Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein [Editor]
Die Rheinlande: Vierteljahrsschr. d. Verbandes der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein — 5.1902/​1903

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bei- künstlei-ischen lhätigkeit de<- Male,- und vildhauer nu>- dann
öebi-auch gemacht, wenn kein Seid oochanden ist, wie bei
wohlthätigkeits-, Künstlei-- und Kostümfesten, wenn adel' eine
dei-attige dekorative lhätigkeit reichlich dotiert ist, wie bei fest-
lichen kinrügen von Lürsteri u. s. w., dann wird fast immer
auf die Mitwirkung den Malen und vildhauer gänrlich oer-
richtet. Vie Resultate sind dann gewöhnlich dementsprechend,
eine achtunggebietende Monumentalkunst in allen ihnen vb-
stufungen kann aben nun dunch Zusammenwinken allen Künstler
unten wahnhaft künstlenifchen Oberleitung dunchgefühnt wenden.
Vas vestreben, Malen und Mldhauen von den Monumentalkunst
mehn öden wenigen ausruschliesten, must natünlich ru denselben
Nachteilen sühnen, als wenn man bei kniegenischen kneignissen
Kavallerie und Nntillenie ru Hause behalten und nun die Infantenie
allein in Nktion tneten lassen wollte.
hoffen win, dast die vielen hundenttausende, die all-ähnlich
rur Schmückung von Monumentalbauten fün die schematische
Nufplastenung den fünf Täulenondnungen oerrettelt wenden, in

Zukunft teilweise auch den Malenn und Mldhauenn rufallen
mögen, die imstande sind, an 5telle den Reproduktion, des
Schemas und den Langeweile eine snei enfundene vekonation ru
schaffen, vunch diesen Hinweis auf die fachmännische Lnledlgung
den Kunstangelegenheiten glauben win den weg angedeutet ru
haben, wie die bei jeden Kunstausstellung rum 5chlust auf-
tauchende frage run Unmöglichkeit wenden könnte, und wie
die vielen Maien, denen Lästigkeiten oft mehn bei den vufgaben
den Monumentalkunst henvontneten, ru venanlsssen wänen, ihn
latent nicht ausschliestlich mit den vnfentigung von 5taffelei-
bildenn ru bethätigen.
Sei allen künstlenifchen vngelegenheiten und besondens bei
den Kunstausstellungen bietet sich die schönste Selegenheit, von
den bessenen Unkenntnis gebrauch ru machen, und so schliesten
win mit dem Wunsche, dast die gewist allmählich sich bessennden
Kunstoenhältnisse rum Nutzen und gedeihen den deutschen Kunst
ihne Lnüchte bningen möchten.
Wilhelm Inübnen.

Vom


efremdend, ja unerklärlicb wäre die
Lebnsucbt aller tieferen Künstler nacb
einer vergangenen grofsenKunstepocke,
2. 8. der Renaissance, oder ibre Diebe
dieser Kpocbe, oder ilir Drang, eine

neue von gleicher l'ieke und Lreite 2U scbaben,
wobei sie, bewusst oder unbewusst, aus jener

andern süssen würden, — befremdend, wenn sie
sieb nicbt docb vielleicbt erklären liesse durcb
nie gan^ abgebrocbene geistige De^iebungen,
durcb eine, wenngleicb verborgen, bis auf uns
weitergekübrte l'radition, durcb den Dmstand,
dats jene Dpocbe eine 8tuke ist, auf der wir in
der Entwicklung der Kultur nun einmal sieben,

?rok. Ilans l'korna
Xarlsrnlrs
k'rükIinAsabsnä irn
k'ranlclurter Walci.
^us ctsr vierten
akrssansstellnnA
von W erlcen k' rantr-
kurtsr Xünstlsr.


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