Beck, Paul A. [Hrsg.]
Schwäbisches Archiv: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Literatur, Kunst und Kultur Schwabens — 27.1909

Seite: 2
DOI Heft: DOI Artikel: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/schwaebarchiv1909/0018
Lizenz: Freier Zugang - alle Rechte vorbehalten Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
ler, Uöi>(murmu8) ^üriektzr, 8nr(our6u8)
§ ^rnaoll, 6(onra6u8) 8s66r, 6(on-
raäus- Kruk, 4o(tiumi68 ^senbaek, Vlul,
VVovn Vtulbrot, 802 Lpiss, Letiiltbaeli,
VuoZo, NuönZör, 6(onra6us) Kurtensr
Krumbo, 8n6n<l6r8oli8r, 0(onru6u8)
8eliop ! X^(oolun8) kRmtsr, ,Io(Iniiiii68)
iVluiZönbör^, Xöiiiptör, Körstsr, 8(uäol-
lus) ^VsZAer, 2upst H(6in?i6U8) IVö^Zör,
.Io(karms8) bibör, 86r(tlioläu8) N6S86r-
smit, 86li6Mb6N2,^VA86nd6rA,8o2 8Iins-
vvnnp, 6rul 8ehopsn Uiolöriimn (8w!),
8(6inri6U8) Xellörliswilör, 8. 8pilmnn,
IVonInv, VVörii 8e8op, U(6iiiri6U8) äs
NnönminMn, 8(6inricu8) 1Vo8oll, Köbsn,
IViölnnt sutor, U(6inriou8) Ueeko, 8ör-
nouivsr s Xunnönsu, Uintman^ör, ^iliii-
Zer, ambo Ilnkenei', Il6r<mnnnn8) 8g.ör-
tillA, Üo(liunn68) Ki86r, 8u6vli6ll6r,
Uunt^snbruniiöii .losltnnngs) V^iäeiMr,
86r(UioI6n8) Körung, 8(riäörior>8) (II. .
..)...> 6ö XIr:Iiu86ii, Usioko ^inibör-
man, Kri8tuli Oisto, om(r>68) 8i8tmh
iuvönös 8urtör, .... Xi6886lör, !. . .
nin), Wartung ülius Xsrols.
Die Notiz enthält, wie der einleitende
Satz besagt, die Namen derjenigen Bürger,
welche im Falle eines Krieges ins Feld
ziehen müssen, im Gegensatz zu denjenigen,
welche zur Verteidigung der Stadt zu
Hause bleiben können.
Unter Zuhilfenahme der Bürgerliste
und anderer urkundlicher Hilfsmittel ist
es uns ermöglicht, die Träger dieser
Namen und ihre Familien wie auch die
Zeit ihres Vorkommens in Ravensburg
näher kennen zu lernen.
1) Uumpis in kontö: — Humpiß
an der Brugg, wie er in deutschen Ur-
kunden genannt wird, einer Linie des
Humpißgeschlechts angehörig, welche aus
Altdorf-Weingarten stammt (VV88s-Würt-
temberg. Urkundenbuch Bands)VIS. 154:
2. IX. 1264 u. VV88 VII, 41: 25. VII.
1269; in der Bl. Z vom 6. V. 1332 (9)
erscheint Humpisus in ?onlö als Bürger,
desgleichen noch in den Jahren 1340
und 1341.
2) 6. UngöNLnir: ein ritterbürtiges Ge-
schlecht, denn VVW IX, 436: 13. II. 1291:
Ritter Gerloch von Sigmarshofen und
sein Sohn: Heinrich genannt Hagenach.
(Siegler ist: Amman u. Rat von Ravens- !
bürg); derselbe Heinrich Hagenach kommt

13. IX. 1318 als Bürger von Ravens-
burg vor (Urkunde im Staatsarchiv
Stuttgart). Obiger C. Hagenach, offen-
bar Sohn des erwähnten Heinrich Hagen-
ach erscheint als Bürger erstmals Bl. 3.
I. 1336 (1), zuletzt Bl. 31. X. 1347
(93) (S. 41).
3) Ilol(riök) Imlrok: altes Ravens-
burger Geschlecht: VVII8 Vlll, 184: 29.
IX. 1279 eine areu Lummcli im Hole in
Ravensburg. Bl. 17. VI 1326 (27) ein
Nycolans Imhof, Bürge; ebenso Bl. 4.
VII 1348 (10). Die Brüder Uol und
Berthold Imhof erscheinen zusammen
Bl. 27. II 1327 (2) als Bürgen.
4) k. Nui8t6r: Schon W88 Vlll, 250:
13. XII. 1280 ein 6iolu8 Nuistör, an-
gesehener Bürger in Ravensburg, 1V88
IX, 402: XII 1290 derselbe als Ver-
treter des Klosters Baindt; k. iKuistsr
im 1. Eintrag der Bl. 15. IV. 1324 als
Bürge und in der Folge in einer ganzen
Reihe von Einträgen bis 1345. Sein
Bruder Jakob Llamter: Bl. 8. I. 1332
(2) zum erstenmal.
5) L. Llimiör: Diöz. A. (-Rotten-
burger Diözesanarchiv) Bd. VIII, S. 53
und 57: 1329 und 1337 Bürger zu
Ravensburg. Er hat einen gleichnamigen
Sohn, der Bl. 1341 (47) S. 30, Bl.
1350 (42) S. 46 oben, 1362 (22) er-
scheint
8) 0. XrosI: ist Bürge in Bl. 10.1.
1332 (3); derselbe erscheint oft zusammen
mit den berühmten Ravensburger Ge-
schlechter der Humpiß, Holbain und
Wolfegger als Bürge. Die Kröl stammen
ursprünglich ans Saulgau, wo sie das
Ammanamt lange Zeit inne halten, vgl.
Diöz. A. VIII, 13: 22. V. 1302, Ur-
kunde zu Saulgau; auch in Biberach sind

') Bl. 1332 (9) --- Bürgerliste vom Jahre
1332, Xro. 9, d. h. der 9. Bürger, der in diesem
Jahre ausgenommen wurde. Zur Erleichterung
etwaigen Nachschlagens in der Bürgerliste gebe
ich bei Zahlen über 40 noch die Seitenzahl der
Handschnst, welche mit Bleistift paginiert wurde,
an. Es ist hiebei zu beachten, daß zu damaliger
Zeit der Jahresanfang an Weihnacbten (25. XII)
staltsand und die Tage vom 2b. XII—31. XII
daher schon die Ziffer des neuen Jahres er-
hielten, während diele Tage jetzt zum alten Jahre
zu rechnen sind. Diejenigen, welche sich für einen
um Aufnahme ins Bürgerrecht nachsuchenden
Fremden verbürgten, mußten immer schon Stadt-
bürger sein.
loading ...