Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 51.1900-1901

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Festgaben zuin ;2. Marz ;90P

388. Neue Börse in München von Fr. v. Thiersch; Lesezimmer.

sondern auch neuere Malweisen zu Bundesgenossen ge-
wählt wurden. Unter den besseren Einbänden nahm der
Lederschnitt eine durchaus dominierende Stellung ein, -
bald mit, bald ohne Zuhilfenahme von Vergoldung,
Bemalung, Ledertreibarbeit; dazu kamen bei der Mehr-
zahl noch Metallbeschläge, die in einem Hall sogar bis
zu filigran- und Stein-Dekoration gesteigert wurden.

Es ist nicht unsere Absicht, eine Besprechung
und kritische Würdigung der ausgestellten Arbeiten
niederzulegen; es sollen hier nur den in diesen Blättern

gebrachten Abbildungen einige erklärende Worte mit
auf den Weg gegeben werden. Den Reigen eröffnet
die Adresse der bayerischen Benediktinerklöster. Der
Einband (Abb. 389) trägt neben dem Wappen des
Landes die der Alosterstätten, einfach angeordnet, in
kräftigem Lederschnitt ausgeführt; die Schrift des
Textes, in Schwarz, Rot, Gold (wozu bei den Initialen
noch blau und grün tritt), im Stile dem lateinischen
Texte angepaßt, darf als eines der schönsten Beispiele
bezeichnet werden (Abb. ^Os).

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