Vereinigung zur Erhaltung Deutscher Burgen [Editor]
Der Burgwart: Mitteilungsbl. d. Deutschen Burgenvereinigung e.V. zum Schutze Historischer Wehrbauten, Schlösser und Wohnbauten — 2.1900-1901

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von -Leixiier üder „Das -Eeden des deurschen Adels bis ZU1N Ausgange des N7ittelalters"; und L. Rroll-
mann in Berlin über „Burgen am Rhein", Ln Lasiel uber „Wilhelm Dilich und sein Burgenwerk",
in ^Aeuruppin über „Deutsche Burgen". Des weiceren gab die vereinigung zu Werbezwecken eine
Anzahl Drucksachen heraus, u. a. einen Marksburgfrchrer und eine Reihenfolge von Marksburgpostkarten.

Für die bisherigen Arbeiten auf der Marksburg (siehe den nachfolgenden Bericht der Grcs-
gruppe Braubach) verbrauchte die 1?ereinigung bisher ungefabr I4OOO Mark. DLese Summe wurde
cheils durch Gchenkungen der Herren Or. Gchröder-^poggelow, Gtto Dorn, Friedheim, von der Heydt
u. s. w. aufgebracht, theils durch die Mitgliederbeitrage, Einnahmen aus dem Verkaufe von Drucksachen
und Eincrittskarten und den regelmaßigen Dorcragsabenden in Berlin. Die von dem Architekcen Bodo
Ebhardr entworfenen Plane zur Wiederherstellung der Marksburg durfte der Vorstand Sr. Majestat
dem Raiser vorlegen, der das größte Inceresie für die Bestrebungen der Vereinigung bekundece.

Die Zahl der Micglieder der ^ereinigung wuchs in ziemlich gleichmaßiger Aufwarcsbewegung
ununterbrochen bis auf Z8ö — darunter 34 Dereine und sonstige Lorporacionen, Provinzial-, Rreis-
und Gemeindevercretungen — im Iuni 1901, (99 traten neu ein seic 1. Ianuar) und zwar sind die
Einzelmitglieder über das ganze deutsche Gprachgebiec verbreicet, vereinzelt auch im Auslande ansassig.
Ausgeschieden sind 18 Mitglieder, durch den Lod verlor die Vereinigung 199O ihren Mitbegründer, Hof-
marschall von Buddenbrock, und Herrn von Larstanjen, im Iahre 1991 Ge. Rönigl. Hoheit den Groß-
herzog Rarl Alexander von Sachsen Weimar und Prof. Lehfeld.

Ueber die Lhatigkeic der Mrcsgruppen Braubach und Frauenstein siehe Burgenschau.


Beiträge zur Beschreibung der Marksburg.

)achdem die Geschichte der Marksburg sowie ihre bauliche
Gestaltung in den „Deutschen Burgen" ') in dem von
der vereinigung zur Erhalmng deucscher Burgen heraus-
gegeben Marksburgführer, sowie in dem Werke Dilichs
(Rheinische Burgen) *) **) ausführlich gewürdigt sind, blieb
doch noch mancher Rest der alcen Ausstattung der Burg unerwahnc,
der sowohl an sich künstlerisches oder archaologisches
Inreresse biecet als auch vorbildlich für Wiederher-

stellung und Aus-
stattung anderer
Burgen oder
mittelalcerlicher
profanbaucen
werden kann.

Betrachcen
wir zunachst die
Ausstattung der
Innenraume, wie
sie jetzt nach theil-

weiser Freilegung und Untersuchung sich zeigen.

Da sind in erster Linie die Raume des
gochischen Pallas. Einfache, wenig gegliederce Holz-
stützen von gucen Derhaltnisien tragen die Decke des
Erdgeschofses, das von der Rüche und Vorraths-
raumen eingenommen wurde.

Abb. 2. Marksburg
Rammconfolen in der !

*) Derlag von Lrnst wasmuth, Berlin ;896 ff.

**) verlag von Franz Lbhardt <L Lo., Berlin lZoo.

7lbb. 2. Marksburg, Ramin im Heinrichsrhurm
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