Kunst und Künstler: illustrierte Monatsschrift für bildende Kunst und Kunstgewerbe — 19.1921

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«UKTION SNACHRICHTEN

VOM LONDONER
KUNSTMARKT

VersteigerungbeiChristie,
8. Juli. Der Duke of Leeds auf
Hornby Castle ließ seine zehn
großen Conalettos versteigern, alten Familienbesitz. Sie
brachten folgende Preise: Nr. i und 2: „Vermählung des
Dogen mit dem Meere" und „Regatta am 4. März 1709": 3700
Guineas. — Nr. 3 : Piazza San Marco, Nr. 4: Piazza San Marco
je 1000 Guineas. — Nr. 5: Markuskirche, Nr. 6: Dogenpalast
je 1300 Guineas. — Nr. 7: Canale grande mit Rialtobrücke,
Nr. 8: Canale grande mit Fischmarkt je 900 Guineas. —
Nr. 9: Dogana di Mare, Nr. 10: Seitenkanal je 1000 Guineas.

Versteigerung der Sammlung Sir Thomas Glen-
Coats. Christies. 2. Juli 1920. Die Sammlung enthielt
im wesentlichen Bilder der Barbizon-Schule und
englische Bildnisse des achtzehnten Jahrhunderts.
Zwei Gruppenbilder aus anderem Besitze, eins von
Reynolds, das andere von Raeburn, erzielten sehr
hohe Preise: Reynolds, Lebensgroßes Doppelbildnis
des Earl und des Countess ofEly: 10800 Guineas.
Das Bild, 1781 gemalt, brachte auf der Auktion
Ely im Jahre 1891 nur 620 Guineas. Es gehörte
zuletzt Herrn Alexander Zygomalas. Jetziger Be-
sitzer: Firma Davis Brothers.- — Raeburn, Drei
Kinder, Reginald George Macdonald of Clandanald
mit seinen Brüdern in einer Landschaft: 20000
Guineas. Käufer: Firma Davis Brothers; gegen
Sulley, Agnew und Knoedler. 1895 in Burlington,
1899 in Guildhall ausgestellt, war es ziemlich
bekannt. Der letzte Besitzer, Frank Ernest Hills,
in Genshurst, hatte es bei Agnew für nicht ganz
2000 Guineas erworben.

Von den übrigen Verkäufen notieren wir: Law-
rence, Sir Charles Cockerell mit Familie, fünf Figu-
ren: 3000 Guineas. — Raeburn, Mrs. John Ruther-
ford in weißem Musselinkleid: 2100 Guineas. —
Raeburn, John Rutherford of Edgerston: 400 Gui-
neas. — Romney, Mrs. Marwood in grünem Kleid:
800 Guineas — Hoppner, Mrs. Augustus Philips:
1050 Guineas. — Cosway, Mrs. Casamayor: 4000
Guineas. — Gainsborough, Mrs. Barrick, in schwar-
zem Kleide: 1000 Guineas. — Daubignv, Fluß-
landschaft: 720 Guineas. — Harpignies, Das Tal
(1897 gemalt): 650 Guineas. — Corot, Waldlich-
tung: 1300 Guineas (im Jahre 1908 war dieses
Bild auf der Auktion Roberts mit 2150 Guineas
bezahlt worden). — Corot, Wiesen am Fluß: 3600
Guineas.—Jacob Maris, Dordrecht: 1850 Guineas.
— Matthis Maris, Die junge Köchin (gemalt 1871):
3200 Guineas. — Matthis Maris, Zauberwald (Zeich-
nung): 420 Guineas. — Matthis Maris, Rettungs-
hafen: 1900 Guineas (brachte 1908 auf der Auktion
Tatham 2580 Guineas). — Monticelli, Tempel-
ruinen: 780 Guineas. — Dupre, Pdturage pres de

l'Oise: 640 Guineas (brachte 1914 auf der Auktion Archi-
bald Coats 2100 Guineas l). — Raeburn, Mrs. Mac Leod:
4800 Guineas. — Romney, Miss Francis E. Sage: 1900
Guineas. — David Wilkie, Des Pächters Samstag-Abend (1837):
900 Guineas. — David Wilkie, Brauttoilette (1838): 800
Guineas.

KÖLN

Im Kunst- und Auktionshaus werden am 20. und 21.
Oktober Gemälde alter Meister aus mitteldeutschem Privat-
besitz und Handzeichnungen und Stiche alter Meister aus dem
Besitz des Geheimrats Küpper, Elberfeld versteigert. Unter
den Bildern sind bevorzugt niederländische und deutsche
Meister, doch fehlen auch nicht Werke der französischen und
englischen Kunst. Die Sammlung der Handzeichnungen ent-
hält vor allem Arbeiten deutscher und niederländischer Meister.

RUDOLF GROSSMANN, DER DICHTER. FARBIGE RADIERUNG

MIT ERLAUBNIS VON PAUL CASSIRER, BERLIN

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