Karlinger, Hans [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (3,1): Bezirksamt Ochsenfurt — München, 1911

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Nachträge.

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Nachträge.
Zu S. 11 f. ACHOLSHAUSEN. Wie uns Herr Konservator Dr. Hocx-
Wtirzburg mitteilt, beendet sich südöstlich von Acholshausen ein Burgstall, von dem
noch der Ringgraben, der einen rechteckigen Bering umschließt, erhalten ist.
Zu S. 61. EIBELSTADT. In dem Kirchen- und Pfarrprotokoll 1687h*.
(Stadtarchiv Eibelstadt) fanden wir nachträglich eine Notiz, die sich höchst wahr-
scheinlich auf die S. 61 beschriebene Monstranz bezieht. Demnach wurde 1696
»eine Neue Monstrantz Auspurger(') prob erkaufft vnndt abgeholet zu Würtzburg
bey M. (= Meister) Hanß Jörg Werner Goldtschmidt vnnd Factorn« gegen Dran-
gabe der alten Monstranz »Nürnberger prob«. Außerdem wurde nach Aufzeich-
nungen desselben Protokolls im gleichen Jahre eine silberne Krone für die Madonna
und das Jesukind, »auff Zier vergüldet«, von dem Würzburger Goldschmied N. Bischof!
verfertigt und bei dem Goldschmied Georg Antonio Canio in Würzburg ein paar
silberner Meßkännchen samt Lavaboteller gekauft.
Zu S. 79. ESSFELD. Uber ein uns seinerzeit nicht zugängliches Ziborium
teilt uns Herr Dekan DR. A. AMRHEiN-Eßfeld mit: Muschelwerkrokoko. Beschau-
zeichen Augsburg. Jahresbuchstabei (— 1749—1751). Meistermarke c im Herzschild.
Zu S. 269. TUCKELHAUSEN. Uber die in der Lambertikirche befind-
lichen Mauernischen notieren wir noch folgendes. Nach einer neuerlichen Unter-
suchung des Herrn Pfarrers DR. KELLER in Tückeihausen besaß die untere recht-
eckige Nische Vorrichtungen zum Verschließen. Im Innern derselben ist in das
linke Gewände eine zweite kleinere Nische von 0,20 m Höhe, 0,08 m Breite und o,io m
Tiefe in den Stein eingehauen, deren Ränder ebenfalls mit einem Falz versehen
sind. Zur Rechten und Linken sind zwei Klobenlöcher zu konstatieren, so daß also
die kleinere Nische durch eine Sperrstange verschlossen werden konnte. Die Be-
deutung dieser Nische läßt sich nicht feststellen, vielleicht diente sie zur Auf-
bewahrung der Olgefäße. Bezüglich der oberen, innen durch einen Kleeblattbogen
geschlossenen Nische ergab sich, daß die Mauer an der entsprechenden Stelle außen
mit Ziegeln ausgezwickt ist, so daß also wahrscheinlich nach außen eine Öffnung
vorhanden war. Weitere Untersuchungen sind bei dem gänzlich veränderten Be-
stände nicht zu machen. War eine Öffnung nach außen vorhanden, so diente die
Nische sicher zur Aufstellung eines ewigen Lichtes. Damit wäre dann eine Parallele
zu den im Elsaß öfter auftretenden Okulusfenstern gegeben. (Vgl. darüber die S. 269
zitierte Literatur.)
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