Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 2): Die Kunstdenkmäler des Kreises Villingen — Freiburg i.Br., 1890

Seite: 40
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kreis viu,ixor;x.

MUNDELFINGEN

Wirthsipidicn

Grabstein
Vortraftkrciiz

Prähistorische Funde. Im Gewann 'Gatten', Waldd ist riet 'Kohlhau', östlich
am Weg nach Opferdingen wurde 1874 ein Grabhügel durchgegraben, in welchem
aber nur Thonscherben enthalten waren. Einige prähistorische Gelassreste fanden
sich auch in der Nahe des Walddistricts 'Bürenholz'. (W.)

Kapelle (altkath.), ursprünglich gothisch, über der Thürc noch ein vierpassiger
0 cu 1 u s.

Im Wirthshaus zur Krone schmiedeiserncs Wirthszeichen (Ende
18. Jhs.).

Kirche werthloser Bau des 18. Jhs. Aus der altern Kirche, welche dieser vor-
ausging, wird 'Unser Frowcn Altar zu Munolfingen' erwähnt 1357 (FU. V No. 550).

Im Chor Grabstein eines Pfarrers, der die Kirche im 18. Jh. gebaut
(Joa. Georg Weltein, gest. 1706). — Vortragkreuz: vorn Crucifixus zwischen
den vier Medaillons, mit dem Pelikan, Madonna, Joh. Evgl., Veronikatuch gez,: 1598.
Der Christus mit auffallend starkem Bart. Rückseite: die vier evangelistischen Zeichen
in vier Medaillons; in der Mitte Schild mit Maria. Leidliche Barockarbeit. —
B a r o ck k e 1 ch mit emaillirten Medaillons, unten Beschauzeichen von Augs-

■t F'R
bürg, mit -

Das an dem Vortragkreuz auftretende Datum 1598 soll sich auch »an der
Kaplanei befinden.

Zwei neuere Häuserinschriften theilt Gutmann, Sehr. d. Vor. v.
Donauesch. II 201—206 mit.

Die Rtäne Hardeck liegt in der Gemeindewaldung Mundelfingen, auf einem
steilen Abhang gegen Aselfingen. Vom Mauerwerk ist nichts mehr sichtbar, alles ist
mit Erdreich überdeckt, doch sind Spuren eines Wallgrabens noch festzustellen. (D.)

NEIDINGEN

GnbMifol Grabhügel. 1845 (oder 46) wurde» in der Nahe von Jur. Cand. Willmann

aus Pfohren Grabhügel ausgegraben. Sie enthielten Stücke von Thongefassen.
Auch ein Schwert mit Heft von Bronze sei gefunden worden. S. Schriften d.
Alterthums-Ver. f. d. Grossh. Baden I 1845, p. 392 und 400. (W.)

Pfarrkirche Pfarrkirclic (Tit. s. Andreae) modern, alt ist nur das romanische Portal

an der Westseite, welches man indessen in den unteren Parthiecn auch erneuert
und durch viel zu hohe Colonnetten entstellt hat. Alt sind ferner die Witrfcl-
capitelle der zwei Säulchcn, die Umspannung des Giebelfeldes mit ihrem Ranken"
Ornament (zur Hüllte), ein Theil des Tympanums mit aufgemaltem Bnrnekornament,
Auch die spatgothisuhc, zum Thurm führende Wendeltreppe blieb erhallen. Der
ältere Bau erwähnt 1500 (FU. IV No. 316).

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