Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 55.1904-1905

Page: 197
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vom Büchermarkt.

schinenzeitalter zum Trotz, doch auch noch man-
cherlei Arbeiten — und gerade die künstlerisch be-
deutendsten — nicht aus der „Fabrik" hervorgehen.
Dahin gehörten auch die Proben der für die könig-
lichen Schlösser Linderhof, Neuschwanstein und Herren-
chiemsee ausgeführten Arbeiten an Borden, Besätzen,
Quasten, Knöpfen rc. Zugleich fanden Reliquien
der alten Münchener Posamentierkunst Aufstellung:
Zunstpokal, Ranne, Bundeslade.

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"Tv er Wettbewerb ^) berr. Ronzerr- und Gesell-
schaftshaus in Rönigsberg i. Pr. hatte folgen-
des Ergebnis: (.Preis: Architekt Joseph Franke,
Gelsenkirchen; — 2. Preis: Architekt Alwin Gen-
schel, Hannover; — 3. Preis: Architekt Gerrit Em-
mingmann und Reg.-Bauführer Georg petersen,
Berlin; zum Ankauf wurden empfohlen die Ent-
würfe von Architekten Strauß und Caspar, Königs-
berg i. Pr. und von Architekt Joseph weiß, Posen.

^Tu dem Plakatwettbewerb der Deutschen Gesell-
Qs schafc für Volksbader in Berlin waren von
(3l Bewerbern (4(5 Arbeitern eingesandt worden.
Die drei Preise — (000, 600 und qoo RI. — fielen
auf Plakate von Fritz Burger, München, — Rich.
Boehland, Berlin-Schöneberg, — Hans Kober-
stein, Dahlem-Steglitz; drei Arbeiten wurden zum
Preise von je (00 M. angekauft: von wilh. Hoff-
mann, Lauban, — £). Philippi, Hannover, —
Alois Kolb, Murnau (Gberbayern), ferner wurden
drei Plakate durch lobende Erwähnung ausgezeichnet:
von Anton Fries, Darmstadt, — Karl Kunst,
München, — Hans Kob er ft ein, Dahlem-Steglitz.

,^m Wettbewerb für das Realschulgebäude in

Eisleben, nicht in Erlangen, wie unsere
letzte Nummer berichtete, ist zur Ausschreibung ge-
langt; der Irrtum ist dadurch entstanden, daß in
der unserer Notiz zugrunde liegenden Meldung von
der „Erlangung" von Entwürfen rc. die Rede
war, was zu der Verwechslung Anlaß gab.

^ipfias „Journal der Goldschmiedekunst" eröffnet

einen „Konkurrenzwettbewerb" zur Erlangung
einer Vorlagensammlung für den praktischer, Juwelier
und Goldschmied, und zwar in zwei Stufen. Erste
Stufe (für sämtliche Goldschmiede): ein Blatt Schmuck-
entwürfe nach freier Wahl mit zehn verschiedenen
Mustern für den Kleingoldschmied, keine Schablon-
oder Massenware. (Drei Geldpreise: (00, 75 und

*) Wettbewerbe werden stets an dieser Stelle bekannt gegeben! über die
jeweils in Schwebe befindlichen Wettbewerbe gibt der Wettbewerb-Kalender
auf Seite 2 des Anzeigenteils Aufschluß. Soweit die Programme bei der
Redaktion eingelaufen sind, liegen st- auf dem Sekretariat des Bayer. Kunst-
gewerbevereins zu München zur Einsichtnahme durch die vereinsmilglieder
auf; in diesem jall ist die betr. Textnotiz am Schluffe stets mit einem * verleben.

50 M. und als vierter Preis ein Monogrammalbum
hi, wert von 4(4( M.) — Das Preisgericht besteht
aus sämtlichen Abonnenten des Journals, in welchem
sämtliche einlaufenden Entwürfe ohne Namensangabe
veröffentlicht werden. Zweite Stufe (für sämtliche
Goldschmiedelehrlinge): Skizze eines Ringes, dem
auch die praktische Ausführung desselben beigefügt
sein muß. (Drei Preise: 50, 20 und (5 M., weitere
Prämiierungen Vorbehalten.) Einlieferungstermin:
3(. Mai (905. Näheres besagt das von dem Verlag
des genannten Blattes (Leipzig, Her,,,. Schlag Nachf.)
zu beziehende Programm. &

pür das Realgymnasium in Altenessen ist ein
O Wettbewerb seitens des Bürgermeisteramts aus-
geschrieben worden. Einlieferungstermin: \. Juni
(905, drei Preise: 2500, (500 und \000 KL, deren
Gesamtsumme aber auch anders verteilt werden kann;
außerdem ist der Ankauf weiterer Entwürfe zum
Preise von je 500 M. Vorbehalten. — progamme
sind gegen Zahlung von 3 M. vom genannten
Bürgermeisteramt zu beziehen. %

^•ye Schlesische Gesellschaft für vaterländische
Rultur in Breslau beabsichtigt, auf der Mat-
thiasinfel daselbst ein Haus als Mittelpunkt für
ihre wissenschaftlichen Bestrebungen zu er-
richten, und sie schreibt für den Entwurf eineu Wett-
bewerb aus mit drei Preisen ((500, (000 und
750 M.). Die Entwürfe sind spätestens zum (5. Juni
(905 an die genannte Gesellschaft (Weidenstraße 25)
abzusenden, von wo auch das genaue Programm
zu beziehen ist. %

‘Tsic Gesellschaft für vervielfältigende Ru«,st in
Wien schreibt eine Konkurrenz um eine noch
nicht veröffentlichte graphische Griginalarbeit
(Radierung, farbige Lithographie oder Algraphie) aus.
Bildgröße 4(0/50 bis 60/70 cm. Einlieferungstermin:
(5. Mai (905. Der Künstler, für dessen Arbeit sich
die Jury entscheidet, wird mit 2000 bis 5000 M.
honoriert, womit die Gesellschaft das ausschließliche
Vervielfältigungsrecht erwirbt. — Genaue Pro-
gramme versendet die genannte Gesellschaft (Wien VI,
Luftbadgasse (7).

(Vom (Küchermarßi.

(j^yongrün, Arnold. — Neue Ideen für dekorative
Kunst und das Kunstgewerbe. II. Serie, 2q Licht-
drucktafeln (34(: 50 cm) 32 M. — Verlag von Kanter
und Mohr, Berlin.

Die vorgenannten Blätter bilden eine Sammlung
von etwa 300 Motiven, in denen eine weitausgreifende

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