Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 53.1902-1903

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Unsere Bilder.

(92 u. (93. Aufsteckkämme mis bernsteingelbem, schwarz graviertem Schildpatt von Karl Rothmüller, München.

Zn der Mitte zwei Dpale; Drnament: Silber mit Goldgeäfte, Außen 6 Saphire; in der Mitte, zwischen 4 Blättchen NUS grünem L zour-

Rubinen und perlen. Lmail ein Rubin; taub silbern, Stile golden, mit perlen und Rubinen besetzt.

2^arhans in Vber-Schöneweide bei Berlin. Lin

^ Wettbewerbs um Entwürfe hierfür wurde voin
Gemeindevorsteher Eckardt ausgeschrieben. Ein-
lieferungstermin: 7. April (903; drei Preise: 2300,
(500 und (000 AI.,'' drei weitere Entwürfe können
zu je 300 AI. augekaust werden. Die Unterlagen
- Bauprogramm und Lageplan — sind gegen Ein-
zahlung von 3 AI. vom Gemeindebauamt zu be-
ziehen. -b

aiserin Elisabeth Denkmal in Wien. Alit
Bezug auf den in Pest 2, S. ^7 erwähnten
Wettbewerb versendet das betr. Komitee noch einen
Nachtrag, worin es die Künstler ersucht, die verklärte
Monarchin in schlichter Auffassung darzustellen; zu-
gleich macht es darauf aufmerksam, daß von dem
Raabschen Genrälde der Kaiserin (vom ^ahre s868)
gute photographische Kopien durch Angerer (Wien IX,
Waisenhausgasse (6) zu beziehen sind.

*) Wettbewerbe werden stets an dieser Stelle bekannt gegeben; über die
jeweils in Schwebe befindlichen Wettbewerbe gibt der Wettbewerb - Aalender
auf Seite 2 des Anzeigenteils Aufschluß. Soweit die Programme bei der
Redaktion eingelairfen sind, liegen sie auf dein Sekretariat des Bayer. Annst-
gewerbevereins zu München zur Einsichtnahme durch die Vereinsmitglieder
auf; in diesen» Fall ist die berr. Tertnotiz am Schlüsse stets mit einem * versehen.

(Unsere (Kikder.

>rke von Nikol. Gysis und einige An-
sichten aus der kürzlich erschienenen
Veröffentlichung des neuen National-
museums leiten die Reihe unserer dies-
maligen Abbildungen ein; sie sind
durch den laufenden Text hinreichend erläutert. Dar-
aus folgen vier Abbildungen ((77—^80) von einem
von Wilh. 5pannagel entworfenen Kirchenbau, der
es wohl verdiente, zur Ausführung zu gelangen.

Der Bauplatz für diese Kirche, in der Münchener
Vorstadt paidhausen gelegen, nimmt die Ecke der
Rosenheimer- und Grleansstraße ein und kann wegen
seiner Engigkeit und seiner schiefen Winkel (s. Abb. (77)
keineswegs als besonders vorteilhaft bezeichnet werden,
zurnal schon die daran anstoßenden Etraßenteile mit
den landläufigen Maurermeisters-Zinskästen besetzt
sind. Es galt also, die Kirche und ihre unmittelbare
| Nachbarschaft so auszugestalten und zusammenzu-
halten, daß das Ganze eine malerische Gruppe bildet,
deren künstlerische Erscheinung von den Nachbar-
häusern inöglichst wenig beeinträchtigt wird und die
an ihren Grenzen den Abergang zu den Miets-
kasernen nicht allzu schmerzhaft empfinden lassen.

Die ungünstige Lage und Gestalt des Bau-
platzes forderte zu einer malerischen Gruppierung
der Baumassen heraus; überdies zielt das Bau-
programm insofern auch dahin, als es an der <Vr-
leansstraße zwei Bauplätze für Wohnhäuser zu er-
übrigen verlangte, während es anderseits notwendig
erschien, vor deni Paupteingang der Kirche an der
Rosenheimerstraße wegen des hier besonders lebhaften
Verkehrs einen nrit Bäumen bepflanzten Vorplatz zu
schaffen. Um die Kirche in einen wirksamen Gegen-
satz zu den umliegenden Mietshäusern zu bringen,
die nur allzu bezeichnende Beispiele der heutigen
Vorstadtkultur sind, und um ihr gleichzeitig einen

U2

(94. Schmuckschale (Grüner Gnyx mit gelben Adern in Silber-
fassung, Blumen und Fuß vergoldet) von'Aarl Rothmüller,
München. (V8 der wirkt. Gr.)
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