Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 60.1909-1910

Page: 123
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(Eine Geschichte des Kunstgewerbes.

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MODERNE

GALERIE

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ERÖFFNUNG. NOVEMBER

23?. Plakat von Fritz Rehin, München; ausgeführt von den
Vereinigten Druckereien und Kunst an st alten.

(Ungefähr ‘/,0

238. Plakat von Leo Putz;
ausgeführt von Reichhold & Lang,
d. wirkl. Größe.)

herrfchung des Stoffgebietes mit eminenter Fertig-
keit bewältigt wurde.

Den Beschluß des Werkes bilden zwei Abschnitte,
für die wir dem Herausgeber wie den Verfassern be-
sonderen Dank schulden, das Kunstgewerbe im Gebiete
des Islam, das Vr. Edmund Wilhelm Braun,
Direktor des Franz Iosefsmuseums in Troppau be-
arbeitete, und das Kunstgewerbe in Vstasien, dessen
Bearbeitung in den fänden Vr. Vtto Kümmels,
des Direktorialassistenten am Völkerkundemuseum in
Berlin lag, der durch mehrfache staatliche Studien-
reisen besonders geeignet war, uns Aufschluß zu
geben über das Wesen der Kunst Thinas, Koreas
und Japans und ihre starken Einwirkungen auf die
abendländische Kunst seit dem (7. Jahrhundert, vor
allem auf die Woderne. Noch ein Wort über die
illustrative Ausstattung des stattlichen fast 900 Seiten
umfassenden Bandes. Dem durchgehends vorzüglichen
Texte des Werkes entspricht auch das Abbildungs-
material nicht nur hinsichtlich der verschwenderisch
reichen und glücklichen Auswahl geeigneter Belege
für das geschriebene Wort — es sind gegen 600 Text-
bilder und ca. (20 Tafeln — sondern auch in bezug
auf die Güte der Reproduktionen. Der Verlag hat

hier ein ganz Außerordentliches geboten und ist nicht
auf halben: Wege stehen geblieben. Die zahlreichen
farbigen Einschaltbilder, die die verschiedenartigen
Reize der Materialien der Töpfereien, Metalle,
Textilien mit geradezu verblüffender Naturwahrheit
wiedergeben, stellen das Beste dar, was überhaupt
die heutige Technik zu leisten vermag. Der volle
Wert eines Werkes, wie die nunmehr abgeschlossene
„Illustrierte Geschichte des Kunstgewerbes" läßt sich
nicht mit einem Male umfassen; er muß sich im
Gebrauche bewähren. Der erste Band hat — das
ist nicht das Urteil eines einzelnen, sondern vieler —
die Probe schon glänzend bestanden und wo immer
ich den zweiten Band uni Aufschluß bat, habe ich
auch hier die Vorzüge des ersten wiedergefunden:
sorgfältige und umfassende Bearbeitung des Stoffes
unter Berücksichtigung der neuesten Forschungsergeb-
nisse und zu einem guten Teil Abschnitte von grund-
legender Bedeutung. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn
man behauptet, daß kein anderer Kulturstaat diesem
Werke ein ähnliches an die Seite stellen kann, und
wir haben allen Grund, stolz zu sein auf ein solches
Dokument deutscher Wissenschaft und deutscher Technik.

bl.

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