Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 60.1909-1910

Page: 36
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Chronik des Bayer. Runstgewerbevereins.

Bildmaterial ist ungemein reich und vielseitig; es
zerfällt in der Hauptsache in die drei Gruppen:
Bildnis, Landschaft, Genre, führen uns die Bild-
nisse mitten in das Wien der Biedermeierzeit und
die Landschaften ins österreichische Gebirge und nach
Italien, so bekommen wir im Genresach eine um-
fangreiche und charaktervolle Reihe von köstlichen
Bildern aus dem Volksleben zu sehen, die mit dem
besten in die Schranken treten können, was uns das
abgelaufene Jahrhundert auf diesem Gebiet be-
schert hat. Wir haben daher guten Grund, die
Rößlersche Publikation willkommen zu heißen. Lob.

ie Heimkunft, — Mitteilungen des Kunstgewerbe-
museums der Stadt Zürich, Herausgegeben
von Direktor Prof. I)r. praetere; Abonnementspreis
6 Frs., jährlich (0 Hefte (Verlag von Rascher & Co.,
Zürich).

Die „Heimkunst" behandelt alles Neue und
Interessante auf kunstgewerblichem Gebiete in fach-
männischer Weise, sie bringt die Beschreibung ver-
schiedener Techniken und erörtert ästhetische sowie
kunstgewerbliche fragen". Zugleich ist sie „An-
zeiger und Katalog der Ausstellungen des Kunst-
gewerbemuseums der Stadt Zürich". Das uns vor-
liegende Heft bringt an Abbildungen eine zahl-
reiche Reihe von in der Züricher Kunstgewerbeschule
hergestellten, sehr beachtenswerten Arbeiten.

Führer durch die Bücherei des Kaiser Friedrich-
Museums der Stadr Magdeburg von A.
Hagelsrange. (906. Verlag des Kaiser Friedrich-
Museums, gedruckt von A. Wohlfeld.

Hier fei der Katalog des Mustermuseums in
Magdeburg, das feit einigen Jahren den Namen
Kaiser Friedrichs führt, nur angezeigt als Vorbild
meisterlicher typographischer Gestaltung — nur eines
Katalogs. Durch solchen Katalog würde sich jedes
Museum auszeichnen können und jeder Buchdrucker
mehr als durch manches sog. „Buch mit künst-
lerischem Buchschmuck". E. W. B.

ceidinger, I, Rektor, Moderne Titelschriften für
Techniker und technische Schulen mit Reißzeug-
Konstruktionen und Text. 3. vermehrte Auflage
((6 Seiten) quer -("Format. Zürich (909- Verlag
Art. Institut Grell Füßli. Preis 2 Frs.

Man kann in den Schriftarten bewandert sein,
sich ihrer unbehindert bedienen, — und doch in Ver-
legenheit geraten, wenn es gilt, Schriften im großen
Maßstab, z. B. für eine Firmentafel zu zeichnen.
In solchen Fällen kann die vorliegende Schrift mit
ihren (-( Schriftseiten, denen ein kurzer erklärender
Text vorangestellt ist, gute Dienste leisten.

onkurrenzen der Deutschen Gesellschaft für
christliche Kunst II. München, im Selbst-
verlag. Preis 2,30 M.

Ts ist nicht leicht hoch genug anzuschlagen, mit
welchem Tifer und Zielbewußtsein die genannte Gesell-
schaft einer Neubelebung der kirchlichen Kunst den
Boden bereitet hat; und von dem was auf diesem
Boden unter ihrer Einwirkung gewachsen ist, bringt
das vorliegende Heft einige sehr beachtenswerte
Proben: die Wettbewerbe für das Grabmal des
Erzbischofs Or. v. Schork (für den Bamberger Dom)
und für zwei Kirchen — in Neuwetzendorf-Nürn-
berg und Hamburg. Besonders erfreulich ist dabei,
daß die in Münchener Boden fest eingewurzelte Ge-
sellschaft nun ihre Zweige über das ganze Reich
auszubreiten begonnen hat. Das Heft zeigt (8 Mo-
delle für das Grabmal und (6 bzw. 20 Entwürfe
für die Kirchen in Neuwetzendorf und Hamburg, die
zusammen ein beachtenswertes Studienmaterial dar-
stellen. O.

ßjjromf des Bayer. Aunflgkwcrökvcrkins.

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Die Wochenversammlungen nehmen am 9. November
ihren Anfang und finden den ganzen Winter hindurch — aus-
genommen die Weihnackts- und Vsterxause — jeden Diens-
tag abends 8 Uhr im Festsaale des Vereinshauses statt.

Die vereinsbiblioihek ist an Sonn- und Feiertagen von
\o—\2 Uhr. an den Wochentagen von 9—>2 und 3—5 Uhr.
außerdem an zwei Abenden — Mittwoch und Freitag — von
7—9 Uhr geöffnet.

äm Vereinssekretariat find während des Sommers ein-
schneidende bauliche Veränderungen vorgenommen worden, da
die daneben eingerichtete Vermittlungsstelle der Vereinigung
für angewandte Aunst einen Teil des bisher vom Sekretariat
und seinen Nebenräumen belegten Platzes beanspruchte.

vereinszeitichrist. An die Schriftleitung der Ver-
einszeitschrist gelangen auf Umwegen hin und wieder
Wünsche nach Berücksichtigung von Arbeiten der ver-
einsmitglieder. Die Schriftleitnng ist gern bereit, solche
Wünsche im Einvernehmen mit der Redaktionskommission
in Betracht zu ziebcn; sie ist für jegliche Anregung in
diesem Sinne dankbar und bittet deshalb die Vereins-
mitglieder um direkie Mitteilungen von besonderem
Vorteil ist es, wenn Gesuche um Publikation von neuen
Arbeiten gleich von Photographien begleitet sind. Bei
größeren Gegenständen, die nur kurz oder gar nicht öffent-
lich ausgestellt werden können, empfiehlt es sich, die Schrift-
leitung rechtzeitig von der Fertigstellung derselben zu ver-
ständigen. damit nötigenfalls Vorkehrungen zur photo-
graphischen Aufnahme getroffen werden können.

Verantw. Red.: jDrof. £. Gmelin. — Herausgegeben vom Bayer. Auni'tgewerbeverein. — Druck und Verlag von R. GIdenbourg, München.
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