Kromayer, Johannes [Editor]; Veith, Georg [Editor]
Antike Schlachtfelder: Bausteine zu einer antiken Kriegsgeschichte (Band 3: Antike Schlachtfelder in Italien und Afrika, 1. Abtlg.): Italien — Berlin, 1912

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Der zweite Punische Krieg bis Cannae.

Laufende Nr. Titel des Werkes

48. Pittaluga, 1908.

49. Kromayer, „Die Schlacht am Trasimener See und die Methode

der Schlachtfelderforschung", Vortrag auf der Philologen-
versammlung in Graz 1909. Neue Jahrb. für die klass.
Altertumswissensch. Bd. 25, S. 185ff.

50. SadeeE., Der Frühjahrsfeldzug des Jahres 217 und die Schlacht

am Trasimenischen See (mit einer Karte), Klio IX, S. 48
bis 68. 1909.

51. Caspari the engl, histor. review. Bei. 25, p. 417—429. 1910.

52. Groebe P., Ztschr. f. d. öst. Gymn. 1911. Heft III.

Verf. Betzt
Schlacht nach

Montecolognola

Montecolognola

Tuoro
Tuoro.

Montecolognola

Für Plestia kommen hinzu:

53. Mengozzi de' Plestini Umbri, del loro lago e della battaglia appresso di questo

seguita tra i Romain e i Cartaginesi 1781 (auch bei Colucci antichitä Picene
vol. XI, p. 1—112).

54. Nissen H. Drei unbekannte Seen in Umbrien, Rhein. Mus. XX (1865) S. 224 ff.

55. Jung J. Das Treffen am See von Plestia. Wiener Studien XVIIJ (1897) S. 99ff.

56. Aeltere Lokalliteratur bei Hennebert III 60 und 62.

1. Der tatsächliche Hergang-.

Beschreibung Die am nordöstlichen Ufer des Trasimenischen Sees entlang
Schlachtfeldes führende Straße nach Perusia, welche Hannibal gewählt hatte, tritt
Dor strandpass. bei Montigeto in einen engen Strandpaß ein, der sich 9 Kilometer
lang bis zu dem kleinen Fischerdörfchen Torricella am See hin-
zieht. Er ist nicht überall gleich breit. An mehreren Stellen tritt
'4N * das Gebirge vielmehr ganz nahe ans Ufer heran, so daß nur wenige
Meter zwischen See und Berg freibleiben. Solche Stellen finden
sich besonders ausgeprägt bei dem Fischerdorfe Passignano am An-
fang des Defilees, wo hohe und steile Felsen unmittelbar zur Straße
abfallen, ferner am Monte Ruffiano etwa in der Mitte und bei
Casa Piscino am Ende des ganzen Strandpasses. Zwischen diesen
Punkten bleiben kleine Strandebenen frei, die indessen selbst heutzu-
tage an den breitesten Stellen nur wenige hundert Meter Ausdehnung
haben, sich aber noch sehr beträchtlich verschmälern, wenn wir uns
das Niveau des Sees auch nur um einen Meter höher oder das Ufer
weniger in den See vorspringend denken, was mit Rücksicht auf den
früheren Seestand und die natürliche fortwährende Anschwemmung von
den Bergen herab für frühere Zeitperioden dem vorauszusetzenden Zustand
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