Frimmel, Theodor von [Editor]
Blätter für Gemäldekunde — 3.1907

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BLÄTTER FÜR GEMÄLDEKUNDE.

Nr. 4.

Über Andrea del Sarto schreibt
Dr. Georg Gronau in „The Magazine of fine
arts“ vom August 1906 (Vol. II, Nr. 10).

Zum westdeutschen Meister vom Mal'
teserkreuz, der im ersten Band dieser Blätter
besprochen wurde, trage ich nach, daß das
Bild in Colmar (im Schongauermuseum;
jetzt ohne Nummer. Ein altes Zettelchen
nennt 55) eine Szene aus der Legende des
Johannes Evangelista darstellt und mit 1519
datiert ist. Ein Monogramm wurde nicht vor-
gefunden. Das Bild in Colmar ist zwar roher
behandelt als das monogrammierte Hierony-
musbild bei Miethke in Wien, zeigt aber in
der Ferne (im Hintergründe ein großer Ge-
birgssee) dieselbe milchige Trübung und weist
auch dieselbe Behandlung der Bäume auf.
Unserem Meister steht nahe das Bildnis 629
im Berliner Museum. Fr.

Von Vincent Sellaer ist höchstwahr'
scheinlich eine Maria mit den zwei heiligen
Knaben in fast lebensgroßen Figuren, die als
Ignoto Fiammingo in der Ambrosiana zu
Mailand geführt wird. Wie auf dem Münchener
signierten Sellaer ist einerseits die Herkunft
Sellaers vom Meister des Todes der Maria
ziemlich deutlich, anderseits sind die Ein'
flüsse lionardesker Lombarden unverkennbar.

Fr.

„Ein Bild des Giuseppe Caletti, detto
il Cremonese“, Artikel von Dr. Ludwig von
Buerkel in der „Zeitschrift für bildende
Kunst'* Septemberheft 1906.

Über Henri Regnaults Bild: Autome-
don von 1868 schreibt Andre Arnoult in „Le
journal des arts“ vom 6. Oktober 1906.

„Danhauser und die Akademie“, Artikel
von Julius Leisching in der Neuen Freien
Presse vom 1. September 1906.

„Josef Hoffmann und Richard
Wagner“, Artikel von A. F. Seligmann in
der Neuen Freien Presse vom 4. und 5. Ok-
tober 1906.

Mehrere Bilder von Eugene Carriere
abgebildet im Oktoberheft 1906 von „Deutsche
Kunst und Dekoration“.

Westermanns illustrierte Monatshefte
brachten in der Oktoberlieferung Nachbil-
düngen von Blättern zahlreicher lebender
Künstler u. a. von Zeichnungen und Aquarellen.
Wir begegnen den Namen F. v. Defregger,
Ed, v. Gebhardt, Max Liebermann, Ad.
Oberländer, E. Orlick, H. Prell, F. A. v.
Kaulbach, T. Stadler und vielen anderen.

Vom Münchener Maler Rudolf Hirth du
Frenes handelt aus Anlaß des 60. GeburtS'
tages dieses Künstlers die Münchener Allge-
meine Zeitung vom 24. Juli 1906.

Zu Charles Doudelet „Emporium“
Juli 1906 (XXIV, Nr. 139, S. 18 f.).

Mehrere Arbeiten von Jessie M. King,
der bekannten, höchst eigenartigen Künstlerin
in Glasgow, sind abgebildet in „Deutsche Kunst
und Dekoration“ Oktoberheft 1906.

Über CarlosVerger, einen jungen Maler,
der in Madrid schafft, schreibt M. Hutin in
„Le journal des arts“ vom 6. Oktober 1906.

Über AlbertWelti, den einstigen Schüler
Boecklins, nun aber einen sehr selbständigen
Künstler, schreibt Benno Rüttenauer in der
Zeitschrift „Die Propyläen“ vom 13. Juni 1906
(III, Nr. 37).

Willy v. Beckeraths Wandgemälde in
der Kunsthalle zu Bremen, abgebildet und
besprochen in „Deutsche Kunst und Dekora-
tion“ Oktoberheft 1906.

Die vorzüglichsten Maler der Bretagne
werden besprochen in „The Craftsman“ Vol. X.
Nr. 6 (Septemberheft 1906) und zwar in
dem Artikel von J. Quigley „Some art colonies
in Brittany. Great painters who have found
their inspiration in the mysterious Charm of
this simple land“. (Abbildungen nach Dagnan-
Bouveret, L’Hermitte, Jules Breton, Bastien
Lepage und Thaulow.)

Auf moderne russische Malerei
nehmen Bezug die „Berliner Illustrierte Zei-
tung“ XV, Nr. 39 und „Über Land und Meer“
XCVII, Nr. 1 (Abbildungen nach Werken von
J. Rjepin, W. E. Makowski, C. D. Flavitzki,
J. M. Prjanischnikow, N. A. Kassatkine, V. G.
Makowski, N. P. Zagorski und anderen).

Die Jahresausstellung der Akademie der
bildenden Künste zu Wien wird besprochen
in Österreichs Illustrierter Zeitung (Verlag
Jacques Philipp) vom 7. Oktober 1906 (Nach-
bildungen zum Teil in Farbendruck nach
Bildern von A. Hagel, Heinr. Krause, Fr. Wind-
hager und anderen, sowie nach plastischen
Arbeiten).

Über die Neueinrichtung der Gemälde-
sammlung im Schloß zu Versailles, nament-
lich über die neue Salle Napoleon, vgl.
„Les Arts“ September 1906.

Zum Streit über einige französische Bilder
der Galerie zu Parma vgl. „Chronique des
arts et de la curiosite“ Nr. 28 und 29.

„Die Galerie Liebieg“, Artikel von
HugoSchmerber in der Monatsschrift „Deutsche
Arbeit“. Die Liebiegsche Gemäldesammlung ist
gegenwärtig in die Deutsch-böhmische Aus-
stellung zu Reichenberg eingereiht (Abbil-
dungen nach Ed. Charlemont, Fr. Rumpler,
A. v. Pettenkofen, Rud. v. Alt und anderen).

Über die Pfarrkirche zu Altmannsdorf
und ihren Bilderschmuck verbreitet sich
Jos. Mantuani in einer wertvollen Studie:
„Die Pfarrkirche zu Altmannsdorf, ein Beitrag
zur Kritik und Chronologie der Wiener Kunst“
(erschienen in der „Festnummer zur Haupt-
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