Eckhardt, Anton [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (4,1): Bezirksamt Dingolfing — München, 1912

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54

I. B.-A. Dingolfing.

P fa rr kir c h e.

Einrichtung.

Kelche.

Meßkleider.

Pfarrhaus.

Kirche.

Einrichtung.

Schlußsteine mit abgefaster Kante. (Details Fig. 30.) Im Langhaus Flachdecke mit
Hohlkehle, erneuert. Chorbogen ohne Profilierung, spitzbogig verändert. Fenster
spitzbogig, die des Langhauses modern.
Der Baukörper des Langhauses besteht größtenteils noch aus romanischen
Nagelfluhquadern, deren Flöhe 0,20—0,45 m- Im oberen Teil ist das Langhaus auf
der Südseite gegen Westen und Osten in Backsteintechnik ergänzt. An der Süd-
seite des Langhauses Spur eines ehemaligen, vermutlich rundbogigen Einganges.
Auf der Süd- und Nordseite des Langhauses sind die Umrisse von zugesetzten Rund-
bogenfenstern aus der Barockzeit erkennbar. Langhaus ohne Sockel. Bei der Er-
bauung des Chores wurden im unteren Teil Nagelfluhquader, wohl vom ehemaligen
romanischen Chor stammend, mitverwendet. Turm quadratisch mit achtseitigein,
modernem Spitzhelm. Im Erdgeschoß des Turmes gotisches Rippenkreuzgewölbe.
Der Bau ist verputzt.
Einrichtung modern gotisch.
Taufstein spätgotisch, 15. Jahrhundert. Achtseitig. Roter Marmor. Aut
dem Deckel des Taufbeckens unbemalte Holzgruppe der Taufe Christi. Rokoko,
18. Jahrhundert. H. 0,47 m.
Orgelgehäuse Rokoko.
Eingangstür Rokoko.
Kelche. Silber, vergoldet. 1. Mit getriebenem Rokokomuschelwerk. Um 1760.
Beschauzeichen drei Sterne (Dingolfing), Meistermarke P.H., beide im Queroval.
H. 0,248 m. — 2. Mit Fruchtgehängen am Nodus und profiliertem Fuß. Marken:
N und Monogramm TS, beide im Rund. Wohl spätes 18. Jahrhundert. H. 0,205 m-
Meßkleider. Eine weiße und eine rote Casula, Damast mit Blumenstickerei.
18. Jahrhundert.
PFARRHAUS. Holzbau der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

ESCHLBACH.
VN. XXV, 17. — Beiblatt zur »Landshuter Zeitung« 1880, S. 335.
KATH. KIRCHE ST. JOHANNES UND PAULUS. Nebenkirche von
Niederviehbach. Matrikel R., S. 110. — Eberl, S. 17, Anm. ■— Jänner I, 282.
Einheitlicher kleiner Barockbau von 1717 (Inschrift in der Vorhalle: MDCCXVI1).
Chor eingezogen, mit einem Joch und Schluß in drei Seiten des Sechsecks.
Langhaus mit zwei Jochen. Südsakristei am Chor. Westliche Vorhalle. Dachreiter
mit Kuppel im Westen. Im Chor und Langhaus Tonne mit Stichkappen. Im Lang-
haus kleines Deckengemälde: Die hl. Familie.
Einrichtung. Barock, 18. Jahrhundert.
Hochaltar. Stattlicher Aufbau mit vier gewundenen Säulen und reichem
Akanthusschnitzwerk. Statt des Altarblattes bemalte Holzfigur St. Maria mit Kind,
auf der Weltkugel. Gleichzeitig mit dem Altar.
Seitenaltäre einfacher, mit zwei Säulen. Nördlich Altarblatt St. Augustin
und Monika, südlich ebenso St. Thasina und Apollonia.
Kanzel einfach. Mit den Bildern der Evangelisten.
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