Frimmel, Theodor von [Editor]
Blätter für Gemäldekunde — 3.1907

Page: 48
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BLÄTTER FÜR GEMÄLDEKUNDE.

Nr. 2.

klischieren lassen. Dank dem freundlichen Entgegen-
kommen der Besitzerin hatte ich eine gute Photo-
graphie zur Verfügung. Was die Besichtigung des
Bildes selbst betrifft, werden Sie wohl zu einer
passenden Jahreszeit auf keine besonderen Hindernisse
stoßen.

M. v. S. Leute, die immer bei Stimmung sind,
leisten allerdings immer etwas, aber niemals außer-
ordentliches.

Herrn A. W. in B. Die Sache mit dem F. ist
noch nicht ausgereift. Ich möchte das Bild auch erst
einmal selbst gesehen haben.

Frl. H. P. Die Vornamen Trouilleberts sind
Paul Desire. Ich habe sie noch ins Register ein-
schieben lassen, das diesem Heft beiliegt.

Herrn M. in Berlin. „Wenn ein Buch und ein
Kopf Zusammenstößen und es klingt hohl, muß es
dann immer das Buch sein, das hohl klingt?“ Der Aus-
spruch stammt von Lichten-
berg und ist von Schopen-
hauer (Parerga I, „Von dem,
was einer vorstellt“) nur
sekundär benützt. DerHohl-
kopf kann auch recht
„innerlich“ sein. Sie begrei-
fen wohl die Anspielung!

Herrn K. Fr. in Po-
sen. Noch immer muß ich
Ihre Geduld in Anspruch
nehmen.

Herrn H. M. Beachten
Sie doch, wenn ich bitten
darf, das „Verzeichnis der
in Kupfer gestochenen und
in Holz geschnittenen Bild-
nisse berühmter Ton-
lehrer und Tonkünstler“,
das bei E. L. Gerber im
Historisch - biographischen
Lexikon der Tonkünstler zu
finden ist (II. Band von
1792). — In der Angelegen-
heit des Stiches von Joh.
Neidl nach Jos. Längs
interessantem Bildnis des
Komponisten C. M. v. W e-
b er müssen Sie sich an den
Kupferstichhandel halten.
Sie wollen ja das Blatt
besitzen. Gewöhnlich ha-
ben Amsler & Ruthardt in
Berlin (Behrenstraße) sol-
che Blätter rasch zur Hand.
— A. v. Menzels Beetho-
venbrustbild geht auf den
Typus von Schimon zu-
rück. — Ihre Frage nach
dem Collinbildnis des Ros-
lin kann ich rasch beant-
worten : Im Julikatalog der
„Estampes anciennes“ von
G. Rapilly in Paris (9 Quai
Malaquais) steht ein schö-
ner Abdruck mit breitem
Rande um 30 Fr. angeboten.

Herrn Dr.. . . S. Ver-
gebliches Bemühen! Der,
den Sie meinen, liest zu
viel Nietzsche, bildet sich
für Echolalie aus und hält
demgemäß Quarz für eine
Verbindung von Quark und
Harz. Er wird uns nächstens
mit einer brandigen Brand-
schrift über Rembrandt er-
freuen. Der Zustand ist
unheilbar.

Herrn ... Ja, sind Sie denn auch so ein Sonn-
tagsreiter des Lebens? Nun kann ich Ihnen nicht mehr
raten. Trösten Sie sich übrigens, Sie reiten nicht allein.

Frl. J. Das einzige Bild von Carriere, das ich
Ihnen in Wien namhaft machen kann, ist ein Bildnis
im Besitz der Frau Hofrat Berta Zuckerkand 1.

Wien, Sammlung Ferstel: Waldmüller.

Das Erscheinen des vorliegenden Heftes hat sich merklich verzögert. Der Heraus^
geber hatte unter anderem den zweiten Band seiner „Beethovenstudien“
druckfertig zu machen und ausgebreitete Vorbereitungen seiner Gesamtausgabe
der Briefe Beethovens zu besorgen. - ' -

Druck von Friedrich Jasper in Wien, — Preis dieses Heftes mitsamt dem Verzeichnis des ersten Bandes
2 K 40 h = 2 M. Das Verzeichnis allein kostet iK 20 h = 1 M. — Für unverlangte Beiträge wird keine

Bürgschaft geleistet.
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