Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 27.1911

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1911 ’ l0-ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU


Eingangstüre der Höheren Töchterschule Architekt: Stadtbaurat Prof. H. Erlwein,
in Dresden. Ausführung: Kühnscherf & Söhne in Dresden,
gebnisse dieses Vorgehens veranschaulichen und das Maß der handwerklichen
Durchbildung insbesondere als dessen Folge kennzeichnen.

Seite 113.
Niedersächsische Fachwerk-
bauten aus Nienburg a. W.

Zu Tafel 95.

1. Haus Cabolet. Das Gebäude stammt aus
dem Jahre 1585; es ist als Herrenhaus des alten
Burgmannshofes der v. Crammschen Familie erbaut
und später in den Besitz der Familie Cabolet über-
gegangen.
Die Grundrißanlage zeigt keine besonderen
Merkmale. Giebel- und Langseiten des großen
Gebäudes sind reich gegliedert; sie zeigen mehr-


Eingangstüre der Höheren Töchterschule.

Mittelstück.

fache Vorkragungen und Profilierungen. Die vor-
tretenden, unten einfach abgerundeten Balkenköpfe
werden durch reich profilierte Konsolen gestützt;
die Zwischenfelder der Balken sind durch Füll-
bretter, die mit Zahnschnitten und Schlitzen ver-
sehen sind, geschlossen. Die Vertikalteilung ist
regelmäßig, die Fenster im oberen und unteren
Geschosse sind anscheinend später eingefügt, denn
Ständer und Riegel sind härter und nicht so sehr
verwittert wie die übrigen Fachwerke. Wahrschein-
lich sind bei dem späteren Einfügen der Fenster
dann auch die abgerundeten Knaggen unter den
Brüstungen und die bogenförmigen Riegel unter
den Balken entfernt.
Die Ausmauerung der Fachwerke stammt aus

Gitter am Eingang
zum Kesselhause der
24. Bezirksschule
in Dresden.


Architekt: Stadtbau-
rat Prof. H. Erlwein,
Ausführung: Max
Steck in Dresden.
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