Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 56.1905-1906

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Kleine Nachrichten.

(Mine (Nachrichten.

Vereine, Museen, Schuten, Äussiessunzen,
Mektöeweröe ^rc.

^.ayeriscbes Gewerbemuseum Nürnberg. 2lus

der im Jahre 1875 von König Ludwig II. für
das Bayerische Gewerbemuseum in Nürnberg er-
richteten „Aönig-Ludwigs-Preisstiftung" erhielten beim
diesjährigen Wettbewerb: \. eine goldene Wedaille:
die Aal. Bayer. pof-pianofabrik Z. Mayer & Eie.,
München, für den vorzüglichen Bau und die hervor-
ragende künstlerische Ausstattung eines Flügels und
zweier pianinos nach Entwürfen von Bruno Paul und
Richard Riemerfchmid. 2. Silberne Medaillen: \. die
Serpentinwerke Zöblitz im Erzgebirge für die vor-
zügliche kunstgewerbliche Verwertung des Serpentins
nach Entwürfen von Albin Müller. 2. Die Lehr-
und Versuchsanstalt für Photographie, München,
für die meisterhafte Ausführung von Aohlendrucken
und Aombinationsgummidrucken. 3. August Schulz,
Saiteninstrumentensabrik, Nürnberg, für den gedie-
genen Bau und die geschmackvolle Ausstattung von
Gitarren und Zithern. Zoses Seist, Ziseleur,
München, für gediegene und geschmackvoll gearbeitete
Schmucksachen. 3. Bronzene Medaillen: 1. Zosef
Scheppach, Glasmaler, Nürnberg, für gute Leistungen
auf den: Gebiete der Glasmalerei. 2. Adolf Stu-
dinger, Holzbildhauer, Nürnberg, für gut komponierte
und geschickt geschnitzte polzreliefs. Die Zahl der
Bewerber um die Medaillen, welche alljährlich für
solche Arbeiten zur Verteilung kommen, die im Lause
eines Zahres im Bayer. Gewerbemuseum nach freier
Wahl des Verfertigers ausgestellt werden, betrug 13.
Für die beste Lösung der für das Jahr 1903 ans-
geschrieben gewesenen Preisaufgabe, welche die per

U8. Riffen von P. Haustein, Stuttgart. Schwarze Seide mit
Goldlitzen; die dreiseitigen Sterne dunkelrot. (7# der wirkt. Gr.)

Riffen von Gertrnde.Hofrichter. (V6 der wirkt. Gr.)

stellung oder den Entwurf eines elektrischen Be-
leuchtungskörpers für wand oder Decke gefordert
hatte, waren Preise von 300 AI. bzw. 200 M. aus-
gesetzt. Ersterer konnte keinem der sieben eingelaufenen
Gegenstände zuerkannt werden, während letzterer, für
welchen bst Entwürfe eingelaufen waren, doppelt
verteilt wurde, und zwar: \. an Vskar Dedreux,
Architekt, München, für eine Reihe zweckentsprechen-
der und geschmackvoller Entwürfe zu einem ein-
fachen, elektrischen Beleuchtungskörper; 2. an Georg
Vogt, München, für eine Reihe phantasievoller und
materialgerechter Entwürfe zu einem einfachen elektri-
schen Beleuchtungskörper.

^>.as neue Magdeburger Museum für Aunst und
^ Aunstgewerbe schreitet rüstig voran, so daß im
nächsten Jahre die Übersiedelung der Sammlungen
stattfinden kann. Die durch den Umzug frei wer-
denden alten Räume werden zur Ausnahme eines
zweiten Städtischen Museums hergerichtet werden,
das die Zweige Natur- und peimatkunde pfiegen
soll. Die in der ersten Wintersitzung des Aunst-
gewerbevereins ausgestellten Werkzeichnungen zu dem
von Albin Müller entworfenen und von einem
Aunstsreunde gestifteten modernen wohnraume, der
als Probe neuzeitlichen Aunstgewerbes den Museums-
neubau zieren wird, gaben einen Vorgeschmack von
der Schönheit dieses Raumes, der in seiner schlichten
Eleganz einen trefflichen Abschluß der Sammlungs-
räume bilden wird, in denen der Entwicklungsgang
des künstlerischen Perms vor Augen geführt wer-
den soll. u.

M

^Wiesbadener Grabmaleranöftellung. Am 22. Gk-
tober tagte das Preisgericht über den von der
Wiesbadener Gesellschaft für bildende Aunst aus-
geschriebenen Wettbewerb zur Erlangung von Ent-
würfen einfacher Grabmäler die inkl. etwaiger Ein-
fassung des Grabes alles in allen: 700 bis 1000 M.

Aunst und pundwerk. 56. Iahrg. peft 2.

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