Heidelberger Zeitung — 44.1902 (Januar bis Juni)

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Samstag, 18. Januar 1902.

Meetes Blatt.

44. Jahrgang. — ^ 15.


^c?^ä^r>A

Erscheint täglich, Sonntags auZgenommeu. — PreiS mit Familienblattern monatlich 60 Pfg. in'S Haus gebracht, bei der Expedition und den Zweigstellen abgeholt 40 Pfg. Durch die Post be.

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Deutsches Reich.

— Ein Artikel der amtlichen Berliner Korrespondenz
nber die Polrndkbattc im Preußischen Abgeordnetenhause
stellt fest, dasz von keiner der im Landtag vertretenen
deutschen Partcien und keinen ihrer Preßorgane das Vor-
handensein einer illoyalen staatsgefährlichcn polni -
schen Agitation in Abrede gestellt werde, die auf
das Losreißen der ehemals polnischeu Landesteile vom
Preußischen Staate hinziele. Der Artikel fordert die
Vertreter des Polentums in Preußen auf, sich zu vcr-
gegenwärtigen, daß die Staatsregierung fest entschlossen
ist, bei der eingeschlagenen nationalen Politik in den
Ostmarken mit Stetigkeit und Nachdruck zu beharren,
»nd daß diese Politik dem einmütigen Empfinden aller
Teutschen entspricht. _

Deulscher Weichstag.

Berlin, 17. Januar.

kk" Das Haus genehmigt ohne Debatte die Vorlage be-
treffcnd Verlegung dcr deu t sch - dän is chen Grenze
nn der Norderau und Kjoermühlenau »nd erledigte dann
vhne Erörterung Nechnungssachen.

Hierauf bcgründet nachdem Staatssekretär Dr. Graf
v. Posadowsky sich zur sofortigen Beantwortung be-
reit erklärt haite, Abgeordn. Zubeil (Soz.) die Jntee-
Pellation, welche Maßregeln der Reichskanzler zu er-
gieifen g^denkc, um dcn Folgen der wirts chaftlichen
Krise, die sich in Betriebseinschränkungen, Lohnvcrkür-
SUngen unter Vornahme von Arbeiterentlassungen bemerk--
bar machten, zu begcgncn und dem dadurch hervorgerufcnen
Notstand weiter Volksschichten entgegcnzuwiiken.

Redner schildert in grellcn Farben den Notstand, dem gegen-
über sich die Behörden vollständig unthätig verhalten hätten.
Dian habe in Frankfurt, anstatt die bewilligten winzigen
70 000 Wark zur Linderung der Not zu verwenden, den Ar-
beitern den Gummischlauch zu kosten gegeben, gerade wie man
i!>94 in Berlin die Hungernden mit dem Säbel und dem
Bajonett gesättigt habe. Der Notstand greife angenschcinlich
ü> Berlin mehr nnd mehr nm sich. Erst die Sozialdemokraten
hätten dcr Negiernng Gelegenheit gegeben, der Sache nähcr-
Sutretcn. Die einzelnen Staaten mützten sofort einschreiten.
Ter Arbeitsminister müsse eine fortlaufende Arbeitsstatistik
einrichten, wobei besonders die Znlassung der ausländischen
urbeiter im Auge zu behalten sei. Man müsse den zehnstündi-
8en Maximalarbeitstag einführen. Jn den gnten Zeiten hät-
!sn die Jndustriellen sich wohl gehütet, dem Arbeiter anch mrr
?ülen kleinen Anteil an der aufsteigenden Konjunktur zu ver-
Ichaffea. Man bemühe sich jetzt, die von den Einigungsämtern
Setroffenen Vereiilbarungen umzustohen.

Staatssekretär Dr. Graf von Posadowsky: Sobald
bch die Krisis in ihren Folgcn für den Arbeitnehmer bemerkbar
sdachte, habe ich von sämtlichen verbündcten Regierungen und
ämtlichen Rcichsressorts Auskunft übcr den Stand des
ckrüeitsmarktes erbeten. Der vom laufenden Monate da-
»erte Bcricht der preuhischen Regierung besagt, am stärksten
>ei durch dcn Rückgang der Konjunktur die Metallindustrie
Ptroffen.. Ferner befinden sich in bedrückter Lage die Ccment-,
^hon- und zum Teile auch die Textilindustrie, stellenweise
»Uch Papier- und Zigarrenfabrikation, endlich auch das Bau-
Newerbe. Die Betriebsunternehmcr zeigen sich vielfach bemüht,
prbciterentlafsungcn zu vermeiden. Sie beschränken sich viel-
wch auf die Verkürzung der Arbeitszeit. Jn Berlin beträgt
"le Gesamtzahl der Nichtbeschäftigten 17 100. Die Zahl ver-
fhiiidert sich aber durch zahlreichen Abzug von Berlin. That-
'ächlich bleibcn 7600 Arbeitslose. Aehnliche Bcrichte kiefen
Aus ganz Deutschland cin. Jm ganzen ergiebt sich.solgendes
jvild: ein Teil der befragten Regierungen erklärt, dah
w'beiterentlassungen in gröhereni llmfange überhaupt nicht
Uclttgefunden haben und auch nicht zu erwarten sind. Braun-
läliveig und Sachsen-Koburg nnd Gotha glauben mit weite-
ff» Entlassuiigen rechnen zu müssen; andererseits wird in dem
Bchsischcn Berichte hcrvorgehoben, dah Anzeichen vorhanden
ll»d, daß die geschäftliche Krisis ihren Tiefstand erreicht habe.
ijuch Waldeck glaubt, dah die Verhältnisse sich bessern. Jn

L a n d w i r t s ch a f t ist vielsach A r b e i t e r m a n g el
pstgestellt. Baden berichtet, der geschäftliche Niedergang
oetreffe nicht die gesamte Jndustric, sondern nnr einzelne
sitveige, wie Maschinen-, Holz- und elektrotechnische Jndnstrie,
^ürttemberg und Lübeck berichtcn ähnliches. Jn Hamburg wa-
sOi im Dezember 1901 2000 Arbeiter mehr beschäftigt als
W Vorjahre. Jm Königreich Sachsen ist ein erheblicher als
»rbeitslosigkeit anzusehender Notstand in keinem Teile des
»undes zu erkennen. Jn Hessen kann bon einem erheblichen
s utstaad, wenigstens zur Zeit nicht gesprochen wcrden. Die
jvZialdemokratischen Listen zur Einzeichmmg Arbeitsloser fan-
. durchaus nicht soviel Unterschriften, als man hätte er-
»rten müssen. Der Vorstand der Zentrale für soziale Fürsorge
jä' Berlin hat erklärt, es sei immer gelungcn, wenn man die
^rniittelung der Zentrale in Anspruch genommen habe, für
, itsgelegenheit zn sorgen. Diese sei aber viclfach nicht be-
»vt worden. (Der Staatssekretär wird wiederholt durch Zwi-
furnrnfe Singers unterbrochen.) Wir können uns hier nicht
i^.fr weitgehendc gesetzgeberische Maßrcgeln uiiterhalten, andere
j?ussen Arbeitsgelegenheit schaffcn. (Beifall.) Die Reichspost-
Erwaltung erhöhte ihre Bauthätigkeit im Reiche und hat keine
n rbeiterentlassungen und Lohnkürzungen vorgcnommcn. Mini-
i/f v. Thielen als Chef dcs Rcichsamtcs für Verwaltung der
d^chseisenbahnen hat auch verschiedene Mahnahmcn zugunsten
i>F. Arbeiter getrofscn. Das Reich kann nur vorgehen, so-
kesa etatsmähigen Mittel bewilligt sind. Das ist aber nicht
djichehen. Die ciiic Ursache dcr Krise ist darin zu suchen, dah
lg^ Arbeiter durch die hohen Löhne in die Jndustriezentren ge-
fist, ^urden. Die Vei-suche, sie dami zur Landarbeit zurückzu-
^Oi, immer nnr bescheidcnen Er-folg. Jch halte

gleichwohl jeden Versuch die Freizügigkeit mittelbar oder un-
mittelbar zu beschrünken, für völlig unlogisch. Akan schaffe
für die Landwirtschaft gesunde Verhältnisse, sodah sich die
Arbeiter auf dem Lande wieder wohl fühlen. Der Jndustrie
müssen wir die dringende Mahnung nahelegen, keine Ueberpro-
duktion zu treibcn. Wir gehen in cincm Tempo auf sozial-
pokitischem Gebiete vor, wie kein anderer Staat. Wir versuchen
fortgesetzt die Lage der Arbeiter zu verbessern, soweit das Sache
des Reiches ift u»d wir werden mit allen Arbeiten, die geeignet
sind, Arbeitsloscn Beschäftigung zu verschaffen, so schnell wie
möglich beginnen. Jch gebe mich der Hoffmmg hin, daß es
möglich sein wird, auf dem eingeschlagenen Wege über die
heutige Krise unschwer hinwegzukommen. (Beifall.)

Anf Antrag des Abg. Singer sindet Besprechung statt.

Abg. Dr. Hitze (Zentr.): Der Staatssekretär sehe die
Lagc doch wohl zu optimistisch an; die Verhältnisse lägen doch
recht trübe. Zweifellos habe auch der Bankkrach zur Er-
schütterung der Lage beigetragen. Die Frage der Arbeitslosen-
versiicherung ist schlver zu lösen, sie muß aber schliehlich gelöst
werden.

Abg. Gothein (freis. Ver.) ist gleichfalls der Meinmig,
dah der Staatssekretär die wirtschaftlichen Verhältnisse doch et-
was zu rosig angesehen habc.

Nach 6 Uhr wird die Weiterberatung anf morgen 1 Uhr
vertagt.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn.

Wien, 16. Jan. Schönerer hielt heute in Eger eine
Nede.gegen W o l f. Wenn letzterer einmal öffent-
lich erklart habe, er werde stch eher die Hände abhauen
lassen, als sich von Schönerer trennen, fo sage diefer,
daß er felbst die Trennung vollziehe. Die Altdeutsche Ver-
einignng habe beschlosjen, Wvlf im Falle seiner Wieder-
wahl nicht mehr aufznnehmen.

England.

Londo n, 16. Jan. Die Anwesenheit des holländi-
schen Prenstermlnisters Mynheer DeKuyperinLo n-
d o n, ist so geschickt geheim gehalten worden, daß die
Nachricht davon erst in die Oeffentlichteit gelangte, nach
dem er England wieder verlassen hatte und in Brüssel
ausgetaucht war, wo sein erster Besuch Dr. Leyds nnd den
anderen Vertretern der frnheren südafrikanischen Re-
publik galt. Daß der Besnch des holländischen, in Lon-
don, nebenbei üemerkt, sehr gut angeschriebenen Litaats-
niannes, dem Versnch einer Nernstttlung in der südafri-
kanischen Frage galt, liegt auf der Hand. Wir glauben
aber, versichern zu können, daß der Besuch istcht aus Ein-
tadnng der britischcn Regiernng erfolgt ist, sondern ne-
ben der eigenen Znitiative Mynheer De Knypers, aus den
Wnns ch der Kvnigin Wilhelmine unternonimen wurde.
Eine vorher an das auswärtige Amt in London gerichtete
Anfrage, ob der Besnch, deren Zweck zugleich angegeben
wurde, angeiwmmen werden würde, fand die erhoffte Be-
antwortnng. Ncynheer De Knyper kam jedoch zu gleicher
Zeit nicht als Vertreter der Burenführer; seine Reise war
eben nichts anderes als der Versuch, ohne Veranlassung
von einer oher der anderen Seite der beiden beteiligten
Parteien, eine Grnndlage znr Verständigung zu finden,
um dein Kriege ein Ende zu machen. Wie wir hören,
fand Mynheer De Kuhper lster an den maßgebenden
Stellen die frenndlichste Aufnahme. Es heißt auch, daß
Dr. De Kuyper vom Könige empfangen worden sei. Es
wnrde ihm aber klar gemacht, daß man von bntischer
Seite nnbedingt nstt keinerlei Anträgen hcrvorzutreten
geneigt sei; daß diese von der anderen Seite t'ommen
mnßten; daß allen Verhandlungen die Einstellung der
Feindseligkeiten vorausgehen müsse und daß der Friede
nur auf der bekannten Grundlage der Einverleibnng
des Gelnetes der früheren Republiken nnd der vollständi-
gen llnterwerfnng geschlossen werden könne.

— Der „Standard" begleitet die Entsendung
der Garden zum Kriegsschauplatz mit den Worten:
„An Stellen wo der Wunsch wahrscheinlich Vater des Ge-
dankens ist, ist viel über nnser llnvermögen, die nötigen
Verstärknngen und Ablösungskommandos zn energischer
Durchsührung der Schlußoperationen zn senden, geredet
worden. Dennoch hat man es niöglich gemacht ein Ab-
lösungskommando von 1600 M ann (!) an Regimenter,
welche auß,ergewöhnlich hohö Anfordernngen chetrefss
der Körperbeschaffenheit stellen, in der gewöhnlichen Rei-
henfolge abzusenden."

Däncmark.

K o P e n h a g e n, 16. Jan. Der dänische Oberst
Lindholm, der in Chile angestellt ist, ist hier angekommen.
Er recst nach Iltrecht, um mit dem Prästdenten Krüger
über den Plan, den Bnren Kolonieland in Chile anzu-
bieten, zu verhandeln. Me chilenische Regierung bietet
jedeni Bur freie Reise, siebzig Morgen Land, baren Vor-
schuß nnd viele andere Vorteile.

Aus Stadt und Land.

Heidelber» 18 Januer

)I( Ausstellnng im Kunstverein. Jm Lause dieser Woche
sind eine ganze Reihe wirklich guter Werke, besonders aus den
benachbarten Kunststädten Karlsruhe und Darmstadt eingetros-
fen. Hermann Junker der bekannte Karlsrnher Pferdemaler
sandtc cin Stallinterieur mit aufgeschirrtem Schimmel, ein
meisterhaft studiertes nnd flott behandelteS Bild. W. Schröter-
Karlsrnhc auch ein alter Bekannter, hat zwei seiner feinen
Stlmmnngsbilder gebracht, „Herbst" und „Winterabend", letz-
terer ist besonders bornehm gehalten, der von der unter-

gehenden Sonne rötlich gefärbte Schnee prächtig wicdergegebcn.
Neben diesen Meisterwerkcn finden wir sehr gut gesehcne und
flott gemalte Arbeiten von Max Frey „Bach im Winter", „Vor-
frühling" und „im goldenen Abendschcin" bon M. Lieber-Karls-
rnhe, jiingere Talente, die dcr dortigen Schule alle Ehrc
machen. Prächtige, nnr fnr die Mötive zu gros; gehaltene Land-
schaften sandten H. Schleich-Berlin, „Der Rheingrafenstein",
und Fr. Rumpf-Potsdam „Königswald". Vorzüglich sind anf
dem Schleich'schen Bilde die grohen, ftarren, von der Abend-
sonne beleuchetetenFelsen herausgearbeiset, die sich bon demRe-
genhimmel brillant abheben. Bader-Darmstadt bringt ver-
schiedene interessante Gemälde, „windiges Wetter", „Mclan-
cholie", „Sturm" nnd einen sehr gut gemalten weiblichen Kopf
in mittelalterlicher Tracht. Eine ganz hervorragende Serie
von Tierbildern zeigt uns der belgische Maler G. Bernier-Brüs-
sel, ihm ist es gleich, ob er Pferde, Kühe, Esel, Ziegen oder
Schweine malt, alles ist mit gleicher Liebe durchstudiert und
sehr gut gezeichnet. Die so überaus üppigen Rahmen beein-
trächtigen die Bilder nur zu sehr. Von Lngo, der hier noch in
gutem Andenken steht, sind wieder einige gröhere interessante
Werke eingetroffen, ebenso bon H. von Volkmann-Karlsruhe.
Erwähnt seien hier noch: 11 Oelgcmälde des verstorbenen
Grohh. Bad. Hosmalers Ed. Tenncr-Karlsruhe, der hicr von
früheren Jahren her noch vi'ele Bekannte hat, denen damit
Gelegenheit geboten wäre, eine passcnde Erwerbung zu machen.

Anfängerknrs in National-Stenographie. Laut Anzeige
eröffnet der Verein für Nat.-Stenogrophie einen H. Anfängerkurs
seit Beginn des Jahres. Wir machen darauf anfmerksam, daß
dieser Kursus, dcr jeweils nach dem Abendessen statifindet, ein
rnentgcltlicher ist an dem stch Herren, Damen und ältere Schüler
tetetligen könueu, und daß die Teilnehmer laut Anzeige nur für
Lchkmittel und Heizung aufzukommen haben. Wer in kurzer Zeit
mit wenig Geldaufwand stenographieren lernen will, hat hicr
cine vortrefflicke Gelegenhett.

(!) Sandhansen, 17. Fan. (Beschiverden dcr

C l e kri z i t äts-B e zieh er.) Gestern Abend fand im
Gasthaus znm „Lamm" dalster eine überaus zahlrcich besuchte
Vcrsammlung zur Stellungnahme der Abnchmer des elektrischen
Lichtes bom Werke Wiesloch statt. Das Vorgchen dieses Wer-
kes ist in ncuerer Zeit cin derartiges, das; bcschlossen wurde,
dem Bürgermeister Vollmacht zu erteilen, sümtliche Verträge zu
kündigen. Zum Schlusse wnrde folgende Resolution angenom-
men: „Die unter dem heutigen im Gasthaus zum „Lamm" da-
hier tagende Versammlung in betreff des Vorgchens des Elek-
trizitätswerkes Wiesloch gegen die hiesigen Abnehmer der
„Energie" verwahrt sich ganz entschieden gegen dasselbe, und
beschlieht einstimmig mit allen ihr zn Gebote stehenden Mit-
teln das Werk zu eincm, mit den ursprünglichen Versprechungen
im Verhältnis stehendcn Entgegenkommen zn veranlassen.

öL. Bom Schwarzwnld, 17. Jan. (D i e Schwarz-
wälder H o l z i n d n st r i e) knüpft an die Zollgesetzgebnng
die besten Hoffnungen. Die Konkurrenz des Auslandes habe
sich kanm jemals mehr fühlbar gemacht als jetzt, wo die allge-
meine wirtschaftliche Dcpression die Baulust und damit die
Holzindustrie niederdrücke. Dicse bedürfe bcsonders im
Schwarzwald eines Gegengewichts für die seit Jahrcn in Wirk-
samkeit stehenden Exporterschwernngen nach Frankreich und der
Schweiz infokge dottigcr loesentlicher Erhöhnngen der Ein-
fuhrzöllc auf Hölzer.

Karlsruhe, 16. Jan. (I n de r Gene r alversam m-
lung des b a d. K u n st g e w e r b c v e re i n s) wurde an
Stelle des bcrstorbencn Direktors Götz dessen Nachfolger im
Amt, Knnstgewerbeschuldirektor Professor Hosfacker, znm erstcn,
Professor Franz Sales Meyer zum zweiten Vorsitzenden ge-
wählt. Der Verein bcsteht jetzt aus 66-1 Mitgliedcrn, wovon
242 in Karlsrnhe wohnen._

Verantworlltl, stir ven reoakitoiieUkii Tcil F. Montua lür deu
Fnseratente'l Th. Berkonbusch. bstde i>! öeid-ldera.

F'k6M6rlitLG«!lüü! «t L-WFMM

ttuupwtrLsss 120, 2 Msppoo.

lnstitut rum 2«evlcv rlss Ltulliums krsmilsk" LpraolibL

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lbtsu: 5 gro88s Oslgsmäläs von llmil llugo, Llünokon.

Iklsv: llios Ln^skl von Oolgswüläsu Larlsrnksr Lüostlsr.

HIsvi: llsns Lokleiok, biitr llnwpk, 2 Zrosss Oolgomüiäs
llnä 5 ^gnsrslls.

llorosr: 6 ügusrolis von lloinr 2sruiv, llsrmstsät.
7 LgusrsIIs von 0. 8pitr, llisibnr^.

llortwsI 8 : 8onäsrsllS»tsIIllllZ vou llrnst Iä1sr,(10 llor-
trsits llvä 15 llsoäsobsktsn).

M Ee Leserr

Beschwerden über unpünktliche ZttsteltttNg des

Blaites bitten wir sofort uumittelbar an uns richien zn
wollen.

Expedition dev Heidelbevger Zeitnng.
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