Zeitschrift für christliche Kunst — 21.1908

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1908. — ZEITSCHRIFT FÜR CHRISTLICHE KUNST — Nr. 7.

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XIV. Jahrh. bereicherte Werk ist im gleichen
Kunstkreis enstanden. Die Edelsteine sind
auf kleinen Arkaden in Kreisen und Rauten
aneinander gereiht, ein ornamentales Motiv,
wie es in gleicher Weise wiederkehrt bei den

Krone der Essener Madonna. Sehr wahr-
scheinlich ist, daß die Krone der hl. Kunigunde
ursprünglich vier Lilienblätter trug, die ähnlich
wie bei der Essener Krone den oberen Rand
überragten. Diese ursprünglichen Zierrate

Abb. 1 und 2. Vorderseite und Deekel eines Reliquienkastens in der Schlolskirche zu Quedlinburg.

Kreismustem der Seidengewebe, deren Kreis-
zwickel in verwandter Art als Ornament charak-
terisiert und herausgehoben wurden. Eigen-
tümlich sind bei dieser Krone die zwischen
den Edelsteinen sitzenden Bügel. Wir finden
sie wieder, bei der später zu besprechenden

wurden dann in gotischer Zeit durch ähnliche
Motive ersetzt. (Vgl. Abb. 3.)

Zu den Elfenbeinen des Quedlinburger
Kastens gehört in unmittelbarster Verwandt-
schaft ein Konsekrationskamm aus der ehe-
maligen SammlungSpitzer im South-Kensington-
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