Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 56.1905-1906

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Kleine Nachrichten.

parf s 5 ei ge ii, wären
vor allen: an: platze.

Lolche hohe Hecken,
mit h o ch st ä n: mige::
pflanzen, Lärchen,

Tannen, jungenBu-
ch e n ic., geben auch
einen prächtigen
Hintergrund für die
Grabmale und zu-
gleich würde uns
der bisher so nüch-
terne t r o st l o s e An-
blick des st einbesäten
Gräberfeldes völlig
entzogen.

Das Gräberfeld in
verschiedene Reihen und
Zirkel geteilt, teils mit
offenen, von großen
Bäumen bestandenen
Partien besetzt, und der

Grt wäre geschaffen, dem der Lebende nicht inehr
aus den: Wege zu gehen braucht. Ts wäre ein
tief beruhigender Anblick und Aufenthalt. Und
nicht nur das, es wäre auch ein wirksamer Lchutz
gegen die Unbilden der Witterung geboten und die
inannigfachen Gefahren, die ein offenes, windiges
Gräberfeld der Gesundheit bereitet, vermindert.
Ttwas von der Poesie alter Airchhöfe, die aus
unseren Aommunalsriedhöfen geschwunden ist, kehrte
wieder dahin zurück.

(Kfetne (Nachrichten.

(Vereine, Museen, Kcßuken, Aussielsunzen,
Mett6ewer6e <zc.

Prof. Martin Dülfer hat einen Ruf an die
Technische Hochschule zu Dresden, als
Nachfolger des vor einigen Ulonaten verstorbenen
Aarl Weißbach (Renaissance-Alasse), angenommen;
er wird seine neue Tätigkeit an: s. April antreten.

>>^>erkftattkurse für Handwerker hält die Hand-
werker- und Aunstgewerbeschule zu Arefeld
vom sO. Zanuar bis 8. April f906 ab — und
zwar speziell l- für Bau- und Möbeltischler, 2. für
Bau- und Aunstschlosser, 5. für das Feinmetall-
gewerbe. — Zugelassen werden Handwerksmeister
und Gesellen, die das 2\. Lebensjahr vollendet
haben; das Unterrichtsgeld beträgt \5 Ui. Nähere
Auskunft erteilt die genannte Lchule in Arefeld —
Peterstraße \2o.

12o. Max Langheinrich; Grabstätte Kilian.

^on Meisterkursen ist in der letzten Zeit viel die
Rede gewesen, nachdem das Bayerische Ge-
werbemuseum in Nürnberg vor etwa fünf Zähren den
Reigen solcher Aurse durch Peter Behrens eröffnen
ließ; diese Aurse hatten meist künstlerische Ziele im
Auge, man wollte den Meistern Gelegenheit geben,
moderne Arbeiten entwerfen zu lernen. Tinen an-
deren — und nach unserer Meinung richtigeren —
Standpunkt nimmt das „Archiv für Buchbinderei"
ein, indem es von solchen Meisterkursen besonders
Unterweisungen nach der technischen Leite fordert,
und zwar so, „daß jeder Teilnehiner sich gerade über
die Fächer.unterrichten kann, in denen es ihm fehlt";
ob dazu sich Männer eignen, welche — mögen sie
noch so hervorragende Aünstler sein — in den be-
treffenden sachlichen Handwerkstechniken Fremdlinge
sind, wäre erst noch zu beweisen. Das „Archiv"
erklärt es als notwendig, „daß ein gewandter, vor
allen: älterer Fachmann die Lehrperson ist. Die
jüngeren Leute verfügen nicht über die notwendige
Lumme an Erfahrung auf allen Gebieten, denn nur
jahrzehntelanges Ringen n:it der Technik gibt die
Araft derselben und das Bewußtsein dieser Araft."

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-rvte bayerische Landes- :c. Ausstellung in Nlürn-
^ berg 1906 wird in 22 Abteilungen rund 2700
Aussteller umfassen. Das Aunstgewerbe bekoinmt
einen etwa 5000 Quadratmeter großen Bau, der
zwischen der Aunsthalle und den: Haus der Ltadt
Nürnberg die Verbindung bilden soll.

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Aunst und pandwerk. 56. Iahrg. £jeft <3..

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