Innendekoration: mein Heim, mein Stolz ; die gesamte Wohnungskunst in Bild und Wort — 37.1926

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INNEN-DEKORATION

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architekt max w1ederahders-mqhcheh sofa im »cafe glonner«. ausf.i possenbacher

Schildereyen, von guten Meistern gemalt, holzgeschnittene
und vergüldete Bilder sowie Pyramiden mußten auf
den Gesimsen stehen. Hier befand sich auch mitten im
Zimmer, umgeben von wenigstens einem halben Dutzend
Sesseln, ein Tisch mit einem bis auf den Boden reichenden
bunten Teppich und auf ihm ein silberner oder Por-
zellankrug mit schönen Blumen aus Seide oder »Leinwat«.
Man brauchte diese nicht aus dem Ausland zu beziehen;
die Mütter sahen es gern, wenn sich ihre Töchter
mit weiblichen Handarbeiten beschäftigten, Kleider zu-
schnitten und nähten, Strümpfe und Handschuhe sowie
Schlafmützen strickten, Spitzen und Borden klöppelten
oder die »welschen« Blumen aus Leinwand verfertigten,

die sie vorerst mit Tragant stärkten, dann bemalten und
mit Gummi bestrichen, daß sie einen schönen Glanz be-
kamen. Auch Seidenzeug konnte man verwenden, sogar
Früchte aus Leinwand oder Wachs auf hölzernen Modellen
herstellen. . . (schldss folgt.) dr. paul krasnopolski—präg.

*

DAS WESENTLICHE. Ich verlange von einem
Bauwerk dasselbe, was ich von einem Menschen
fordere, nämlich, daß es ehrlich und innerlich wahrhaftig
sei, und diese Haupteigenschaft wünsche ich verbunden
mit soviel Anmut und Liebenswürdigkeit wie man nur
zu erdenken vermag. Aber innerliche Unantastbarkeit
ist immer da» Wesentliche..... frank lioyd-wright.
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