Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 53.1902-1903

Page: 301
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Bildwerke schlesischer Kunstdenkmüler.

KikdwerKe scßkesrscher
denßmaker?)

as mit bedeutendein Aufwands im Auf-
träge des Provinzial-Ausschusses von
Schlesien hcrgcftellte Tafelwerk mit er-
klärendem Text erfüllt den vielseitig lange
gehegten Wunsch, die schlesischen Aunst-
denkmäler durch gute Abbildungen einem größeren
Ureise zugänglich zu machen, und damit zugleich den
Zweck, der künstlerisch hervorragendsten Landschaft
der Ostmarken zu der ihr gebührenden Stellung in
der deutschen Aunstgeschichte zu verhelfen.

Der Verfasser, als langjähriger Konservator der
schlesischen Aunstdenkmäler und deshalb genauer
Aenner der Provinz, durste sich wohl für die ihm
obliegende Aufgabe ein weites Ziel stecken und hat
dasselbe, soweit es die bereitgestellten Wittel zuließen,
auch wohl erreicht. Das Tafelwerk enthält Grund-
risse, Schnitte, eine Anzahl Schaubilder und Einzel-
heiten in vortrefflichen zeichnerischen Darstellungen,
die Znnenperspektiven meist in photographischen Ori-

i) Bearbeitet von Ejans Lutsch, Geh. Reg.-Rat und Kon-
servator der Kunstdenkmäler des jdreuß. Staates. (232 Tafeln
und Text, Breslau ^903.)

5t-. Festkarte von Gg. kfalmhuber, Stuttgart.

5t8. Hochzeits-Tischkarte (Rückseite) von Gg. Halm-
Huber, Stuttgart.

ginalaufnahmen, ebenso das Figürliche, soweit es
erreichbar war, andernfalls, wo dies nicht zutraf,
wieder in Zeichnungen. Der begleitende Text gibt
einen übersichtlichen Abriß derAunstgeschichte Schlesiens.

Aber ungeachtet des Erreichten wäre eine Fort-
setzung des vorliegenden Werkes höchst wünschens-
wert, da so nranches Wichtige vorläufig hat Zurück-
bleiben müssen, hoffentlich wird es gelingen, die
notwendige Ergänzung mit Unterstützung der Pro-
vinzialbehörden Schlesiens baldigst ins Werk zu setzen.

Bis jetzt unerledigt geblieben uitd ausdrücklich
vertraglich einer späteren Veröffentlichung Vorbe-
halten ist einmal das ganze Gebiet des Vorgeschicht-
lichen, dann die älteren Abbildungen nicht mehr vor-
handener Denkmäler und, was besonders ins Gewicht
fällt, die Tafelbilder, die Bilder der Altarschreine,
die Gold- und Silberschmiedewerke, Gewebe und
Wobei. Auch von Baudenkmälern wäre noch manches
nachzuholen, so namentlich die Dorfkirchen und die

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Kunfl und Handwerk. 53. Iahrg. Heft U.

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