Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 47.1931-1932

Seite: 322
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kfa1931_1932/0342
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
B Kunstblbllothek
Staatliche Museen
zu Berlin

ALEXANDER ZSCHOCKE
15ÜSTE PROF. CHR. ROHLFS

KUNST IN DÜSSELDORF 1932

I. HEINEDENKMAL

„Ein Heldenlied hätten. Breker hat in der Tat in der hier abgebil-

deten Figur des in sich hineinsinnenden jungen
Dichters ein prächtig bewegtes Werk von packen-
dem Ausdruck geschaffen. Rein plastisch bot jedoch
Die Entwürfe waren vorübergehend im Ehrenhofe der ..Jüngling" Kolbes, besonders als Umriß, noch

\ oll Flammen und Glitten."

Heine

(Vorspruch zum ..Romanzero")

des die Düsseldorf-Münchener Kunstausstellung mehr. Es ist nicht wahr, daß, wie behauptet wurde,
beherbergenden Kunstpalastes zur Schau gestellt. diese Figur jeden Hinweis auf das Werk des Dich-
Man erinnert sich, daß Georjr Kolbe für seinen ters vermissen lasse. Ich bin davon überzeugt, daß

knienden Jüngling („Aufbruch") den ersten, Arno Kolbe — erinnert sei auch an sein Frankfurter

Breker den zweiten und vierten, Johannes Knubel Heinedcnkmal — in der aufbrechenden, zur Aktion

den dritten Preis erhielt. Die Entscheidung der bereiten feingliedrigen Jünglingsfigur das Wesen

Preisrichter wurde lebhaft umstritten, besonders Heinescher Dichtung unendlich viel besser getrof-

von solchen, die wie Herbert Eulenberg eine Bild- fen hat als die vielen Bildhauer, die das rein Volks-

nisfigur oder Büste dem Sinnbilde vorgezogen tümliche der ,,Loreley" so stark betonten oder

322
loading ...