Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Hrsg.]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 47.1897-1898

Seite: 108
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Chronik des Bayer. Kunstgewerbevereins.

dieser vielleicht unvermeidliche Uebelstand aus-
geglichen wäre.

Photographische Aufnahmen von Skulpturen
Bambergs speziell des Domes u. a. m. Folio.
Bamberg Gustav Duckstein. Die Kunsthandlung
Gustav Duckstein-Bamberg bringt seit einiger Zeit
eine Reihe photographischer Aufnahmen von Bam-
berger Bauten und Skulpturen in den Handel, welche
durch glückliche Wahl des Standortes des Apparates
wie durch die vorzügliche Durcharbeitung aller Ein-
zelheiten sich auszeichnen und so als sehr geeignete
Bildungsmittel für Aunstinstitute zu empfehlen sind.
Für den kunstliebenden Laien wie auch für den Fach-
mann werden diese Aufnahmen ein nahezu unent-
behrliches Arbeitsmaterial für die Erkenntnis und
Würdigung bayrischer Run st sein, namentlich was
die herrlichen Domskulpturen aus der zweiten Hälfte
des fZ. Jahrhunderts anlangt. Jedoch auch das
spätere Mittelalter und die Zeit des Barock und
Rokoko sind durch treffliche Ausnahmen vertreten.
Die Ausnahmen, deren jede einzeln bezogen werden
kann, gehören zum Besten, was an Photographien
von 'Kunstwerken in der jüngsten Zeit erschien.

Neue Einläufe (Besprechung Vorbehalten):

Lessing, Prof. Gtto. „SchloßAnsbach". Barock-
und Rokoko - Decorationen aus dem XIII. Jahr-
hundert. fOO Lichtdrucktafeln mit einem Borworte.
Lief. \ und 2; 20 Tafeln. Berlag von W. Schultz-
Engelhard in Berlin.

Demiani, Hans. „Frangois Briot, Easpar
Enderlein und das Edelzinn." Berlag von Karl
W. piersemann in Leipzig.

Denkschrift der Innung Leipziger Buchdruckerei-
besitzer. Sächsisch-Thüringische Industrie- und Ge-
werbe-Ausstellung. Leipzig fSsi?.

Ginzel, Adolf, Architekt rc. Stuck-Reliefs eines
Tonnengewölbes aus der »Casa Farnesina« in
Rom. Berlag: Schallehn & Wollbrück. s8s)7. Wien
und Magdeburg.

«I

Briefkasten.

Schlosser 25. B. in G.-F. Um blanke Eisengeräthe gegen
Rost zu schützen, reibt man dieselben mit ivarmein Klauensctt
ein, oder bestreicht sie mit farblosem Lastiua-Uebcrzugslack (zu
beziehen von Zeller & Cie. in Feuerbach, Württemberg); in
beiden Fällen muß der Gegenstand vorher sauber geputzt werden.

gjjtomf M Spillen Künstgkwerökvkreins.

Das Programm für die Bewerbung um pehrlingspreise
pro k8g7/g8 wurde noch unserer letzten Nummer beigelegt. Die
Bedingungen für die Bewerbung sind, daß der Bewerber in
einer Werkstätte eines vereiusmitgliedes in der Zeit
vom st. August ;897 bis 3;. Juli f898 seine Lehr-
zeit beendigt, daß seine Probearbeit innerhalb des
letzten Lehrsahres gefertigt ist und daß er sich zur
Erprobung seiner Anstelligkeit einer kurzen Arbeits-
priifung in fremder Werkstätte unterziehe. Die An-
meldung der Bewerber durch deren Lehrherren hat
bis längstens 3f. Dezember <897 und die Einsendung
der Preisarbeiten bis Samstgg den ;s. April ;898
zu erfolgen; die Preisvertheilung findet am 26. April
statt. — Meldescheine können noch inr
vereinssckretariat erhoben werden.

von dem Wettbewerb um einen
neuen Zeitichriftumschlag liegen (seit
August d. Is.) noch mehrere Ent-
würfe auf dem Vereinssekretariat;
es werden deshalb hiemit jeneTheil-
nehmcr an dem Wettbewerb, über
deren Entwürfe noch keine Ver-
fügung getroffen wurde, gebeten,
dieselben unter Angabe des Kenn-
wortes zurückzuverlangen. Andern-
fallcs müßten die begleitenden Brief-
umschläge zur Ausfitidigmachuug
der Verfasser geöffnet werden.

<5f. Lüster für elektrisches
Glühlicht; Entwurf von
B. wenig.

lvochenversammlungcn. Der Eröffnnngsabend am Dienstag
den 9. November sollte im Wesentlichen heiter-geselliger Unter-
haltung gewidmet sein; um dies auch schon äußerlich zu be-
kunden , war der Saal von einigen opferbereiten
Mitgliedern mit Teppichen und grünem Gezweig
geschmückt worden. Der derzeitige II. Vorstand,
bsofjuwclier Merk, eröffnete die Versammlung mit
einem kurzen Bericht über die Thätigkeit des vor-
statides und des Ausschusses seit dem Schluß der
letztwinterlichen Versammlungen. Er gab zunächst
unter allgemeiner Zustimmung dein Bedauern Aus-
druck, daß der bisherige I. Vorstand, Prof. Rud.
Seitz, dieses sein Amt niedergelcgt hat; „der Verein
verliert damit nicht nur einen bc>
kanntermaaßen befähigte» Leiter,
sondern auch au der Spitze eine
Persönlichkeit, deren Ruf überall
anerkannt ist, deren Name allein
schon dem ganzen Verein einen
Stempel aufdriickt". Weiterhin ge-
dachte der Redner der soinmerlichen
Zusammenkünfte auf dem Spaten-
keller , der Exkursionen und der
Thätigkeit der vereinsorganc. Der
Gesammtausschußhatte iiisgesammt
9 Sitzungen, darunter zwei vertrau-
liche (Vorstandswahl betreffend)
gehalten; außerdem entwickelten
die Kommissionen eine sehr rege

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