Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 47.1897-1898

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Unsere Bilder.

Aushängeschild schamlosen Geldfanges gemacht wird,
an's Tageslicht zu ziehen und Künstler wie Kunst-
handwerker eindringlich zu warnen, vor den Ver-
suchungen solcher Leute, die unter dem Scheine, dem
Kunsthandwerke zu dienen, nur darauf ausgehen,
den Vertreter desselben Geld aus der Tasche zu
locken, und die auch vom anständigen Verlagsbuch-
handel verabscheut werden. P. M.

er „Schwabenkessel", jener große, drei schwä-
bische Sagen verherrlichende Tafelaufsatz von
P* Bruckmann u. Söhne in Peilbronn (vgl. S. 8^
und Tafel 33 und 3^ im Iahr-
Zang f8ß7 der „Zeitschrift des
l'ayer. Kunstgewerbe-Vereins) ist
ln den Besitz eines englischen Kunst-
freundes — Gust. Mellin — über-
Segangen, der ihn in seinem Schlosse
Wickham Pall ausstellen wird.

vorgegangen, bei welchen: ein Entwurf des Archi-
tekten Liier den zweiten Preis und im Gefolge
davon den Auftrag zur Ausführung erhielt.

Der Brunnenstock trägt über einem polirten
Sockel aus rothem Granit vier in Kupfer getriebene
Schalen (von Gottl. Wilhelm) und darüber einen
schlanken Aufbau aus Kupfer und Eisen; vier kräf-
tige Säulen tragen eine Art Baldachin, der aus
Popfen- und Weinranken geflochten ist, und nach
oben in eine Glorie mit dem Stiftungsjahr ausläuft.
Die umfassende Verwendung von Eisen hatte in
diesem ssall ihre besondere Berechtigung, indem der
Stifter des Brunnens dein Pandel mit
Eisen seinen Wohlstand verdankt; die
Stiftung des Brunnens erfolgte zur
Erinnerung an das f OOjähr. Bestehen
der Firma. Die unter dem Baldachin
stehende, von Bildhauer Gun dela ch

—Schmuckstücke. Entwürfe von Bildhauer lsans Schniid.

nsere Qßifber.

Die farbige Tafel (Nr. 5), welche
das vorliegende Pest eröffnet, dient als
Illustration zu den: Aufsatz über die Scherrebeker
Kunstwebereien (S. 7f) ff.), wo das Nähere über den
öargestellten Wandteppich, welcher auf beiden Seiten
genau das gleiche Bild zeigt, zu finden ist. Nach
Kn Zierleisten von Weisgerber und Bek-Grait
(5. 75 unten) und den übrigen Scherrebecker Arbeiten
(2. 77 ff) folgen Innenansichten aus einem gräflichen
pause in München, deren untergedruckter Text durch
öie Notizen auf S. 85 ergänzt wird. Die folgenden
Kümmern f2fi—f33 illustriren die Besprechung der
K)inhart'schen Kupferarbeiten. Der Seite s3H und
W5 abgebildete Monumentalbrunnen auf dem polz-
niarkt in pannover, welchen die Stadt einem ihrer
zer verdankt, ist aus einen: Wettbewerb her-

modellirte Bronzefigur eines Schmiedes, der sich am
Anblick eines soeben aus seiner pände Arbeit hervor-
gegangenen Merkurstabes erfreut, weist noch deutlicher
auf diese Thatsache hiit. — Die nun folgenden Ent-
würfe zu Edelmetallarbeiten {\57—sHs) bedürfen
keiner weiteren Erklärungen, — ebensowenig die die
Buchbesprechungen begleitenden Abb. sq-2—\^7.

Neue Motive zu Lüstern für elektrisches Glüh-
licht bringt B. Wenig in seinen Entwürfen (Abb. s^8,
s5s und s5H), dereit eines (f5p speziell für ein
Vestibül gedacht ist. Den Schluß bilden fünf aus
dein Wettbewerb im Juli d. I. hervorgegangenen
Entwürfe zu den: Nnsschlag dieser Zeitschrift, zun:eist
in starker Verkleinerung; der Mriginalentwurf von
Schmid-Pelm brecht enthält noch in leichter Bleistift-
fkizzirung den Untertitel „Zeitschrift des bayer. Kunst-
gewerbevereins" über den: Bild und die Angaben über
Jahrgang, Monat und peftnummer in je einer senk-
rechten Buchstabenreihe zu beiden Seiten der Zeichnung.

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