Oechelhäuser, Adolf von; Kraus, Franz Xaver [Hrsg.]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 4,3): Die Kunstdenkmäler der Amtsbezirke Buchen und Adelsheim (Kreis Mosbach) — Tübingen [u.a.], 1901

Seite: 216
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KREIS MOSBACH.

Barock-Umrahmung ein sehr schön gemeisseltes Berlichingen'sches Wappen (w. S.).
Aeusseres und Inneres gleich schmucklos. Der an den polygonen Chor anstossende
Thurm scheint, in seinen untern Theilen wenigstens, ein Rest des altern Gotteshauses
zu sein.

Unter der Kanzel ein schöner Grabstein des im 25. Lebensjahr (1699) ver-
storbenen Lieutenant Johann Philipp von Berlichingen. Die Inschrift in der
Mitte innerhalb einer Cartouche, in den Ecken vier Familienwappen. Die alte Bemalung
neuerdings aufgefrischt.

Seitlich darüber eine sehr grosse barocke Gedenktafel der i. J. 1737 zu
Temesvar in Ungarn verstorbenen und begrabenen Freifrau Louise Charlotte von.
Berlichingen, geborenen Freiin von Freudenberg, Gemahlin des Freiherrn
Friedrich von Berlichingen auf Rossach etc. Die lange Inschrift in der Mitte des Steines
innerhalb einer reich verzierten Cartouche; an den Seiten Pilaster mit je vier Ahnen-
wappen; zu unterst das Berlichingen-Freudenberg'sche Allianz-Wappen. Farben und
Vergoldung ebenfalls erneuert.

ZIMMERN

Römisches Am linken Seckachufer bei der badischen Bahnstation, nahe der Adelsheimer

Gemarkungsgrenze im Boden die Reste einer römischen Ansiedelung (villa rustica).
Der Sage nach soll Adelsheim früher hier gestanden haben. (W.)
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