Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 60.1909-1910

Page: 388
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1 cm
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Dom Büchermarkt.

772. Handgewebtes Kiffen; von Paul Ho sch, Berlin.
Grund grün mit violetten Tupfen, Hirsch gelb, Geweih und
Flecken weiß. (>/s d. wirkl. Größe.)

erkennung der Stadt Berlin für besondere Leistungen
Ansdruck gibt. Bei runder Form sind die Modelle
in einem Durchmesser von 24 cm zu fertigen. Ein-
sendungstermin: f. Februar 1911- Für Preise stehen
8000 AI. zur Verfügung — je ein Preis zu 4000
und 2000 211., zwei zu je 1000 AI.; andere Ver-
teilung Vorbehalten.

arl Johann Becker Gundahl ist vom f. Okto-
ber 1910 an zum Professor an der hiesigen
Akademie der bildenden Künste ernannt worden.
Geboren am 4. April 1856 in Ballweiler in der
Pfalz, studierte er in Alünchen an der Kunstgewerbe-
schule unter Ferdin. Barth und später an der Aka-
demie unter Diez. Becker-Gundahl, der in Solln
lebt und schon seit einigen fahren Ehrenmitglied der
Akademie der bildenden Künste ist, hat sich u. a. bei
Ausschmückung der St. Anna- und der Alaximilians-
kirche hervorgetan.

(Dom (Kücßermarßk.

-vyaible, Felix. Der Tabernakel einst und jetzt.
■Cv Line historische und liturgische Darstellung.
Aus dem Nachlaß des Verfassers herausgegeben von
Eh-. Engelbert Krebs. Alit 14 Tafeln und 55 Ab-
bildungen im Text. gr. 8° (XXII u. 556). Frei-
burg 1908, perdersche Verlagshandlung. AI. 6.60;
geb. in Leinwand AI. 7.80.

Ein Buch liegt hier vor uns, das neben seinem
gediegenen wissenschaftlichen Inhalt von besonderer
praktischer Bedeutung für die christlichen Künstler sein
dürfte, weil es aus der Praxis herausgewachsen ist. In
gründlichen Einzeluntersuchungen behandelt der Ver-
fasser die verschiedenen Arten der Aufbewahrung
der Eucharistie im Altertum und Alittelalter und
schließlich den eigentlichen Altartabernakel, wie er
seit dem 15. Jahrhundert schon, nicht erst eingeführt
durch das Trientiner Konzil (1545—1565), mehr
und mehr zur Einführung gelangte. Raible gibt
keine trockenen Übersichten, keine nüchterne Ent-
wicklungsgeschichte, sondern unterstützt seine Dar-
legungen mit lebendigen literarischen und liturgischen
Belegen, aus denen die formalen Änderungen des
Tabernakels sich erklären. So eng wissenschaftlich
gegriffen das Thema auch erscheint, so vielseitig
brauchbar erweist sich seine Bearbeitung für das
Kunstgewerbe. Nicht nur der Architekt, der Altar-
bauer, Bildhauer oder Alaler wird mit Nutzen das
Buch in die Hand nehmen, sondern auch Gold-
schmiede, Emailleure, Ebenisten, Kunstschlosser, Textil-
künstler werden mannigfache Anregung und Be-
lehrung darin finden. Besonders wertvoll erscheint
das Buch, wo es sich um Restauration alter Altäre
und Errichtung neuer oder Änderung alter Taber-
nakel handelt. In Summa also ein Buch vielfacher
Verwendbarkeit. h.

773. Kaffeemützen; Batikarbeiten von Paul Ho sch, Berlin.
(Vs d. wirkl. Größe.)

verantw. Red.: Prof. £. Gmelin. — herausgegeben vom 807er. Kunstg-werbever-m. — Druck und Verlag von R. DIdenbourg, München.
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