine die deutsche K\

G| nischen Zusammenhang und die ästhetisch befrie- Landschaftsmalerei so befruchtende realistische Auf- (4

t) digende architektonische Bindung. Dem eigentlichen fassung der Natur im letzten Grunde aus. ►)

M Brunnenbecken sind an der Vorder- und Rückseite 1V/IÜNCHEN. Der Professor der K. Akademie der ff

(-) ringförmige Ueberfallbecken vorgelagert, die sowohl bildenden Künste in München, Alexander von ()

f> den Aufbau bereichern als auch ein belebendes Wagner, wurde auf sein Ansuchen unter Anerken-

d Wasserspiel von Becken zu Becken ermöglichen. nungseinervorzüglichenDienstleistungin den dauern- CS

Die Kehrseite der zuvor genannten Rückwand zeigt den Ruhestand versetzt. Wagner hat seit 1869 an der K)

in den Zwischenfeldern polychrom behandelte Bronze- Münchener Akademie als Lehrer gewirkt. w

Redaktionsschluß: 12. April 1910 Ausgabe : 28. April 1910

Herausgeber: F.Schwartz. Für die Redaktion verantwortlich: P. Kirchoraber. — Druck und Verlag von F. Bruckmann A.-G.

Sämtlich in München
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