Die Gartenkunst — 32.1919

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Technische Fragen.

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Die gebräuchlichsten Kunstformen für Form-
obstgärten. In den Skizzen auf dieser Seite sind
die Baumformen dargestellt, welche für die ratio-
nelle Formobsfzucht, wie sie in Hausgärten, Sie-
delungs- und Kleingärten betrieben werden kann,
vollkommen ausreichen dürften. Sie werden von
den Baumschulen fertig vorgebildet geliefert, und
es lassen sich mit ihnen alle Zwecke erfüllen, die
in solchen Gärten vernünftigerweise angestrebt
werden können. Zu ihrer Erläuterung ist wenig
zu sagen, zumal in diesem Heft an anderer Stelle
ausführlich über die Formobstzucht gesprochen wird.

Die auf dem oberen Teil der Seite dargestellten
Formen genügen eigentlich schon in den meisten

Fällen. Die beiden Palmetten auf dem unteren
Teile machen bereits Zugeständnisse an weiter-
gehende Ansprüche. Da nicht immer vorausgesetzt
werden kann, daß das Verständnis für die Weiter-
bildung solcher Formen bei Besitzern und Nutz-
nießern von Gärten vorhanden ist, so sollte der
Gartenarchitekt sich in der Hauptsache auf die Ver-
wendung der Vervier-Palmetten, einfachen und dop-
pelten U-Formen, senkrechten und wagrechten Schnur-
bäumchen (Cordons) beschränken, und nur aus sol-
chen in Zukunft Formobstgärten zusammenstellen.
Je einfacher die gewählten Grundformen sind, umso
besser ist es für die zukünftige Entwicklung solcher
Gärten. Heilig.

SCI1BÄSE RALMETTE HOHNES PALMETTE

Schematische Darstellung der Kunstformen von Zwergobstbäumen für Formobstgärten.

Für die Schriftleitung verantwortlich: Gartendirektor Heicke, Frankfurt a. M. Selbstverlag der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst.

Druck der Universitätsdruckerei H. Stürtz A. G., Würzburg.
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