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Zahrg. 7 Nr.^



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cinr Freiheit unt> Vre«!

, Deodschr«. Herellsgeber: Otw Wetzet.
Schriftleitung: Luther^traße ZL, Telephon 4048
veidettMger Beobachter erfchenv 6 mal wöchentlich und
j^^omtt^ch L.40 RM. Bei Pos^szu^ zuzüglich 36 Pfg.
nehmen die MHLmter mnb Briefträger entgegen. ,
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Vr. 2 / 2. Z«chrga»K

Montage den 4. Januar 1932

Freiverkauf 15 Pfg.

Wie der Marxismus den Weihnachtsfrieden

ausgenutzt hat

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Die völitUeu KiOer Sesemgz Wre« Wrvbmgs MWsk-ReSe

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den Solidaritätskommissionen, in denen die
Frauen vertreten sind, müssen schon jetzt
Küchen zur Massenverpflegung errichtet
werden. Unterschrift Zentraler vorberei-
tender Kampfausschutz der Ruhrarbeiter."

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«exras
Volk
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LleiUriist'

Es steht autzer Frage, daß durch diese
geplante Aktion die KPD mit der RGO sich
auf die Illegalität eingestellt hat. Allerdings
hat man noch nichts davon gehört, datz die
Behörden sofort zugegriffen und Ernstliches
getan Haden, diesen planmäßigen „Putsch"
zu verhindern, was sicherlich rasch geschehen
wäre, wenn es sich um eine nationalsoziali-
stische Aktion handeln würde. Zwar erklä-
ren die dortigen Behörden im Ruhrgebiet,
datz sie an eine Störung der öffentlichen
Ruhe und Ordnung nicht glauben und alle
Maßnahmen getroffen haben, um einem ge-
waltsamen Borgehen der Kommunisten er-
folgreich und rasch entgegentreten zu kön-
nen. Daß die Lage im Ruhrgebiet aber be-
sonders bedrohlich ist, geht schon aus dem

Fehlen jeglicher Reichswehr in den betref-
fenden Bezirken hervor.
Wir wissen, daß solche Unruhen, wie sie
zu Anfang des Jahres im Ruhrgebiet be-
absichtigt sind, auch in vielen anderen Ge-
genden Deutschlands gleichzeitig geplant
werden. Rechnet man die Bürgerkriegs-
hetze der „Eisernen Front" der SPD, des
Reichsbanners und der republikanischen
Verbände hinzu, so kann man ermessen,
welche Dinge zu Anfang des neuen Jahres
in Aussicht stehen.
Es ist nötiger, denn je, datz die national-
sozialistische Beweguna die Augen offen
hält. Denn, wenn auch die Roke Einheits-
front der KPD zunächst vorgibt, gegen die
„Eiserne Front" der SPD zu Kämpfen und
letzterer lediglich gegen den „Faschismus"
gerichtet ist, so ist es doch klar, daß im
entscheidenden Augenblick beide Schulter
an Schulter gegen den Nationalsozialismus
als den Feind, den sie beide tödlich hassen,
stehen.

ZMlMllkk - Mmotk!
Wir sAktkll M WIN„MhMMiM'WGMlWl

AKLon. Me Stafselmiiglieder find zu
verfünffachen. Dieselben sind zu verpflich-
ten, täglich die Beschlüsse des Erwerbslosen-
Msschusses kMrchzusühren. Die Erwerbs-
lvsenausschüssc müssen m Permanenz tagen,
konkrete Verbindungen mit -er örtlichen
'Leitung And Len Betrieben unterhalten und
vor allem die fliegenden Versammlungen
vo: den Betrieben durchführen. Me Bau-
f steilen sind Mlznlegen. Wenn der Streik
l beginnt, zieht eine Baustelle zur anderen
j uni diese stillzulegen.
In alle öMichen Streikleitungen sowie
in die vorbereitenden Kampfausschüsse sind
' Veckrete-- der Frauen und Jugend einzuset-
! zen. Die Jugendlichen müssen als besondere
j Stosstrupps zssammengestellt werden. Sie
Haben vor allem die Aufgabe, auch die Ar-
! beisdienstpflichtigen in den Streik zu führen
und den Berufsschulskreik zu proklamieren.
Bei Streiksmslösung sind Frauen, wenn
nötig,, m MänWrkleidung, in die Betriebe
M ßendM. Die Fra« soll der aktive Kern
für die SolidaiWksbewegung sein. Von

r-i. ^38
münü
1 243
N8 Nälldl

M „eiserne Fron!" gegen
die MtimWalisten.
Die D.A.Z. schreibt dazu folgendes:
Revolutionen oder überhaupt spon-
tane politische Ereignisse können zur
Deutschland nicht stattfinden, da
cAbs'gkeit dergleiche Ruhestörungen
an Weihnachten bis zum 4. Januar be-
kanntlich verboten hat. Im neuen Jahr
aber wird es wahrscheinlich furchtbar
gefährlich werden. Denn bis dorthin
wird die Sozialdemokratie ihre schon an-
gekundigte „Eiserne Front" gegen die
Nationalsozialisten aufgebaut haben. Der
Name ist ausgezeichnet: er erinnert an
die eisernen Divisionen und eisernen
Brigaden, von denen man im Weltkrieg
sprach. Er erinnert ganz von ferne auch
ein bißchen an die „Eisenseiten" Corm-
wells, der den König Karl aus dem
Hause Stuart aufs Schafot gebracht hat.
L(ur schade, daA den Kern der neuen
eisernen Front niemand anders bilden
soll als das Reichsbanner Schwarz-Rok-
Gold, auf das man bisher den Begriff

t genau Bescheid wußten. Man braucht
' Kch regierungsseitig über diesen Streich
' . / » allzu sehr aufregen, denn gerade
von'di-.,'''' Seite her sah inan öesil Trei-
Ichung s°ich«
werden muß.

ruruch,

w„k, . V- Bon dem Mie-
?'a. Alen» ieder Erwerbslose unterrichtet
'r Aathöiv Januar die Erwerbslc'en
'5a, so Wohlfahrtsämter stür-
ben Beginn einer sich
j 'tigernden, wenn nötig, wochenlan-

Zu beweisen, daß wir nicht erfüllen ko,7'
öaß sie auf dem
Standpunkt stehen, doch ja das Ausland
nicht zu vergrämen.
Die Ansprache des Reichspräsidenten
wurde, wie kurz gemeldet, auch noch un-
liebsam unterbrochen.
I!k. Schluffe seiner Rede
ausfuhrte: „Auch heute rufe ich. da
funkten die Kommunisten lustig dazwi-
schen und der Hörer vernahm folgendes:
„Kämpft gegen Rotverordnung und
Hungeiidiktatur! Helft Euch selbst!
gegen jeden Pfennig Lohnab-
bau! Rüstet zum Massenstreik! Nur der
Kommunismus kann uns retten' Ls
lebe die Sowjetunion! Rot Front!"
, Die politischen Kinder Severings hal-
ben sich also ihren besonderen Spaß er-
aubk und sie Haden dieses Mannöver
aus langer Hand vorbereitet. Die Er-
mittlungen gegen die Störer wurde so-
-.lelch ausgenommen. Die angeol chen
Tater werden bereits verhört. So -iel
öah hier Kommunisten am
Werk gewesen sind, die sich in der Tech-
no. des Rundfunks genau auslrennen
und die vor allem über die örtl-chen
der Rundfunkapparakur

Der Reichspräsident von Hindenburg
sprach am Sylvester Abend durch den
Rundfunk a-n das deutsche Volk. Wir
verwarteten, daß er klar und eindeutig
erklären würde, daß das deutsche Boi--,
nicht mehr gewillt ist, die wahnsinnigen
Tribute zu bezalst'en und datz es nun
endlich Schluß mA dieser Ausbeutungs
pcMik sei. Herr -von Hindenburg hat
wM darauf hmgemiesen, daß die Größe
unserer Opfer «ns dazu berechtigten, die
Forderung zu erheben, daß sich das Aus-
land Mserer Gesundung nicht durch Zu-
mutung unmöglicher Leistungen entge-
gerstellt. Im übrigen hat der Reichs-
präsident wie immer das Bolk zur
Einigkeit gemahnt. Wir find durch diese
Rede wieder einmal enttäuscht w rdcn,
umsomehr, -als man schon Tage vorher
in aller Oefsenklichkeit den Herrn
Reichspräsidenten auf die Notwendig-
keit hinwies, seine Neujahrsbvtschaft in
diesem Sinne unserem schwer leidenden
Bolke zu vermitteln. Nun kennen wir
ja die siebenmal klugen und „vorstck
tigen" Berater des Reichspräsidenten
und wissen auch, daß in ihren Köpfen
noch immer die These spuckt, daß wir er- .
füllen müssen, nm durch die Erfüllung s .Verhältnisse

AusvnN " bösartig wäre Er mit dem
, stimmungen oder dem Repu-
würd° ageseh in Konflikt kommen wollte,
"achtsfr^" „behaupte, daß der „Weih-
ausdrücklich mit der Absicht
Zu Er, dem Marxismus Gelegenheit
fortvik-^' Rüstungen in aller Stille
Rätin«»»-" .""b vollenden, während der
lllnasn«Ä"^Esmus durch die Vsrsamm-
selbsty^ Erde. Dem ist
datz nicht so. Tatsache ist aber,
des ^Eicken Pazifisten der SPD und
Kink„?"^"o«."erü ebenso wie die politischen
benutzt „Ruhe" gründlich
ZU -5< b^ben, mehr als verdächtige Pläne
hino?n^r^U- Wiederholt wurde .darauf
. „Eisten A daß gerade in diesen Tagen die
mus gegen den Nationalsvzialis-
Äüro-rk^"^^E wurde und in blutrünstigen r
walt 6?uufrufen ungehindert zur Ge-
ist I-O'dern konnte. Ebenso ungeniert
Kerne lreit»t«ilo« tzer n ^Uimunismus am Werk, offen von
Iiel-elonxuv komm„^^5^uug Zur Tat zu schreiten. Die
Mao- uo<I sich sT^'stst'He Kampfzenkraie sitzt bekannt-
okterwödvl Lil«' der Ä,', langem im Ruhrgebiet, wo sie
r, x ^-ZesinSkis entrückt ist, uni>
AolKpL ^".bort das Elend des werktätigen
ut unä bilii!,^. besonders in die Augen sp.rmgt, bei
'' und in 1''" größte Unterstützung zu finden
iermeister achtet dichtbevölkerten Lande rmbeob-
weiten zu können.
„Zentral/' der kommunistische
.vorbereitende Kampfansschuß der
7-——^ runo ^""«, der soeben seine MobMie-
IkiNk ^),-s5ube! hat und iimGebiet von Hamm
5^'. S^1«Ude/'LL zu einer „Aktion der schaf-
-seiuunk! ^^lhat E aufruft. Zu diesem Zweck
schreibe» x!"ptausschutz einem Rund-
solger.de Richtlinien herausgege-
S und Bedien^ ertast' ^ireik^-slösung sost den Betriebs-
->>e Betri/^,?."' Belegschaft fordert, daß
^Usaqe Altung die bindende schriftliche
2 >urchaeim5.< ^atz die Notverordnung nicht
Ml» Zungen 5,?^ ^sird. Werden diese Bedin-
nnmatermlien ^«fk gesEss^^bmrn^, so tritt die Beleq-
. «uslösuna in den Streik. Am Streik-
-i köixkll ben, das?schon jetzt allen bekanntzuge-
u 88-dtann und Kreitz am 2. und 4. Januar
btrKjtzs^ d am 8. und 6. Januar die
1^'1, darf am ! e^eikerk wird. Kein Betrieb
kl sich bemükwn" anderen warten, jeder muß
xsieton 2163 oUen ch .^r rrste zu sein.
>ramps ^trieben muß von deni aktiven
hj, ^Erwerbslosen gesprochen wer-
u siürmen ^brkSämker und Rathäuser
Beamt»» 'O^stndere Agitation ist unter
am 1 -r betreiben, da auch bei die-
lrelde. ,,nd der Lohnraub beginnt,
endex An,»!., rbekolonnen sind in genn-
„äayl^ Zusammenzustellen. Der
' Januar Erwerbslosen, der ab
p;4>»,tt^.dsn ^abi'^en ist, ist durch Plakate
nll.8k ?,rlsieftzu ^lrmpelstellen Zu popu-
f Noch chxrch fk Aktivität der Erwerbslosen
rstreltz^k stark genug. Von dem Mie-
 
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