Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 18.1902-1903

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HANSUNGER ZEICHNUNG FÜR DAS PLAKAT DER

SÄCHSISCHEN KUNSTAUSSTELLUNG

SÄCHSISCHE KUNSTAUSSTELLUNG DRESDEN 1903

dener Künstler umfaßt, recht daran getan,
gleichzeitig eine kleinere Kunstausstellung
ins Leben zu rufen, der sie den Namen
Sächsische Kunstausstellung gegeben hat.
Dieser Name bedeutete ein Programm, inso-
fern nur geborene Sachsen und in Sachsen
lebende Künstler zugelassen werden sollten.
Eine solche Beschränkung war notwendig,
weil auch die Räumlichkeiten im akademi-
schen Ausstellungspalast, die für gewöhnlich
der Sächsische Kunstverein inne hat, nicht
sehr umfänglich sind und weil anderseits
eine umfassende Ludwig Richter-Ausstellung
angeschlossen werden sollte.

Eine Heimatkunst-Ausstellung hat der Name
Sächsische Ausstellung nicht zustande bringen
können. Denn es haben ungefähr hundert
aus Sachsen gebürtige Künstler ihren Wohn-
sitz außerhalb ihres Vaterlandes, darunter
mindestens fünfzig allein in München, während
anderseits eine Reihe hervorragender Künstler
Dresdens aus anderen deutschen Ländern
stammen. Wir nennen nur Robert Diez
(Pösneck i. Th.), Gotthard Kuehl (Lübeck),
Wallot (Oppenheim), Gräbner (Durlach i. B.),

E

'ine gros-
sere
Kunstaus-
stellung in
diesem
Jahre in
Dresden zu
veranstal-
ten, wie sie
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hafter An-
erkennung
1897, 1899
und 1901
stattgefun-
den haben,
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lich,weil der
städtische

DAS AUSSTELLUNGSGEBÄUDE AUF DER Ausstel-
BRÜHL'SCHEN TERRASSE IN DRESDEN
• SÄCHSISCHE KUNSTAUSSTELLUNG * lungspalast

durch die

Deutsche Städte-Ausstellung in Anspruch ge-
nommen ist. Da hat die Dresdener Kunst-
genossenschaft, die jetzt wieder alle Dres-

Die Kunst für Alle XVIII. BS. [. August 1903.

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