Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Kunst der Zeit: Zeitschrift für Kunst und Literatur — 3.1928/​1929

DOI Heft:
Heft 6
DOI Artikel:
Adolf Uzarski
DOI Seite / Zitierlink: 
https://doi.org/10.11588/diglit.65605#0171
Lizenz:

DWork-Logo
Überblick
loading ...
Faksimile
0.5
1 cm
facsimile
Vollansicht
OCR-Volltext

ADOLF UZARSKI (DUESSELDORF)

WACHSFIGURENKABINETT

ADOLF UZARSKI

Geboren am 14. April 1885 zu Ruhrort am
Niederrhein. Volksfchule dort, dann Realgymna-
fium Duisburg - Meiderich. Einjährigen - Examen
nach zweimaligem Durchfallen. Zwei Jahre „prak-
tifche Arbeit“ als Maurer und Zimmermann, zum
Befuch der Baugewerkfchule in Köln. Mit Mühe
und Not dort beftandene Examina, Aufteilung bei
Stadtbauämtern und Privatarchitekten. Unfähig,
Statik und folche fchrecklichen Sachen zu begrei-
fen, nimmt er — in der Hauptfache — Aktunter-
richt an der Kunftgewerbefchule zu Düfteldorf,
da feine Begabung für eine Aufnahme an die Aka-
demie angeblich nicht ausreicht. Hat trotzdem und
wider Erwarten feiner untröftlichen Eltern bei

feinen erften Ausftellungen Erfolg und findet mehr
Beachtung als gleichzeitig ein ganzes Bündel klei-
ner Gebhardts und Claus - Meyers. Gerät im
Kampfe der rheinifchen Künftlerjugend gegen die
unterdrückende Reaktion in eine Ftihrerpolition
und muß manche Federn und Illulionen lallen.
Schreibt 1919 feinen erften Roman, „Die fpanifche
Reife“, dem er mit beängftigender Regelmäßigkeit
in jedem Jahre einen neuen folgen läßt. Lebt
zurzeit in Düffeldorf und wird wohl auch, wenn
nicht bald ein Ruhepöftchen als Akademieprofeffor
oder Direktor für ihn frei wird, dort eines Tages
ohne viel Sang und Klang begraben werden.

157
 
Annotationen