Architektonische Rundschau: Skizzenblätter aus allen Gebieten der Baukunst — 27.1911

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Seite 26.

ARCHITEKTONISCHE RUNDSCHAU

1911, 3.

Hamburger Stadtpark. Milchwirtschaft.


in der Achse des Gebäudes von einer Brücke überwölbt, die den
monumentalen Zugang bildet. Eine Korsostraße faßt den Park
ein und schließt ihn zugleich durch ihre doppelten Baumreihen
kräftig gegen die städtische Bebauung ab, die jedoch nur mit
Einfamilienhäusern an die Ringstraße herantreten soll.
An Bauwerken für die verschiedenen Zwecke der Park-
anlage sind vorgesehen: das Hauptrestaurant mit großen Sälen,
Terrassen und Säulenhallen gegen den See hinaus; ihm gegen-
über am anderen Ende des Sees der Kaskadenbau mit Treppen-
anlage; links vom Hauptrestaurant am See gelegen das Cafe
mit kleinem vorgelagertem arkadenumgebenem Hafen, auf der
Landseite in Beziehung zu den stilisierten Gartenanlagen ge-

bracht, die den ganzen Parkteil zwischen Cafe und Haupt-
restaurant ausfüllen; rechts vom Cafe auf der Insel das Boots-
haus; sodann auf der anderen, westlichen Seite des Wiesenplans
auf dem Scheitel der bewaldeten Höhe der Wasserturm, rechts
davon die Milchwirtschaft, links die ländliche Wirtschaft; endlich
noch nach Bedarf über das ganze Bild verstreut Trinkhallen,
Wandelhallen, Pavillons und dergleichen mehr. Die Gärtnerei
liegt außerhalb des eigentlichen Parks südlich vom See zwischen
Kanal und Bahnlinie.
Soweit die perspektivisch dargestellten Entwürfe, die heute
vorliegen, ein Urteil zulassen, ist für die Architektur eine ein-
heitlich durchgeführte Formensprache und Auffassung gewählt,


Hamburger Stadtpark.
Lageplan.

Entwurf von Oberingenieur F. Sperber und Bau-
direktor Prof. Fritz Schumacher in Hamburg.
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