Der Sturm: Monatsschrift für Kultur und die Künste — 18.1927-1928

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Gedichte
Iwan Heilbut
Nacht
Die Stille dröhnt
Baum taust mit gelbem Schlag
Baum saust am Pendel Erde
Schwingen
Roß klammert Mast
schwingt heulich Bögen
heui
pfeifige Flügel Flügel
heui
Einkrampfen Finger in die fluhre Mähne
Schwingen
Erde wiehert wiehert durch Nacht
Haum schweigt Weltheim
An stählern Balken klingen kugelgell
Winden und Sausen und Pfeifen und
Schwingen
Vorüber
Kugelgell
Baum
Schwingen
Vorüber
Kugel gell
Baum
Baum
Baum
Baum Baum Baum
Die Stille dröhnt
dröhnt
dröhnt
dröhnt dröhnt dröhnt

Das Tal
Ein ruhes Tal
Blau hauchen
Wolken hängen tief
Wind weid
Kleewiesenhänge
weiche Herde
Klingsilberflöte
bläst der dunkle Hirt
Bräutlich
Fein kling auf
Grünsilberschaft
du Blüte
Biegsam und wiegsam
beugend du
Kind du
Braut
Fern aus der Nacht
Ich gehe durch die Pracht
blind
Ingesicht
Der Mond gießt in die Nacht
See Frühling
Raureif auf Baum
Im Oben
weißwellen lendenweich
Grunddunkel klopft
dein du von wo
O horch
du Du für mich
Wo du
wo du
Wo

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