Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 55.1904-1905

Page: 340
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1 cm
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Vom Büchermarkt.

646. Teppichentwurf von Lugen Sa eck, Frankfurt a. M. (Grund moosgrün; Zeichnung: braun, dunkelrot, hellrot.)

verteilt werden dürfe». Nähere Bedingungen sowie
Beschreibung der zu einer Kücheneinrichtung nötigen
Einzelstücke sind von der ausschreibenden Firma
kostenlos zu beziehen. ^

itelblatt der „Deutschen Blätter für Zeichen-
uud Runst-Uttterricht". Preisausschreiben des
Landesvereins preußischer, für höhere Lehranstalten
geprüfter Zeichenlehrer. Das Titelblatt soll in dop-
pelter Größe des Klischees gezeichnet sein; die Klischee-
größe beträgt l9,5/ls cm. Reproduktion in Zinko-
graphie oder Autotypie. Als Text darf der Titel-
kopf nur die Worte „Deutsche Blätter für Zeichen-
und Kunst-Unterricht" enthalten. — Für den besten
Entwurf ist ein Preis von f50 M. ausgefetzt; Ein-
lieferung: 3f. Oktober s903 an Zeichenlehrer Grune-
wald, Bochum, Kanalstraße 30. (Zn dem Preis-
ausschreiben laufen die Ausdrücke „Titelblatt" und
„Titelkopf" nebeneinander her; da sich diese zwei
Begriffe nicht decken, so kann durch solche Unklar-
heit leicht der Erfolg des Ausschreibens in Frage
gestellt werden. Es würde sich sehr empfehlen, den:
„Preisausschreiben" je ein bisheriges Titelblatt der
Zeitschrift beizulegen; dies wäre schon wegen der
Zusammenstimmung von Titelschrift und Textschrist
von Wichtigkeit.)

um Wettbewerb für das Jofö-Rizal-Deukmal

(s. S. 283) wird bekannt gegeben, daß der Ein-
lieferungstermin auf den 30. März hinausgeschoben
worden ist. Die Schriftleitung hat sich daher nach
Manila gewendet, un: von dort das genaue Pro-
gramm zu erlangen, und sie hofft, letzteres in: Laufe
des November im Sekretariat des Bayer. Kunst-
gewerbevereins niederlegen zu können; es blieben
dann für Wettbewerbslustige immerhin gut zwei
Monate zur Bearbeitung der Aufgabe.

(Vom (KüchermarKL.

max v. pecceukofer, Über Ölfarbe und Kon-
servierung der Geinäldegalerien durch das
Regenerationsverfahren. 2. Auflage. Braunschweig
l902. Verlag von Fr. Vieweg 6c Sohn. Preis 5 M.

Durch Neuauflage dieser Schrift hat sich die
Verlagshandlung ein entschiedenes Verdienst er-
worben, denn sie zeigt uns, wie einer der größten
Gelehrten des vorigen Jahrhunderts auf einen: Ge-
biete bahnbrechend vorgeschritten ist, das ihm eigent-
lich vollkommen fern gelegen war. Aber mit dem
intuitiven Blick des Naturforschers hatte er sogleich
Ursache und Wirkung erkannt und die Mittel ge-
funden, un: den auf alten Gemälden vielfach sich
zeigenden Schäden beizukommen, peute ist das nach
pettenkofer benannte Regenerationsverfahren allen
geläufig, und es gibt keinen Gemälderestaurator, der
es nicht anzuwenden verstände. Anders war dies
zur Zeit, als pettenkofer damit an die Öffentlichkeit
trat; denn auch er mußte kämpfen und hatte Wider-
sacher genug, die an der Richtigkeit seiner Beobach-
tungen und Schlüsse zweifelten. Seine Schrift hatte
deshalb vor allen: znm Zweck, mit der den Gelehrten
auszeichnenden Klarheit und Eindringlichkeit die Ur-
sachen bloßzulegen, welche seiner Ansicht nach dein:
Verfall von Gemälden in Betracht komn:en können,
und jene Grundlehren festzustellen, die für Ölfarbe
im allgemeinen und für Ölgemälde im besonderen
geltend sein müßten, pettenkofer gehörte der Kom-
mission an, die im Jahre 1863 infolge sehr ein
schneidender Artikel von Friedrich Pecht in der Süd-
deutschen Zeitung (August (86 s) über den Zustand
der Gemälde in der Alten Pinakothek und in der
Galerie zu Schleißheim vom Kgl. Bayer. Staats-
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