Eckhardt, Anton [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (4,1): Bezirksamt Dingolfing — München, 1912

Page: 84
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I. B.-A. Dingolfing.

Pfarrkirche.

Einrichtung.

Grabsteine.

Kelche.

Glocken.

Ehern.
Hofmark.

Kirche.

Westliche Vorhalle. Im Chor und Langhaus Tonnengewölbe mit Stichkappen auf
gefasten gotischen Wandpfeilern, im Langhaus mit aufgemalter gotischer Netzfigu-
ration. Die Wandpfeiler im Chor wurden anläßlich der Chorerhöhung 1740 barock
verändert. Chorbogen rund verändert, gefast. Fenster spitzbogig, mit modernem
Maßwerk. Am Langhaus einmal abgesetzte Strebepfeiler und Dachfries. Turm
quadratisch, mit Achtort und modernem Spitzhelm.
Einrichtung1) größtenteils modern gotisch.
Stuhlwangen und Beichtstuhl barock, nach 1700. Mit Akanthusschnitzwerk.
Grabsteine. In der Sakristei Grabstein mit Relief des Verstorbenen, vor
dem Kruzifix kniend, und Wappen. Inschrift beschädigt. Von 1607. Sandstein.
H. 0,45, Br. o,4S m- — An der Südwand im Langhause. Pfarrer Joh. Wolfgang
Banni, gest. 3. Juli 1754. — An der Nordwand des Chores. Pfarrer J0I1. Jos. Barth.
Pencker, gest. 31. August 1782. Mit Wappen.
Kelche. 1. Silber, mit getriebenem Laub- und Bandwerk. Beschauzeichen
undeutlich, Meistermarke ^ im Rund. Frührokoko. H. 0,238 m. — 2. Silber,
vergoldet. Ohne Marken. Inschrift am Fuß: GO TS ■ HA VS ■ MÄNING 1802.
Klassizistisch. H. 0,23 m.
Glocken. Von 1626. 1. PER FRANCISCVM SCHWILLOT & CLAV-
DIVM VOILLO FVSORES AMBO EX LOT I RIN Gl A NATOS f AD SSS
TRIADIS GLORIAM TRES ISTAE CAMPANAE CVRA & INDVSTRIA
AVGVSTINI KOCH SIGENB VRGENSIS BOII PAROCHI IN MAMING
VNA SVNT REFVSAE MENSE SEPTEMBRI ANNO MDCXXVI (= 1626).
Dchm. 1,05 m. — 2. f S : QOVQZ (!) PARACLITVM f SPIRITVM: f FIAT ff
Dchm. 0,615 m. — 3. f VENERAND VM TVVM VERVM & VNICVM f
FILIVM: FIAT. Dchm. 0,90 m. — 4. f SANCTA MARIA ORA PRO NOBIS
ANNO MDCXXVI (= 1626), sowie PC (wahrscheinlich Franz Chvillot; vgl. S. 50)
mit Glöckchen. Dchm. 0,475 m-
Mehrere schmiedeiserne Grabkreuze aus dem 18. Jahrhundert. (Vgl. Denk-
male der Heimat, 82. Sonderheft zu den »Deutschen Gauen«, Kaufbeuren 1910, S. 74.)
Uber die ehemalige HOFMARK vgl. Wening, Rentamt Landshut, S. 45.

MARKLKOFEN.
MB. III, 31, 32. —- VN. XXX, 275. — Eberl, S. 117. — Bavaria I, 2. Teil,
1060. — Jos. Mathes, Memorialbuch von Marklkofen (Manuskript; im Expositur-
haus von Marklkofen). Aus den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts.
KATH. KIRCHE ST. MARIÄ HIMMELFAHRT. Expositur von
Frontenhausen. Matrikel R., S. 123, 491. — Wening, Rentamt Landshut, S. 154.
Mit Ansicht Tafel 163 (Fig. 58). —• Zimmermann, Kalender III, 548. — Niedermayer,
S. 495> 544, 565, 571, 572- — Bavaria I, 2. Teil, 971. — Sighart II, 435. — Lotz
II, 271. — Beiblatt zur »Landshuter Zeitung« vom i.Nov. 1874. — Heinrich Otte,
Handbuch der kirchlichen Kunst-Archäologie des deutschen Mittelalters, Leipzig
1883®, II, 319. — Jakob, S. 94.
Stattlicher, gotischer Bau mit dreischiffigem Langhaus. Im Kern romanisch,
im 14. und 15. Jahrhundert umgebaut (vgl. S. 88).
*) 1749 ist Johann Georg Heigl, Maler zu Dingolfing, an neuen Seitenaltären tätig. (Kreis-
archiv Landshut, Repert. XLV, Fasz. 104.)
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