Beck, Paul A. [Hrsg.]
Schwäbisches Archiv: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Literatur, Kunst und Kultur Schwabens — 27.1909

Seite: 190
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21. OröZorius 8töekloin.
22. 1odÄiui68 Luok, starb 1569, liegt in
der Mitte des Chors begraben.
23. 86ba8tian 1570 Nov. 24.
1593 Jan. 16, seit 1585 Jan. 9,
zugleich Provinzial, gestorben 1596,
liegt im Chor begraben.
24. ^när6U8 Na^or, 1597 Feb. 18, stand
dem Kloster 22 Jahre und 4 Monate
vor, starb 9. März 1618.
25. (Lri8topli 1622 Jan. 1.1630
April 23.
26. 3otiMn OroMlEr, 1640 Apr. 25.
27. .Iobann68 Moolai, 1465 März 23.
1645 Mai 12.
28. I^8a1a8 3otmlui68 Ltorbaob, 1652
Dez. 17. 1658 Nov. 16.
29. ^ntoQM8 a 8t LIi8üa, 1663 Apr. 24.
30. Oion^8iu8 cts 8t. 8Iia, 1666 Aug. 1.
31. Ouviä ab omnibu8 8anoti8, 1v73
Mai 3.
32. ^nZslu8 a Virgin6 Nuria, 1704
Aug. 11.
33. ^rnoIcluL ab a8sumption6 8. N.V.,
1708 April 15.
34. ^vortanu8 a 8t. 6orur6o, 1711
April 24.
35. N6inrg.Zu8 a8t. Lira. 1730 März 10.
36. 7Ao^8w8 a 8t. 8altbu8ars, 1731
Juni 5.
37. N6inraäri8 a. 8t. Ukra, 1735 Juni 6.
38. l?riäoriori8 g. 8t. NurZarotba, 1737
Febr. 8.
39. 6oruräu8 a 8t.lZarbara, 1742Juli17.
40. 1'b6oäulu8 a 8t. Albino, 1752 Aug 31.
41. Vitu8 a 8t. 8uplitio, ? —1808.
kleinere Mitteilungen.
—elc. Nochmals die „Beweinung
Christi" von van Dyk (zu Nr. 2/3 dieser
Zeitschr., S. 31/32 u. 48). Inzwischen wird
noch eine weitere, dem van Dyck zugeschriebene,
also die 6. Darstellung des vorangegebenen
Gegenstandes gemeldet. Herr Oberkirchenrat
Zeller in Mergentheim befindet sich seit bald
50 Jahren im Besitze eines von Maler und
Kunsthändler Maurer alt erworbenen, 50 ein
breiten und 62 am hohen Gemäldes mit dieser
Darstellung auf Leinwand, welches aus der
Gemäldesammlung des Königs Friedrich von
Dänemark bezw. seiner ihm morganatisch am
getrauten Gräfin Danner stammt. Ich selbst
habe das Bild noch nicht gesehen, welches
nach der Photographie einen vorteilhaften Ein-
druck macht. — Soviel steht nun fest, daß
das fragliche Bild in Weingarten —
welches in fehr störender Weife mehrfach, fo bei

Sauter, Grimm w. fälschlich als Pietä bezeichnet
wird — schon in den ersten Jahrzehnten
des vorigen Jahrhunderts aus Wein-
garten verschwunden ist. In einer erst kürz-
lich in der Pfarregistratur von Weingarten vor-
gefundenen „Oopiasx Lrelnvo sxtraeta: Spezi-
fikation der für die jetzige neue Klosterkirche zu
Weingarten verwendeten Materialien rc." wird
das ob dem Maria-Hilf-Altar befindliche Bild
folgendermaßen bezeichnet: „Issus mortuus in
sinn äoanniss!) eornplorantibus ot Nuria.
NaZäaleim (!) von van Dyck", welcher Beschreib-
ung eine spätere Bleistiftnotiz beigefügt ist: „Nach
Stuttgart." Nach Rottenburg a. N. in die neu-
errichtete Domkirche, was auch schon behauptet
worden, ist diese „Beweinung Christi" nicht ge-
kommen. Wohl kam i. I. 1826 dahin aus der
Klosterkirche von Weingarten eine „Grablegung
Christi", eine Kopie nach van Dyck, 9' hoch 4'
breit welche sich jetzt (wohl schon seit der Dom-
restauration vom Jahre 1867) im bischöflichen
Palais befindet. Nach diesen Neuerhebungen
glaube ich jetzt, daß die früher in der Kloster-
kirche von Weingarten befindliche „Beweinung
Christi" frühzeitig nach Ludwigsburg
bezw. nach Stuttgart gekommen und das
im dortigen „Museum der bildenden
Künste", bezw. dessen Gemäldesammlung
befindliche im neuesten Katalog (Verlag
von W. Spemann, 1903) S. 42 unter Ziffer 139
verzeichnete, 236em hohe, 172 em breite Bild
„Beweinung des Leichnams Christi" nach
(!) van Dyck" mit lebensgroßen Figuren auf
Leinwand ist, welches in die kgl. Galerie i. I.
1849 „aus Ludwigsburg" gekommen wäre.
Während dieses Gemälde in den früheren Kata-
logen, so in dem von 1867 neuer Ausgabe,
gedruckt in der Mäntlerschen Hof- und Kanzlei-
buchdruckerei) S. 93 unter Ziff. 333) noch als
unbezweifelter van Dyck läuft, wird es im
neuesten Verzeichnis (nach der Bestimmung des
Professors Lange) nicht mehr als echtes
Werk des Meisters anerkannt und blos noch
als „in der Art des van Dyck" gehalten er-
klärt. Nach diesen Katalogen wäre das Bild eine
Wiederholung des in der kgl. Galerie von Berlin
Nr. 778 befindlichen Stückes, von welchem eine
„Werkstattreplik" — also die 7" — auch in der
Agidienkirche von Nürnberg zu sehen ist. — Das
zweite noch im Jahre 1681 aus der Verlassen-
schaft Bucelins von Feldkirch ins Kloster nach
Weingarten gelangte Werk van Dycks, eine
„Pietä", d. h. die Mutter Gottes mit dem Leich-
nam des Herrn aus dem Schoß, seinerzeit ein
Geschenk des Prinzen Ferdinand Max von Baden
an Bucelin, welches früher in der Prioratskapelle,
von Feldkirch einen Seitenaltar zierte, befand
sich nie in der Klosterkirche von Weingarten und
muß in einem Gelasse des Klosters aufgehängt
gewesen sein. Es ist vollständig spurlos, höchst
wahrscheinlich gleich bei der Klosteraus-
hebung verschwunden, vielleicht nach dem Haag
gekommen, oder auch, wie damals nicht selten,
„entführt" bezw. entwendet worden. — Bei diesem
Anlasse mag es noch von Interesse sein, die
weiteren Bilder kennen zu lernen, welche im
Jahre 1826 von Weingarten in die neuerrichtete
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