Eckhardt, Anton [Editor]; Bayern / Staatsministerium des Innern für Kirchen- und Schul-Angelegenheiten [Editor]
Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern (4,1): Bezirksamt Dingolfing — München, 1912

Page: 60
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6o

I. B.-A. Dingolfing.

Kirche.
Glocken.

Kirche.

Altar.

Holzgruppe.

Glocken.

Bauern-
häuser.

Kirche.

Einrichtung.

Glocken, i. Umschrift in spätgotischen Minuskeln: o f rex gloriae veni cum
pace. Dchm. 0,45 m. — 2. Spätgotisch, ohne Umschrift. Mit Kleeblattfries. Dchm.
0,56 m. (Erwähnt bei Niedermayer, S. 577.)
GEIGENKOFEN.
KATH. KIRCHE ST. MARTIN. Nebenkirche von Kollbach. Matrikel
R., S. 132.
Schlichter, spätgotischer Bau des 15. Jahrhunderts. Im 18. Jahrhundert ver-
ändert. Baureparaturen u. a. 1640 (Kirchenrechnungen im Kreisarchiv Landshut,
Repert. XLV, Fasz. 99).
Chor nicht ausgeschieden. Schluß in drei Polygonseiten. Südsakristei. West-
liche Vorhalle. In das Schiff einspringender Westturm mit Satteldach. Durchlaufende
barocke Flachdecke mit Hohlkehle. In der Sakristei Kreuzrippengewölbe erhalten.
Fenster spitzbogig, mit Nasen.
Altar. Barock, um 1700. Zwei gewundene Säulen mit Weinranken. Statt
des Altarblattes bemalte Holzfigur St. Martin, gleichzeitig mit dem Altar. Zwei Seiten-
figuren.
An der Nordwand bemalte Holzgruppe St. Martin zu Pferd, zu Füßen
kleiner Bettler. Barock, frühes 18. Jahrhundert. H. 0,83 m.
Glocken. 1. Mit gotischer Minuskelumschrift: Anno ■ domynj ■ m • cccc • Ixx •
(= 1470) iar. Dchm. 0,36 m. — 2. Gotisch, ohne Umschrift. Dchm. 0,35 m.
Hölzerne BAUERNHÄUSER mit sog. »Schrot« (= umlaufende Veranda).
Spätes 18. Jahrhundert. Typus von Fig. 82.

GÖTTERSDORF.
KATH. KIRCHE ST. ELISABETH. Nebenkirche von Loiching. Ma-
trikel R., S. 107.
Einheitlicher kleiner Barockbau (Fig. 33), 1692 erbaut (Jahreszahl am Chorge-
wölbe mit dem Wappen der Schleich; Votivtafel im Langhaus).
Eingezogener Chor mit einem Joch und Schluß in drei Sechseckseiten. Nord-
sakristei am Chor. Eingang durch den Westturm. Im Chor Tonne mit Stichkappen.
Langhaus flachgedeckt. Turm mit drei quadratischen Geschossen und achtseitigem
Oberbau. Kuppel mit Restaurationsdatum 1890.
Einrichtung barock, aus der Erbauungszeit der Kirche.
Hochaltar. Mit zwei Säulen und großem seitlichem Ranken werk. Altarblatt
Krönung Mariä.
Südlicher Seitenaltar. Zwei Säulen. Figurenreiches Altarblatt: Tod eines
Bischofs. Am Gebälk Akanthusschnitzwerk.
Kanzel. Mit Säulchen und den Bildern der Evangelisten.
Orgel. 18. Jahrhundert. Einfach.
Im Langhaus Votivtafel von 1692 in schöngeschnitztem Akanthusrabmen.

Votivtafel.
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