Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 56.1905-1906

Page: 372
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Vom Büchermarkt.

^87. Flachgeschuitztes, mit Lisen beschlagenes Lbenholz-
kästchen, von I. Stöttner, Nürnberg; aus den Meister-
kursen. (V4 bis V3 d. wirk!. Größe.)

so wird es wohl Vielen gehen. L)eute, wo man
bestrebt ist, Inhalt und Aussehen eines Buches mög-
lichst harmonisch zu gestalten, wo auch in dieser llsin-
sicht so viel Gutes geschaffen wird, spricht dieser
graue Einband mit seinem in Feder gezeichneten
Bildchen nicht mehr recht an. Sollte Frau Märe,
die Königin des farbenprächtigsten Sandes kein
würdigeres Kleid für ihre Gabe finden? Aber
ganz abgesehen davon sind auch die Zeichnungen von
Iohs. Gehrts nicht gut genug gezeichnet, oder origi-
nell genug, um die Phantasie anzuregen. Unwill-
kürlich beeinträchtigen diese äußerlichen Momente
den ersten Eindruck des Buches; inhaltlich ist es
aber weit bester als man nach dem Äußeren er-
wartet. Der Verfasser Rudolph Vogel ist ein liebens-
würdiger, feiner Erzähler, dem man sehr gerne einige
Stunden lauscht, wenn er uns aus dem Märchenland
berichtet. Ich bin überzeugt, daß die Märchen bei
Klein und Groß Anklang finden werden, Kl. B.

Nachtrag.

ie Deutsche Gesellschaft für christliche Runst

erläßt ein Konkurrenzausschreiben zur Erlangung
von Entwürfen für den Titelkopf der katholischen
Frauenzeitschrift „Monika". Die Ausführung ist
schwarz auf weiß, also in reinen Schwarzstrichen
vorzunehmen. Als Preise sind 300, 200 und s00 M.
festgesetzt. Die Auswahl geschieht durch die Jury
der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, die
aus den Malern Immenkamp, Veiter und Joseph
lhuber-Feldkirch, den Bildhauern Max Heilmaier,
Hemmesdorfer, Professor Gg. Busch, den Architekten
Baurat Hans Gräffel und Hans Schurr und den
'Kunstfreunden Vr. Andreas Biglmair, Vr. Richard
Hofmann und Kanonikus S. Staudhamer besteht.

8(8. Mit Lackfarbe bemaltes Kästchen; von K. Schaefer,
Nürnberg; ans den Meisterkursen. (1/3 d. wirkt. Größe.)

Endtermin für die Einsendung der Entwürfe an die
Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für christliche
Kunst, München, Karlstraße 6, von wo auch das aus-
führliche Ausschreiben zu beziehen ist, ist der Abend
des \ö. Oktober \906. #

8(9—822. Tafelschmuck aus lackierten: Holz von I. von Hecke!.
München; nach Entwürfen von Hohlwein. München, (ca. t/e b.
wirkl. Größe.)

verantw. Ued.: Prof. £. Ginelin. — Herausgegeben vom Bayer. Aunstgewerbeverein. — Druck und Verlag von R. Dldenbourg. München.
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