Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 53.1902-1903

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Vom Büchermarkt.

(00. Modell von Hermann Dbrist.

(Vom (Küehermarßi.

^inderkalender für 1903 von Alois Müller, Maler
und Konservator am Agl.Nationalmuseum. Theo.
Stroefer, Aunstverlag, Nürnberg. Preis j,50 M. Un-
inittelbar vor Redaktionsschluß geht uns dieser Aalender
zu mit der Bitte um einige Geleitsworte, einer Bitte,
die wir mit gutem Gewissen gewähren können. Lustige
Bilder mit leichtverständlichen Beziehungen zu den
einzelnen Monaten, in der derbfröhlichen Zeichen-
weise, die man als ein Tharakteristikum von Alois
Müller kennt, dazu harmlose Verse — das sind die
einfachen Mittel, mit denen unser Aalendermacher
auf das empfängliche Aindergemüt zu wirken sucht.
Man bekommt den Eindruck, als sei das Ganze vor
den Augen der Ainder, im unmittelbaren Verkehr
mit den Aleinen entstanden; darum werden diese
Blätter auch in jeder Ainderstube Freude machen. 6.

irreilungen des Wurttembergischen Nuust-
gewerbevereins Stuttgart, jährlich 6 pefte.
Nach der vor einigen Monaten erfolgten Vereinigung
des alten Aunftgewerbevereins mit dem Verein
für dekorative Aunft und Aunftgewerbe ist

ein frischerer Zug in das Stuttgarter Vereinsleben
gekommen, von dem auch die „Mitteilungen" ihren
Nutzen ziehen. Als Organ des Landesvereins be-
schränken sie ihre Wirksamkeit vorzugsweise auf
Württemberg; in ihren Abbildungen berücksichtigen
sie sowohl Altes wie Neues, .weisen aber alles zurück,
was nur als Nachahmung historischer Stile erscheint.
Vor kurzein ist die Schristleitung in die pände des
Vr. Aarl Franck-Dberafpach, Privatdozenten an
der Agl. technischen pochschule zu Stuttgart, über-
gegangen.

^ titton Huber, Das Holzwerk im modernen
* wohn- und Geschäftshaus. Berlin. Max
Spielmeyer. Serie I (3 Lief.). Lief. \, s0 Lichtdruck-
tafeln. Preis ;o Ai.

Max Spielmeyer hatte als einer der ersten
deutschen Verleger es unternommen, Vorlagewerke
„modernen Stils" in Verlag zu nehmen. Ob das
f. Z. an dieser Stelle besprochene Werk von O. Eck-
mann viel Anklang gefunden, wissen wir nicht;
sicher aber hat er mit dem oben angezeigten einen
glücklicheren Griff gethan. Man merkt den Blättern
an, daß ihr Urheber zwar, den Neigungen der Gegen-
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