Bayerischer Kunstgewerbe-Verein [Editor]
Kunst und Handwerk: Zeitschrift für Kunstgewerbe und Kunsthandwerk seit 1851 — 60.1909-1910

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Kleine Nachrichten.

Um die Ausmalung der kachol. Pfarrkirche iu
Immenstadt (Algäu) Hai die „Deutsche Gesell-
schaft für christliche Kunst" München, Karlstraße 6)
unter ihren Mitgliedern einen Wettbewerb zum
ZTTai MO eröffnet; drei Preise: 600, ft.00 utid
300 ZlT. Für die Ausmalung selbst stehen s6 bis
20 000 ZTT. zur Verfügung. %

je ostdeutsche Ausstellung für Industrie, Ge
werbe und Landwirtschaft in Posen ssl s s er-
öffnet einen Wettbewerb für einen Plakatentwurf zum
sO. Mai — in Hochformat (^0: 80 cm), mit höch-
stens drei Farben (außer Schwarz). Zwei Preise:
sOOO und 500 M.; andere Verteilung und Ankauf
weiterer Entwürfe zu je sOO M. Vorbehalten. Pro-
gramme sind vom Ausstellungsbureau im Rathaus
zu Posen zu beziehen. *

er „Ausschuß zur Förderung bergischer Bau-
weise" in Elberfeld erläßt zum s. Juli ein
Preisausschreiben zur Erlangung von Entwürfen zu
Bauten in bergischer Bauweise. Für Preise im
Betrag von 50—200 M. stehen 3525 ZIT. zur Ver-
fügung. Unterlagen (mit Zusammenstellung der ein-
schlägigen Bauvorschriften) gegen s ZIT. von Stadt-
baurat Roch, Elberfeld, Rathaus. H

ur Erlangung eines Plakats, betreffend das
Bismarck-ZTationaldenkmal, schreibt der Kunst-
und Bau-Ausschuß (Prof. Vr. Max Schmid in
Aachen) einen Wettbewerb zuin \2. Mai aus. Das
Plakat hat den Zweck, für die Sammlung von Bei-
trägen für das Denkmal zu werben; es soll deshalb
hauptsächlich auf Bahnhöfen, Dampfschiffen, in Gast-
höfen, öffentlichen Gebäuden usw. zum Aushang
kommen. Ausführung in vier Farben. Drei Preise:
2000, sOOO und 500 ZN.; andere Verteilung und
Ankauf weiterer Entwürfe zu je 200 ZlT. Vorbehalten.
ZTnterlagen (darunter 5 große Lichtdrucke aus der
Denknmlsgegend) gegen 3,50 ZlT. durch Stadtsekretär
E. Böhm, Aachen, Goethestraße sst.

r>ür ein Bismarckdenkmal, das die Stadt Pirma-
sens auf dem ehemaligen Exerzierplatz errichten
will, ist unter reichsdeutfchen Künstlern ein wett-
bewerb zum 20. Juli eröffnet worden. Für die Aus-
führung des Denkmals stehen 50000 ZIT., — für drei
Preise 2000 ZN. zur Verfügung. ZTnterlagen gegen
2 ZN. durch A. Schneider, Pirmasens, Hauptstr. 87.

O

'Jtntcr dem Namen Resinit bringt die chemische
Fabrik von Kn oll & Co. in Ludwigshafen ein
Material auf den Markt, welches einerseits zur
wasserfesten Imprägnierung von Holz, Pappe und

ähnlichem, anderseits beim Gießen von Handgriffen-
Knöpfen und anderen Dingen, bei denen die Poren-
losigkeit erwünscht ist, dienen kann. Die Verwend-
barkeit von Resinit umfaßt also ein ähnliches werk-
gebiet wie Elfenbein, Horn, Schildpatt, Zelluloid,
Kautschuk usw.; es hat nicht die Härte von Elfen-
bein, fühlt sich aber wärmer als dieses an; vor dem
Horn und Schildpatt hat es mit Zelluloid und Kaut-
schuk den Vorzug, der Herstellung von größeren Stücken

qc>2. Lüfter; „Münchener Metallkunst";
Friede. Mildenberger. d. wirk!. Größe.)

nicht hinderlich zu sein. Es verträgt Temperaturen
bis 500 Grad und läßt sich färben sowie mechanisch
bearbeiten — sägen, drehen, schleifen, polieren. Proben
von Resinit — in rohem Zustand und verarbeitet —
liegen samt Gebrauchsanweisung im Sekretariat des
Bayer. Kunstgewerbevereins behufs Aushändigung
an Interessenten bereit. (Mitteilungen von Erfah-
rungen aus unserem Leserkreis sind erbeten.)

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