Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 14.1903

Page: 181
DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/innendekoration1903/0211
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
INNEN-DEKORATION.

iöi

m. a.. nicolai—dresden.

Kuchen-Ein rieh tung.

moderne Kinder« Spiel- und Arbeits «Zimmer.

(Ergebnis des Preis-flustchreibens der ,

Hiermit beginnen wir die Veröffentlichung der
Ergebnisse, welche die von uns zum i o. April
ausgeschriebene Konkurrenz erbracht hat.
Wir dürfen diesmal wieder mit Genugthuung fest-
stellen, dass es eine erfreuliche Ernte ist, welche
unsere Kunst bei dieser Gelegenheit eingethan hat.
Zunächst sei hier das Protokoll der Preisgerichts-
Sitzung bekannt gegeben, welche am 23. April zu
-^armstadt stattfand. Das Preis-Gericht bestand aus
der Redaktions-Kommission, sowie den Herren
Architekt Emil Beutinger und Professor Hans
Christiansen—Darmstadt. Aufs Neue wurde dabei
konstatiert, dass beide zur Beurteilung stehenden
Wettbewerbe sich einer regen Beteiligung zu er-
freuen hatten, und zwar sichtlich aus den Kreisen
Jüngerer Künstler, die in erster Linie Wert darauf
^egen, bekannt zu werden. Wenn daher auch aus-
gereifte Arbeiten nur spärlich vertreten sein konnten,
So war doch auch in qualitativer Hinsicht ein zu-
friedenstellendes Resultat anzuerkennen.

Zu dem Wettbewerbe der »Innen-Dekoration«.
^aren 19 Entwurfs-Serien, darunter mehrere mit

3nnen=Dekorafion" vom 10. flpril 1903.)

sehr gefälligen farbigen Skizzen, eingelaufen. Die
Aufgabe lautete: »Das Zimmer soll 3—4 Kindern
im Alter von 4—12 Jahren Raum zum Spiel und
Arbeit gewähren. Es soll höchst einfach, leicht zu
reinigen und praktisch sein, dabei aber nicht nüchtern,
sondern anregend auf die Phantasie des Kindes
wirken und dessen künstlerische Anlagen wecken«.
Von den eingelaufenen Entwürfen schienen 7 diesen
Bedingungen im Allgemeinen zu genügen und
wurden daher in die engere Wahl gezogen. Es
waren die mit den Motti: »Montag«, »Ella«, »Hänsel
und Gretel«, »Im Giebel-Stübchen«, »Jugendlust«,
»Zeit bringt Rosen«, »Coco«. — Einstimmig waren
die Preis-Richter der Ansicht, dass dem sehr wohl-
überlegten, klar disponierten und subtil durch-
gearbeiteten Entwürfe > Montag« der I. Preis
(100 Mk.) zufallen müsse. Als Urheber desselben
ergab sich Herr Franz Safonith—Wien. Der II. Preis
(80 Mk.) wurde dem Entwürfe mit Motto »Ella«
des Herrn Richard Müller—Wien zugesprochen,
der III. Preis (60 Mk.) dem namentlich in der Farbe
sehr geschmackvollen Entwürfe mit Motto »Hänsel

1903. vii. 3.
loading ...