Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur — 23.1907-1908

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-^^> VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN <^5-

sonders seine Soester Landschaften wärtigen Ausstellern vertreten P.
schätzen. Leo Putz, E. R. Weiss, • bayer-Karlsruhe mit Studienköpfen
Ludwig Herterich, L. von Hof- , " und einer >Sphinx^, J. Rehder-
mann und viele andere sind mit 4j? j Hamburg mit einem lebensvollen

guten Werken vertreten, Adele von j ' Gruppenbild >Am Frühstückstisch«
Finck zeigt trotz starker Unaus- / und Einzelbildnissen, L. Wessel-
geglichenheiten viel Talent undJuLii: Düsseldorf mit der ^Klosterwerk-
Wolfthorn hat einige recht gute 1 ; - j( statte«; das figürliche Bild. An Land-
Porträts ausgestellt. Von den Fran- schaffen sind koloristisch feine Win-
zosen mögen Maurice Denis und - I \\ ter- und Seebilder, sowie Interieurs
Charles Guerin genannt sein, -am I : r™"'*/ von J. Dreydorf - Knocke, zwei
die bei mancherlei Wunderlichkeiten stimmungsvolle Landschaften von H.
viele feine Eigenschaften besitzen, deiters-Düsseldorf, eine größere
sowie Felix Vallotton, der neben - Kollektion naturfrischer Schnee-
seh r harten und kalten Porträts und stücke vom Feldberg von H. Disch-
Akten einige ausgezeichnete Inte- rudolf bosselt ler-Freiburg. sowie Werke von Mül-
rieurs geschickt hat. Mit zum Aller- taufmedaille ler . Werlau - Godesberg und F.
besten der Ausstellung gehören die hansen-Brüssel zu sehen. e. v.
Bilder von V. Hammershöi, die mit ihrer diskreten,

verhaltenen Stimmung und mit ihrer gedämpften IJANNOVER. Die Herbstausstellung hannover-
ganz in Grau getauchten Farbe nach dem grellen ^ scher Künstler ist vor kurzem geschlossen und
Farbentaumel besonders einiger französischer söge- weist in ihrer Endbilanz einen vollen idealen, aber
nannter Malereien doppelt wohltuend wirken. Sehr auch einen über Erwarten guten pekuniären Erfolg
viel Kultur spricht aus diesen auf. Von den ausgestellten
Kabinettstücken, aus den Bie- .^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^m Kunstwerken, deren der reich-
dermeierinterieurs, aus den fein /Ii illustrierte Katalog 356 nennt,
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AD. v. HILDEBRAND AD. v. HILDEBRAND

BISMARCKMEDAILLE K BISMARCKMEDAILLE

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voll gewählten Veduten und aus : i - O - ~a::.r-.:m nie von 22.3(55 M.

den Porträts, unter denen einem MHH^^^H^Bl^^HH9HH. verkauft. Die Stadt erwarb für

Damenbildnis der Preis ee- 13,500 M. folgende Kunstwerke:

bührt. Roberts™ ADOLF v. HILDEBRAND « WILHELM BODE MÜLLER-Dachau, -Bauer« und

VON AUSSTELLUNGEN UND SAMMLUNGEN

>Georg Hirschfelds Mutter«;
E. oppler-Berlin, Stilleben; sturtzkopf-Weimar,
Tischlerwerkstatt«; G. Koken - Hannover, ^Land-

A ACHEN. Außergewöhnlich reich ist die Dezem- schaff bei Herrenhausen:; Carl plinke-Hannover,
** berausstellung des Museumsvereines beschickt. Interieur; Voigt • Fölger - Hannover, >Schafe im
Bei einer gut ausgewählten Kollektion des Bildhauers Stall«; modersohn-Worpswede, »Moorlandschaft«;
J. MoEST-Köln sticht besonders Tronnier-Hannover, Bildnis; F.
die fein humoristische, geschnitzte ^^^^ Brauer - Hannover, Kapelle am
Gruppe - Don Quichote und Sancho / N See; E. Baule - Hannover, zwölf
Pansa«, eine >Lady Godiva« (Bux- i Dorfmotive aus Niedersachsen; H.
bäum) und eine jugendliche Mäd- ^H£ra| fr bengen-Hannover, Landschaftund
chenfigur >Gredl« (Gipsmodell) Fischer (Pastellzeichnungen), A.
hervor. Dazu kommen noch zwei Ci Oppler-Paris, ■■> Normannischer
preisgekrönte Modelle zu einem y j£ TW* T^fc • Fischer (Bronze); Claus Meyer-
Brunnen für Cleve, zusammen mit K>^_ / w ^ '' / Düsseldorf, Der Gelehrte«. Zum
Architekt P. bachmann-Köln ver- ^ TT rj. ^ ^ m ersten Male ist bei dieser Ge-
faßt. Gleichsfalls Plastiken und m I legenheit die Stadt, deren vielsei-
zwar Porträts bringt J. Matare- jr . > tige, opferreiche Tätigkeit auf allen
Aachen, der auch zum ersten Male M ß \ J Gebieten der Kunstpflege bereits
mit Gemälden hervortritt. Von an- Ifar^ 7- . / früher einmal an dieser Stelle ein-
deren Aachener Künstlern sind ge- /.. / gehend gewürdigt ist, als Käuferin
diegene Porträts von M. Emonds- ^^j^BB^Ru)!^^ selbständiger Galeriebilder auf den
Alt, Blumenstilleben und Interi- Plan getreten. Bisher wurden aus
eurs von Frl. B. von Waldthau- Hermann hahn kommunalen Mitteln nur Gemälde
sen beachtenswert. Unter den aus- max pettenkofer und Büsten für die Porträtgalerie

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