Kraus, Franz Xaver [Editor]
Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 2): Die Kunstdenkmäler des Kreises Villingen — Freiburg i.Br., 1890

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l6 KREIS VILLINGEN.

8) Silbermünze: Schlacht.
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9) Silberne Platte: Orpheus singt den Thieren. V 1606 und 1607

(Paul Vianen aus Utrecht).

10) Eiserne Dose mit Silbereinlage, in Japan geübter Feilenhieb,
Europa sehr grosse Seltenheit.

11) Dolch scheide aus Holz. Die Schnitzereien stellen Scenen aus dem
Leben Goliaths dar (14.—15. Jh.).

12) Silbersiegel eines Klosters Neunkirch.

13) Crucifix aus Bronce aus der Kapelle Thiergarten (12 —13. Jh.).

14) Holzschnitzerei: Venus und Amor.

15) Fundstücke aus dem S. Felixschrein: Münzen, Lamm, Glas
(I 434). Münzen aus dem 15.—17. Jh. Thonperlen.

16) Richterstab aus Hüfingen, Bronze des 17. Jhs.

17) Bronzewappen der Helfenstein.

18) Lehenbecher (15. Jh., gz. H. G. z. F.).

19) Becher, sog. Hansel im Becher.

20) 12 Apos tel 1 öf f e 1.

21) Trink hörn mit Silberbeschläg,

22) Altdeutsche Armbrust mit Elfenbeineinlage.

23) Vier Radschlossflinten, darunter ein Prachtstück mit Elfenbeinein-
lage, Hochrenaissance. Die Einlage zeigt die Buchstaben VS, am Lauf MB.

24) Etliche Hellebarden und eine Schweinsfeder.
[ Waffen Sammlung. Kleine, aber interessante Sammlung alterer und neuerer

Gewehre u. s. f. aus Fürstenbergischem Besitz. Einige der besten Stücke wurden
1888 nach Heiligenberg verbracht (s. oben); unter den noch hier aufbewahrten
sind einige in Elfenbein ausgelegte Büchsen des 16. Jhs. mit Renaissance-
Ornamenten (Inschr.: J. C. Stengl, H. & Balth. Zellner, eine andre mit Job.
Ncureuther, Salzb.), zwei Elfenbein bogen, ein Pistolenkasten Napoleons\
eine E I f e n b e i n d o 1 ch s ch e i d e mit Dolch (Renaissance; ob echt ?), H e 110 -
barden u. s. f. bemerkenswert!),
r- Antiquarische Sammlungen in dem 1868 hergestellten Karlsbau,

dessen unteren Geschossen auch die naturwissenschaftlichen Sammlungen unter-
gebracht sind. Die archäologische Abtheilung enthält Funde aus den Pfahl*
bauansiedlungen des Bodensee's, des Ucberlinger-und Zellersce's, Steinmeissel
und Kelte aus den Lehm-, Geroll- und Torflagern der Baar. Der Bronceperiode
gehüren die Gegenstünde des Hohcnhüwener Fundes von 1872 an. Aus römische"
Niederlassungen sind zahlreiche Reste vorhanden: so vor allem aus dem i
Römerbade zu Hüfmgcn (s. d. Art.); bemalter StUCCO aus Mcsskirch, ebenda!^1'
die Bd. I 396 wiedergegebene Inschrift, eine geschwellte römische Säule aus
Aulfingen; Bruchstücke von Lcgionszicgcln, Gelassen verschiedener Art, Glas, Tho""
perlen, Spielmarken u. dgl.; weiter ein Fragment des Stühlinger Mosaikbodeflj
(s. d. Art. Band III). Die alamannischen Reihengraber zu Döggingo».
Dürrheim, Mauenhcim, Ricdöschingcn , Donaueschingen , Löffingen , Bräunlin^'1
ergaben weitere Fundstücke. Dazu kommen noch dem Mittelalter angehörig1-'

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